Kumpaneros & Amigos

Hunold und die Air Berlin
Er nannt’ Gesellschaft Air Berlein
schon war’n die Volksvertreter sein …

Der Ex-Air Berlin Chef Joachim Hunold hätte mit Sicherheit auf jedem Großbagger der Welt einen exzellenten Schmiermaxen gemacht – bei seinem äußerst gekonnten Umgang mit Schmiermitteln wäre er auf jeder quietschenden Maschine ein willkommener Mitarbeiter gewesen. Aber nein, eine solch’ profane Aufgabe war dem nach fremden Fliegern schielenden Versuchsjuristen offenbar nicht hochfliegend genug – er wühlte sich in das ganz große Geschäft des Lufttransportes ein, weil sich ja nur im Glanz von großen Geschäften die großen Abzocker sonnen, und mit der Produktion von und dem Handel mit Katzengold die Gier ihrer Mitmenschen nach edlen Werten trügerisch befriedigen. Diese Art von Charaktere kann sich wohl nur auf Strassen fortbewegen, die mit den Brocken zerstörter Existenzen gepflastert sind – ähnlich den Wegen des Politikerkumpels Maschmeyer als Gründer des Allgemeinen-Wirtschafts-Dienstes. Mein Großvater bezeichnete solcherart Individuen stets als Exkremente der Gesellschaft, auf denen sich die Spitzen eben dieser Gesellschaft dann als Schmeißfliegen tummeln.
Irgendwann geraten diese „Macher“ häufig selbst in die durch ihre Aktivitäten verursachten Turbulenzen im Marktgefüge, und versuchen mit Hilfe dubioser Entscheidungen und Nachfolgeverfügungen ihren Hintern vor dem Verbrennen zu bewahren. Vordergründig mag es diesen Typen hin und wieder gelingen, ihre wertlose Haut zu retten – letztendlich verlassen aber die meisten dieser vormals oft als geniale Manager gefeierten Trickbetrüger und Halsabschneider mit mehr oder weniger angekokelten Gesäßbacken die öffentliche Bühne, weil auch sie der Rechnungsstellung für ihre Schändlichkeiten nicht entgehen konnten. Die finanzielle Bredouille in der sich die Hunold’schen Himmelsstürmer schon seit längerem befinden, und die Berufung des Deutsche Bahn Kaputtsanierers Mehdorn in die Chefnachfolge sind doch bei weitem mehr, als nur ein Indiz für die beträchtliche Schlagseite der Air Berlin.
Dass Joachim Hunold jetzt von einem Teil seiner Unholdigkeiten eingeholt wird, ist nicht verwunderlich. Ich meine damit seine Schmierversuche, die oftmals schwergängigen Rädchen des Bundesparlamentes elegant mittels Gold-Bonuskarten des Schieflagenfliegers leichtgängig zu machen und in die „richtige Richtung“ – nämlich in seine - ins Laufen zu bringen. Bei einem gewissen Herrn Wulff aus dem hannöverschen Leineschlößchen ist es ihm seinerzeit ja hervorragend gelungen, dieses „richtungsweisende Schmieren“ mittels Urlaubs-Flugvergünstigungen für den damals noch als niedersächsischer Landesvater agierenden christdemokratischen Politikadvokaten. Das Öffentlichwerden der gesponserten Ferienfliegerei scheint aber ja keinem der Beteiligten geschadet zu haben – sondern im Gegenteil hat es den vorteilsnehmenden Ministerpräsidenten noch zu einem fliegenden Wechsel nach Bellevue verholfen. Da war er dem Freund Hunold dann ja noch hautnäher
Der Empfang der „Fett-Tröpfchen“ aus der Hunoldschen Fettschmelze wurde ja mittlerweile von der Leitung der Bundestagsverwaltung bestätigt – allerdings mit dem grauslich sachunkundigen Hinweis verknüpft, dass es sich bei den, mit der Gold-Bonuskarte den Abgeordneten angebotenen, Vergünstigungen, nur um Service-Leistungen, und somit NICHT um einen geldwerten Vorteil handele, und also auch KEINE Spende zugunsten der Volksvertreter sei.
Da die mit der Goldkarte verknüpften Leistungen von den Fluggästen OHNE Goldkarte aber nachweislich teuer BEZAHLT werden müssen, entsteht durch die kostenlose Inanspruchnahme der offerierten Dinge unzweifelhaft ein GELDWERTER Vorteil zugunsten der jeweiligen Abgeordneten und zum Nachteil der Anteilseigner der Fluggesellschaft. Die Hoffnung auf entsprechenden Verlustausgleich durch die Willfährigkeit der jeweils davon profitierenden Politiker, oder die „Leichtläufigkeit der Geschmierten“ lässt die derart Geschädigten dazu allerdings schweigen. Anläßlich einer Debatte, die dieses Thema berührte, sagte einer der daran teilnehmenden Gesprächspartner, dass er dann absolut nichts dagegen einzuwenden hätte, wenn Abgeordnete unserer Parlamente von solchen feilgebotenen Freiflügen Gebrauch machen würden, solange diese einen Kannibalenstaat zum Ziel hätten – von wegen des sie „zum fressen gern haben“.
ewaldeden

Bürgerreporter:in:

Ewald Eden aus Wilhelmshaven

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