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Regatta der zweiten Plätze für die RG Speyer in Marbach

Die Jüngsten der RG Speyer im Doppelzweier
Als „Silber-Kanal“ erwies der Neckar bei Marbach für die Ruderer der RG Speyer. Gleich fünfzehn zweite Plätze brachten sie von der Kurzstreckenregatta über die 500-Meter-Distanz mit nach Hause. Für die drei Siege stand Philipp Nowicki gerade. Daneben gab es noch vier dritte und zwei vierte Plätze.
Bei den Jungen war erstmals Julius Gard, der schon in Limburg und Kreuznach erste Regattaerfahrung gesammelt hatte, mit dem Regattanovizen Steffen Steinbacher im Doppelzweier (12/13 Jahre) unterwegs. Gleich beim Start passierte ein technisches Missgeschick und Steffen Steinbacher musste die 500-Meter ohne Rollsitz rudern, dennoch kamen die beiden Jungruderer auf den dritten Rang. Im zweiten Lauf, nun technisch einwandfrei unterwegs, steigerten sie sich deutlich und machten den erfahrenen Ruderern vom Ulmer RC Donau das Leben schwer und kamen ihnen mit ihrer Laufzeit von 2:05,87 Minuten bis auf 1,8 Sekunden nahe. Die drittplatzierten Marbacher lagen in 2:32,97 Minuten weit zurück.
Im Junior-B-Doppelzweier kamen Marvin Degen und Wladislaw Schneider nur auf den vierten und letzten Platz, dies machten sie im zweiten Rennen deutlich besser und ließen in 1:41,70 Minuten einen zweiten Platz, eine Länge hinter dem Ulmer RC Donau, folgen. Im Junior-B-Zweier-ohne-Steuermann gab es exakt das gleiche Bild, erst durch einen vierten Platz motiviert, lieferten Marvin Degen und Louis Ebermann mit knapp zwei Sekunden von der RG Eberbach/RC Nürtingen distanziert einen zweiten Platz ab. Im Junior-B-Einer siegte Philipp Nowicki mit mehr als einer Länge Vorsprung souverän. Er lag auch im zweiten Rennen bis kurz vor dem Ziel in Führung, dann fing er einen Krebs, so nennen Ruderer das Hängenbleiben mit dem Ruderblatt im Wasser, und musste Paul Butterer von der RG Eberbach den Sieg überlassen und wurde zweites Boot. Im Duo mit Moritz Durein gab es zwei klare Siege für Philipp Nowicki vor Marbach und Nürtingen im Junior-B-Doppelzweier. Der Junior-B-Doppelvierer mit Marvin Degen, Louis Ebermann, Wladislaw Schneider, Janis Wagner und Steuermann Moritz Durein kämpfte zweimal verbissen mit starkem Endspurt um den Sieg, zog aber zweimal knapp den kürzeren, einmal lag die Renngemeinschaft Mannheim/Esslingen und einmal die Renngemeinschaft Friedrichshafen/Überlingen/Radolfzell vor dem Speyerer Quartett.
Im Frauen A-Einer war die frisch in die Frauen-Klasse aufgestiegene Julia Hoffmann unterwegs und schlug sich bekannt technisch sauber rudernd gut und wurde zweimal Zweite hinter Verena Moster von der Mannheimer RG Baden, jeweils klar vor den folgenden Booten. Im Männer A-Doppelzweier kämpfte Junior Paul Schwager gemeinsam mit Tim Lauer gegen erfahrene Männer-Mannschaften um den Sieg und konnte einen dritten und einen zweiten Platz erreichen. Zwei dritte Plätze im Männer A-Doppelzweier gab es für das Duo Paul Schwager und Maximilian Bandel, der in Speyer sein Ruderhandwerk erlernt hatte, in der Renngemeinschaft RG Speyer/RC Hamm. Einen starken zweiten Platz im Männer A-Doppelvierer ohne Steuermann im vollen Feld, nur vom Marbacher RV bezwungen, lieferten die erstmals in dieser Kombination gestarteten Paul Schwager, Tim Lauer, Maximilian Bandel und Andreas Kabs ab.
Ralf Burkhardt und Peter Roland Gärtner kamen im Masters-Doppelzweier mit mehr als einer Länge Vorsprung ins Ziel und fühlten sich schon wie die Sieger, bis klar wurde, dass der Lauffener RC Neckar durch die Zeitgutschrift, bedingt durch die höhere Altersklasse, doch hauchdünn vor den Speyerern gelandet waren. Auch im Masters-Doppelvierer gab es für die RG Speyer zwei zweite Plätze, einmal starteten Martin Gärtner, Harald Schwager und Andreas Kabs mit Ralf Burkhardt und einmal mit Peter Roland Gärtner.
Die Königsklasse des Ruderns, der Achter, brachte dann Spannung pur für Zuschauer und Mannschaften. Etwa 150 Meter nach dem Start versteuerte der Marbacher Achter und ruderte in die Bahn des Speyerer Boots. „Blattsalat“, d.h. die Riemen der beiden Mannschaften verhakten sich, und Rennabbruch war die Folge. Der zweite Start klappte dann und die Achter lagen lange etwa gleich auf, bis sich der Heidelberger Achter einen kleinen Vorsprung vor Speyer verschaffen konnte. Im Ziel blieb die Uhr dann nach 1:27,36 Minuten für Heidelberg, 1:28,13 Sekunden für Speyer und 1:28,77 Sekunden für Marbach stehen. Die Zuschauer hatten ein spannendes Rennen erlebt und Speyer erneut einen zweiten Platz eingefahren. Am zweiten Regattatag ging es dann um den Wanderpreis der Stadt Marbach. Im Vorlauf des „Stadtachters“ reichte den Speyerern ein locker herausgeruderter zweiter Platz zum Finaleinzug. Im Finale, dem letzten Saisonrennen für die Speyerer Crew, gaben Ralf Burkhardt, Peter und Martin Gärtner, Tim Lauer, Maximilian Bandel, Paul und Harald Schwager, Andreas Kabs und Steuerfrau Katharina Kabs noch einmal alles und das nicht für möglich Geglaubte gelang. Im Männer A-Achter kam das neben Tim Lauer und Maximilian Bandel mit fünf Masters-Ruderern und einem Junior besetzte Speyerer Team nach 1:22,80 Minuten ins Ziel und wurde nur mit sieben zehntel Sekunden von der Renngemeinschaft Stuttgarter RG/RV Esslingen/RG Waiblingen auf den zweiten Platz verwiesen. Der Heidelberger RK lag um fünf zehntel Sekunden und Marbach um mehr als eine Bootlänge zurück.
„Dass wir zum Saisonabschluss so viele zweite Plätze einfuhren hat uns schon etwas geärgert, dass darunter aber zwei zweite Plätze im Männer-Achter waren gibt uns viel Motivation als Team uns im Winter auf die nächste Saison vorzubereiten“, resümierten die Speyerer Ruderer zum Regattaausklang.
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