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Das Willkürzeugnis Armutsbericht

Teflon-Angies Streichorchester …
oder die Fidelkünste der Kasnertochter

Fast ein halbes Jahrhundert – ein wenig mehr als die biblisch bedeutsamen Vierzig Jahre – gab es auf deutschem Grund und Boden ja ein zweites Deutschland, in dem die Menschen - die innerhalb seiner Grenzen leben mussten - zum Teil all ihr Hoffen in das Werden einer anderen, einer besseren Welt gelegt hatten.
Bloß dass diejenigen, die von Anbeginn innerhalb dieser engen Grenzen leben wollten, ein völlig anderes Denken und Sinnen im Sinn hatten. Ihr Denken stand auf Tod und Eisen für jene, die eigentlich etwas anderes wollten für das Land und für sich, für ihre Kinder und für kommende Generationen. Für eine bessere Zukunft.
Und wieder wurden sie von der politischen Führung belogen und betrogen. Genauso schändlich wie in allen Zeiten vorher – nur das es unter einer anderen Farbe geschah. Der Tod war nicht mehr dunkelschwarz oder rostigbraun – der Tod er war jetzt blutigleuchtendrot – und der Traum all jener Menschen, die etwas anderes wollten, ist dann letztendlich darin ertrunken.
Alles war weg – ALLES, bis auf das Sinnen derer, die schon all die Jahre vorher – die Jahre des Darbens - auf der anderen Seite gestanden, gelebt und mit den Führungsgenossen genossen hatten.
Die als „Fettaugen“ auf einer mageren Suppe allezeit oben geschwommen. Nach dem Untergang der „roten Suppe“ treiben diese Treiber nun als wieder „Fettaugen“ oben auf der Suppe unserer Gesellschaft.
Und genauso, wie sie es vorzeits in dem kläglich gescheiterten zweiten Deutschland taten, genauso machen sie es hier und jetzt auch.
In dem zweiten Deutschland gab es zum Beispiel eine andere Landkarte, eine geografische Karte, auf der vieles gar nicht zu finden war – es war einfach weggestrichen worden. Es gab im zweiten Deutschland halt zwei Wahrheiten – eine Wahrheit war die wahre und eine zweite Wahrheit, die in den Augen der „Fettaugen“ die wahre sein sollte.
Hier in dem ersten und nun wieder einzigen Deutschland gibt es seit Neuerem eine Zustandslandkarte, die das Arm und Reich in der Gesellschaft ausweist. Auf dieser Karte haben dieselben „Fettaugen“ - wie zuvor in dem zweiten Deutschland – die Teile, die ihnen nicht gefielen, einfach weggestrichen.
Nun gibt es jetzt und hier auch wieder zwei Wahrheiten – das wirklich Wahre, und das, was in den Augen der „Fettaugen“ wahr sein soll.
Was lehrt uns das? Was man als „Fettauge“ einmal gelernt hat, DAS sitzt für alle Zeiten – ganz gleich ist es da, auf welcher Suppe man als „Fettauge“ auch gerade schwimmt.

ewaldeden


... un nu up Nedderdüütsch:

Teflon-Angies Streichorchester …
ov de Kasnerdochter hör Fidelkünsten

Hoast een halved Joahrhunnerd – een spierke över de biblischen veertich Joahren - geev dat up düütschen Grund joa een tweedet Düütschland, in dat de Minschen, de manken siene Grens lääven mussen, ton Deel aal hör Hoapen up een anneren, up een bäteren Welt lächt harn. Blods dat de, de manken disse Grens lääven wullen, een anner Denken un Sinnen in hör Sinnen harn. Hör Denken stunn up Dod un Iisen föör de, de eelich heel wat anners wullen föör dat Land, föör sükk un föör de Kinner – föör de noawassend Genratschonen, föör een bäteren Tokunft. Un wäär wurn see bedroagen un beloagen, Minschen – netso as in all de Tieden vöördem – nu blods in een annern Klöär. De Dod wee nu nich mehr pickschwaart ov rüsterk bruun – de Dod de wee nu lüchtend rot, un de Droom van aal de Minschen is denn upletzd doarin ovdrunken. Bit up dat Sinnen van de, de liekers de heele Tied up de anner Kant stunnen – de as Fettoogen up een moagern Szopp all jümmers boaben dreeven. Noa dat Ünnergoan van de rodeSzopp drieven disse Drievers nu boaben de Szopp van use Gesellschkupp. Un netso, as see dat vöörtieds in dat tweede Düütschland doan hevvt, netsu moaken see dat nu ok. In dat tweede Düütschland geev dat ton Bispill een annern Landkoart – een geografisch Kort up de een heel büld up fäälen de – dat hevvt see, de Fettoogen, eenfak wächsträäken. Dat geev denn in dat tweede Düütschland woll twee Woahrheiten – een de woahr wee, un een de in de Fettoogen hör Oogen woahrweesen schull. Hier - in dat eerste un dat nu wäär eenzige Düütschland - givt nu een Tostandslandkoart van Aarm un Riek in de Gesellschkupp, bi de see, de sülvigen Fettoogen, ok dat Deel wat hör nich tosächt hett, eenfak wächsträäken hevvt.
Nu givt dat hier ok wäär twee Woahrheiten – dat wüggelk Woahre, un dat wat in de Oogen van de Fettogen woahr weesen schall.
Un wat läärt us dat? Wat man as Fettooch eenmoal läärt hett, dat sitt föör alle Tieden – liekers up wekke Szopp man as Fettooch ok schmemmen deit.

ewaldeden
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9 Kommentare
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Silvia B. aus Neusäß | 02.12.2012 | 16:21  
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Peter Perrey aus Neustadt am Rübenberge | 03.12.2012 | 17:19  
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Heidi K. aus Schongau | 03.12.2012 | 19:45  
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Ewald Eden aus Wilhelmshaven | 03.12.2012 | 19:58  
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Hans Jürgen Grebin aus Rostock | 06.12.2012 | 07:33  
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Ewald Eden aus Wilhelmshaven | 06.12.2012 | 07:50  
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Hans Jürgen Grebin aus Rostock | 06.12.2012 | 09:02  
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Hans Jürgen Grebin aus Rostock | 06.12.2012 | 09:03  
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Ewald Eden aus Wilhelmshaven | 06.12.2012 | 09:09  
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