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Pressemitteilung - Netzwerk gegen Agrarindustrialisierung Süd- und Ostniedersachsens

Bei einer Protestaktion gegen eine Anwerbeveranstaltung des Geflügelkonzerns Wesjohann-„Wiesenhof“ für Vertragsmäster in Seesen riefen heute Vertreter des Netzwerks „Bauernhöfe statt Agrarfabriken“ zum „Widerstand gegen die drohende Agrarindustrialisierung Süd- und Ostniedersachsens“ auf. Die niedersächsische Landesregierung, so Netzwerk-Sprecher Eckehard Niemann, biete derzeit den Hähnchen-Baronen aus der überfüllten Intensivregion Emsland/Weser-Ems als „Ausweichregion“ den vorwiegend ackerbaulich genutzten Raum zwischen Northeim und Lüneburg an. Agrar-Staatssekretär Ripke trete sogar als „Vermittler“ auf.

Der Bauernverband organisiere als „Türöffner der Agrarindustrie“ zahlreiche Anwerbe-Veranstaltungen für Wesjohann-„Wiesenhof“ und die konkurrierenden Geflügelkonzerne Rothkötter und Stolle. Das Gerede vom „Wachstumsmarkt Hähnchenfleisch“ sei absurd und unverantwortlich gegenüber den Landwirten - angesichts der Sättigung der Märkte und einer absehbaren Überproduktion. Gedumpte Billig-Exporte, die Bauern in anderen Ländern ruinierten, könnten diese Mengen längst nicht mehr entsorgen.

Die allermeisten Landwirte, so Niemann, lehnten es ab, als total abhängige Vertragsmäster eine nicht artgerechte Tierhaltung zu betreiben. Die Fernsehbilder aus einer „Wiesenhof“-Farm seien keine Einzelfälle. Die Geflügelkonzerne bestimmten die Haltung mit 25 Tieren auf dem Quadratmeter, die Qualzucht und die Preise für Futter, Küken, Medikamente und Schlachttiere. Die Mäster trügen das Risiko und 450.000 Euro Investitionskosten – aber die versprochenen 5 bis 10 Cent Gewinn pro Tier erziele nur eine Minderheit der Landwirte, die Mehrheit ereiche nicht mal einen ausreichenden Arbeitslohn und die Eigenkapitalverzinsung. Die Agrarfabriken mit ihren Geruchs- und Staub-Emissionen provozierten allerorten Konflikte und dauerhafte Gräben in den Dörfern, sie gefährdeten Arbeitsplätze in bäuerlicher Geflügelhaltung, in Tourismus und Kurorten, das Image ganzer Regionen und die Werte vieler Immobilien.

Gegen den Bau von Agrarfabriken und für eine nachhaltige und artgerechte Nutztierhaltung in bäuerlicher Hand arbeite mittlerweile das bundesweite Netzwerk „Bauernhöfe statt Agrarfabriken“, getragen von 70 Bürgerinitiativen und Verbänden wie BUND, AbL, Provieh, Deutschem Tierschutzbund und dem „Neuland“-Programm für artgerechte Nutztierhaltung. Die Landwirte, so Netzwerk-Sprecher Niemann, sollten ihre Einkommens-Alternativen nicht in einer perspektivlosen Abhängigkeit von der Agrarindustrie suchen, sondern in Zukunftsmärkten wie dem boomenden Markt für Freiland-Eier. Dazu seien jetzt dringend öffentliche Programme angesagt und eine klare Deklaration der Haltungsbedingungen auf den Lebensmittelverpackungen.

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11 Kommentare

Eigentlich würde das bedeuten, das Nutztier so zu halten, dass man es dauerhaft/erhaltend nutzen kann.

Aber ob das nun lebensverlängernde Medikamentengaben darstellen soll oder genetisch veränderte Schweine, dessen Schinken nachwächst, wenn man ihn ihnen herausschneidet... k.A. ;)

Das Dönertier gibt es doch schon ;)

Von wem auch immer ;)

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