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Zwei Siege bei Internationaler Juniorenregatta in München für Speyerer Ruderer

Elias Dreismickenbecker im Einer
Auf der Olympiastrecke in Oberschleißheim bei München fand mit der Internationalen Junioren-Regatta die erste große Standortbestimmung der Spitzenathleten des Rudernachwuchses statt. Trainer Martin Gärtner hatte fünf Ruderer aus seinem Kader ausgewählt die Speyerer Farben in München zu vertreten.
Bei den Juniorinnen B (15/16 Jahre) ging Alicia Bohn ins Rennen über die 1500-Meter-Strecke. Mit dem Sieg bei der Mannheimer Regatta im Hinterkopf ging Alicia Bohn ihr Rennen beherzt an, bei der 500-Meter-Marke lag im 6-Boote-Feld lediglich Julia Gesierich vom Österreichischen Ruderverband vor ihr. Im zweiten Streckendrittel drehte Alicia Bohn richtig auf und brachte mehr als eine Bootslänge zwischen sich und die Konkurrenz. „Sie brauchte noch nicht einmal einen Endspurt um mit zehn Sekunden Vorsprung zu gewinnen“, sah Martin Gärtner seine Taktikvorgabe durch die Stärke von Alicia Bohn durchkreuzt. Der Sieg bedeutete auch die Qualifikation für den gesetzten Lauf am zweiten Regattatag in dem die zeitschnellsten Ruderinnen aufeinandertrafen. Auch hier zeigte Alicia Bohn Biss, setzte sich an die Spitze des Feldes der sechs Ruderinnen und führte bei 500 Metern knapp vor der Schweizerin Nina Stierli. Im weiteren Rennverlauf konnte die Ruderin vom SC Zug jedoch noch etwas zulegen und schob sich an Alicia Bohn vorbei, die als beste Deutsche auf Rang zwei den Lauf beendete.
Im Junior-B-Zweier-ohne-Steuermann machten es Marvin Degen und Louis Ebermann ihrer Ruderkameradin nach. Mit einem guten Start hielten sie sich an der Spitze des 6-Boote-Feldes und lagen nach dem ersten Streckendrittel mit einer Sekunde Rückstand auf den RC Potsdam auf Rang zwei. Mit einem Kraftakt kämpften sie sich im zweiten Streckendrittel mit vier zehntel Sekunden Vorsprung auf Potsdam an die Spitze. Dem Endspurt der Speyerer hatten die Gegner nichts entgegenzusetzen, der Sieg in 5:15,66 Minuten vor Hamburg (5:17,31) und Potsdam (5:19,10) zeigte das Leistungsvermögen der Speyerer Riemencrew auf hatte aber auch viel Kraft gekostet. Das merkten Marvin Degen und Louis Ebermann am zweiten Regattatag, hier mussten sie sich nach 500 Meter noch in Führung liegend mit dem vierten Rang zufrieden geben. Den Sieg ruderte der Zweier vom RC Potsdam nach Hause.
Im Junior-Einer A (17/18 Jahre) über die 2000-Meter-Strecke waren durch Lospech Elias Dreismickenbecker und Philipp Nowicki im gleichen Vorlauf gelandet. Nur der jeweilige Sieger der sechs Vorläufe konnte sich fürs große Finale qualifizieren. Diese Chance wollte Elias Dreismickenbecker unbedingt nutzen und damit auf sich aufmerksam machen. Bekannt technisch hervorragend eingestellt war schnell klar der Gegner hieß Leon Ramm vom Berliner RC, der nach 500 Metern mit eineinhalb Sekunden und diesen Vorsprung auch bis zur Streckenhälfte halten konnte. Dann schob sich Elias Dreismickenbecker mit jedem Schlag an den Führenden heran und lag 500 Meter vor dem Ziel nur noch fünf zehntel Sekunden zurück. Mit einem gewaltigen Endspurt siegte der Speyerer in 7:16,49 Minuten mit fast drei Sekunden Vorsprung auf den Berliner. Philipp Nowicki kam als Fünfter ins Ziel. Im großen Finale war dann das Who-is-Who der Junioren-Einer-Ruderer am Start. Elias Dreismickenbecker kam schlecht aus dem Start und lag schon bei der 500 Meter-Marke deutlich hinter den drei führenden Booten zurück, daran änderte sich auch durch ein schnelles zweites Streckenviertel wenig. Platz vier nach 1000 Metern war dann auch die Platzierung im Ziel. Es siegte der Pole Natan Wegrzycki-Szymczyk.
Auch am zweiten Regattatag wurden die sechs zeitschnellsten Einer-Ruderer des ersten Tages im gesetzten Lauf gestartet. Erneut machte Elias Dreismickenbecker eine gute Figur, zwar musste er erneut dem polnischen Vortagessieger den Siegerpokal überlassen setzte aber als zweites Boot erneut eine positive Duftmarke. Der drittplatzierte Belgier Pierre Deloof lag vier Sekunden hinter dem Speyerer. Philipp Nowicki kämpfte in seinem Lauf mehr mit Wind und Technik als mit den Gegnern und kam als Fünfter ins Ziel.
„Dass wir mit zwei Siegen, zwei zweiten, zwei vierten und einem fünften Platz von dieser hochkarätig besetzten Regatta nach Hause kommen, hätten wir nicht gedacht“, zeigte sich Trainer Martin Gärtner überaus zufrieden.
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