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DGB sprach über Rechtsextremismus und Antisemitismus

  Am Freitag,27.10.17  fand die Diskussionsrunde des DGB Ortsverband Burgdorf/Uetze zum Thema Antisemitismus und Rechtspopulismus in der heutigen Zeit statt.
Nach der Begrüßung des Ortsverband Vorsitzenden Michael Miethe in der er erläuterte das er es sich nie hätte vorstellen können das im Bundestag eine Partei rechts der Union sitzen würde und das auch viele Kolleginnen und Kollegen die AfD gewählt hätten, gab er das Wort an den Landtagsabgeordneten Michael Hans Höntsch ab. Dieser bedankte sich erst mal für die Einladung und erläuterte erst mal sein Tätigkeitsfeld in der SPD Fraktion im Landtag. "Im Innenausschuss sei er zuständig für den Kampf gegen Rechts, Politische Bildung und Gedenkstättenarbeit" Ausführlich berichtete er über seinen Kampf gegen Rechtsextreme. Verwies aber auch darauf das nicht jeder der die AfD wählt ein Nazi sei. "Man darf aber auch die AfD nicht unterschätzen, jeder der meint dort sitzen dumme Abgeordnete der täuscht sich. Alexander Gauland zum Beispiel war Leiter der Staatskanzlei in Hessen unter Walter Wallmann und auch ein Herr Höcke der Gymnasiallehrer sei, ist kein dummer Mensch. Das Durchschnittsalter der AfD Abgeordneten im Landtag dürfte wohl bei Mitte 40 liegen", so Michael Hans Höntsch. " Interessant ist auch, das nicht die jungen oder die alten die AfD wählen, Frauen wählen sie auch nur im geringen Maß. Nein es ist die Schicht von Personen ab 30 bis Ende 40, die auch ein geregeltes Einkommen hat. Darunter auch viele Mitglieder der Gewerkschaften. Hier müssen die etablierten Parteien ansetzen." Im weiteren Verlauf der Diskussion blieb es nicht aus, dass man auch auf das Thema SPD kam. "Er halte die Debatte um eine Erneuerung der SPD für richtig.", so Höntsch. Aus dem Kollegenkreis wurde dann die Frage gestellt, ob man AfD Kandidaten zu Podiumsdiskussion einladen sollte. Hintergrund der Frage war, das bei der Podiumsdiskussion zur Landtagswahl die AfD und die Linke nicht eingeladen wurden und der Ortsverband viel Kritik einstecken musste. "Als Malu Dreyer damals erklärte, sich mit keinem AfD Politiker auf eine Bühne zu setzen, habe er dies für richtig gehalten. Mittlerweile sieht er das aber anders. Man muss sich mit ihnen auseinandersetzen und diskutieren. Auch um der AfD nicht die Opferrolle zuzuschustern. Allerdings muss der Moderator geeignet sein um mit diesen Menschen zu diskutieren und sie auch in die Schranken zu weisen. Denn, wie schon gesagt, dumm sind AfD Politiker nicht", so die Antwort von M.Höntsch.
Nach gut 2 Stunden fand die Runde dann ein gemütliches Ende.
Zum Abschluss erklärte der Vorsitzende des DGB OV Burgdorf/Uetze Michael Miethe: "Er bedauere es das Michael Hans Höntsch nicht mehr im neuen Landtag vertreten ist und verurteilte die Art und Weise wie man mit Michael Hans Höntsch umgegangen sei." " Wir hoffen,"so Michael Miethe," das es in der neuen Fraktion auch wieder eine Stimme gegen Rechts geben werde und nicht nur eine Stimme für Kleingärtner."
Schade war, das nur ca. 20 Kolleginnen und Kollegen der Diskussion folgen wollten. Gerade bei diesem Thema hätte man sich eine höhere Beteiligung gewünscht.
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Andreas aus Niedersachsen aus Laatzen | 01.11.2017 | 01:16  
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