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DGB-Fahrt nach Berlin

Innenaufnahme vom "Palast der Tränen"
 
Ein Model der Grenzübergangsstelle Friedrichstr.
Uetze: Am Pappaul | Los ging es am Mittwoch morgen. Die DGB Gruppe aus Uetze-Burgdorf traf sich in den frühen Morgenstunden und machte sich auf den Weg nach Hannover. Dort am Hauptbahnhof stießen wir auf die anderen Teilnehmer unserer Fahrt. Nach dem alle ihre Fahrkarten erhalten hatte ging die Gruppe zum Bahnsteig, der ICE kam und 1,5 Stunden später waren wir in Berlin. Dort erwartete uns die erste Überraschung, Schnee und Kälte. Nachdem diese erste Überraschung verdaut war, wurden wir zu unserem Bus begleitet. Unsere erste Anlaufstation war S-Bahnhof Friedrichstraße und der sogenannte Palast der Tränen. Wer sich noch mit der Ausreise aus der DDR auskennt und diese im damaligen Ost-Berlin bestritt kennt sicher den Bahnhof sehr gut. Aber warum Palast der Tränen? Nun der Grund ist der, das bei der Ausreis aus der DDR die Verabschiedung vor dem Gebäude stattfinden musste, da DDR-Bürger diese Grenzübergangsstelle nicht betreten konnten bzw. durften. Und da flossen auch die Tränen, aus diesem Grunde Palast der Tränen. Nach dem Einchecken im Hotel fuhren wir zum alten preußischen Parlament. Dieses Gebäude kennt jeder der sich schon mal mit Politik befasst hat. In der ehemaligen DDR war dort ein teil der Akademie der Künste untergebracht und heute ist es der Sitz des Bundesrates. Sehenswert und sehr informativ war diese Führung. Nach dem Besuch im Bundesrat fuhren wir in unser Hotel und hatten den Rest des Abendes frei. Ein Teil unserer Gruppe verblieb den Abend im Hotel und wir Uetzer machten uns zu Fuß zum Brandenburger Tor auf. Dazu muss man sagen das wir am Anhalter Bahnhof untergebracht waren. Der erste große Anlaufpunkt ist der Potsdamer Platz mit den beiden Hochhäusern. Imposant schrauben sie sich in die Höhe. Bis zum Brandenburger Tor gingen wir im ehemaligen Grenzgebiet. Bevor wir unser Ziel das Brandenburger Tor erreichten kamen wir noch an der Vertretung Niedersachsen, der Botschaft der USA und am Holocaust Mahnmal vorbei. Am Brandenburger Tor fing es dann an zu schneien, so das wir beschlossen mit der S-Bahn zum Hotel zurückzukehren, dort ließen wir den Abend gemütlich ausklingen.

Am nächsten Morgen stand der Besuch der Willy Brandt Stiftung an. Wer in Berlin ist sollte sich diese unbedingt einmal anschauen, man erfährt einiges was man noch nicht wusste. Nach dem Mittagessen ging es zum Bundestag. Um in den Bundestag zu kommen durchläuft man einen Sicherheitscheck wie am Flughafen. Nachdem es alle aus der Gruppe in den Reichstag geschafft hatten, durften wir das Glück haben einer Debatte zuhören zu dürfen. Nach gut 1 Stunde wurden wir dann von Dr. Matthias Miersch, auf dessen Einladung wir in Berlin weilten, empfangen. Da die Glaskuppel wegen des Wetters geschlossen war, kam uns eine seltene Ehre zuteil. Wir durften den Fraktionssaal der SPD benutzen. Vom Reichstag aus ging es dann zum Abendessen. Bevor wir jedoch im Restaurant eintrafen, besuchten wir noch das Hackersche Viertel. Dieses Viertel ist daher interessant, weil dort ein Hof in den anderen übergeht. Nach dem wir dann am Alexanderplatz gegessen hatten ging es erschöpft zurück in unser Hotel.

Der Freitag startet mit dem auschecken aus dem Hotel und einer Stadtrundfahrt durch das politische Berlin. Wichtige Orte wurden angefahren, Checkpoint Charly, Finanzministerium, East Side Gallery, Schloss Bellevue, Siegessäule und Brandenburger Tor. Nach der Rundfahrt bekamen wir eine Informationsveranstaltung des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend zu hören. Leider war Frau Schröder für uns nicht zu sprechen :-) . Nun war es Mittag und der Magen knurrte, also fix zum Thüringer und Essen gefasst. Als alle dann gesättigt waren kamen wir zu einem der dunkelsten Punkte der deutschen Geschichte. Der Besuch des Denkmals für die ermordeten Juden in Europas stand an. Ich kann nur jedem empfehlen sich das Mahnmal anzusehen und auch durchzugehen. Diese enge und die Höhe der Stelen ist beklemmend. Unter dem Mahnmal befindet sich die eigentliche Gedenkstätte, auf 4 Räumen finden sich viele Einzelschicksale von ermordeten Juden, dort gibt es auch einen Satz der wie folgt lautet:" Es ist geschehen und es kann jederzeit wieder geschehen." Das dies nie wieder eintrifft, dafür sollten wir alle einstehen. Keine Chance für Rassismus und Faschismus.

Mit dem Besuch endete auch unser Besuch in Berlin, wir fuhren zum Bahnhof und kamen gegen 21:30 in Hannover wieder an.
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