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Im Detail - Bilm im Burgdorfer Land

Im Detail - Bilm im Burgdorfer Land - ein Bericht von OKOK TELEVISION
 
Im Detail - Bilm im Burgdorfer Land - ein Bericht von OKOK TELEVISION
Sehnde: Bilm | Im Gebäude der 1904 erbauten Villa Bauermeister eröffnete 1978 das Parkhotel Bilm. Dieses exklusive Hotel im Ort wirbt für sich überregional als „eines der schönsten Hotels am südöstlichen Stadtrand Hannovers“ und hat durch die gute Erreichbarkeit von Messegelände und Autobahn A7 besondere Alleinstellungsmerkmale im Zusammenhang mit ländlicher Idylle.

Schöne Blickwinkel bietet der Ort Bilm mit seinem dörflichen Charakter und den typischen Fachwerkhäusern. Um 800 wurde das Gebiet um Bilm mit fränkischen Militärkolonisten besiedelt und gehörte zum Großen Freien. Bilm wird bereits 1233 erstmalig genannt, nach den alten Schreibweisen Billenheuse (1233/40) Billem (1333), Byllem (1359) und Billum (1395) dürfte es sich um die Siedlung Billo handeln. Die gotische Kapelle von 1616 besitzt eine Glocke aus dem Jahr 1578. Wir erfahren einiges über den Ort durch die Informationen aus Heimatkundlichen Skizzen, dem Internet und einigen Anliegern die wir bei unserem Aufenthalt kennenlernen und sprechen. Als Eckdaten für den Ort erfahren wir über die Gebietsaufteilung das 1835 für den Köthenwald eine Generalteilung vorgenommen wurde und Bilm von den 4378 Morgen 485 erhielt. Die Vergabe erfolgte nach der Größe der Viehherde. 1839 wurde das erste Schulhaus gebaut. Zwischen 1870 und 1880 war die Weberei im Ort ein wichtiger Erwerbszweig, wie der durch das Bockmer Holz führende Leinweberpfad erkennen lässt, kamen die Waren wie Drell und Bettzeug vor allem in Sarstedt zum Verkauf.

Die selbständige Gemeinde Bilm kaufte 1894 eine neue Handdruckspritze. 1898 konnte man mit der Straßenbahn von Hannover über Bilm bis nach Haimar fahren und von Bilm gab es einen Gleisanschluss der bis nach Ilten führte. Auf diesem Wege kam auch die Elektrizität in den Ort auf die die Dorfbewohner allerdings 1925 zwei Tage lang verzichten mussten, da ein Blitzschlag den Transformator zerstörte und es kein elektrisches Licht gab. Die Gründung der Freiwilligen Feuerwehr Bilm erfolgte 1927. Auf dem Mittellandkanal konnten die Bewohner von Bilm im Winter 1939 bis ins gut 7 km entfernte Anderten Schlittschuh laufen.

Zu den im Ort aktiven Vereinen gehören Bürgerschützengesellschaft (von 1927), der Eissport-Club Bilm, die Freiwillige Feuerwehr, die Musikfreunde (von 1958) und die Junggesellschaft (von 2006). Auf dem Bilmer Mühlenberg stand bis Mitte des 19. Jahrhunderts eine Bockwindmühle, die nach einem Feuer durch eine Galerieholländer – Mühle ersetzt wurde. Mit ihrem Stahlwalzwerk zum Schroten war sie die modernste Mühle im Landkreis Burgdorf bis auch diese nach einem Sturm am 10. Februar 1925 ein Opfer der Flammen wurde. Gleiches wiederholte sich am 24. November 1928 bis die Mühle danach um 1930 zu Wohnzwecken umgebaut wurde aber heute noch immer deutlich zu erkennen ist. Einen Straßenbahn Anschluss gibt es heute leider auch nicht mehr. Nostalgikern sei ein Besuch im benachbarten Straßenbahn Museum in Wehmingen empfohlen. Nachfahren der Familie „von Bilm“ gibt es ebenfalls nicht mehr im Ort, doch das Ortswappen zeigt in Grün auf einem goldenen Schräg(rechts)band drei rote Herzen, die heute noch an das Geschlecht von Bilm im Wappen erinnert. In einer Garage entdecken wir ein Fahrzeug vom ehemaligen Katastrophenschutzzentrum Lehrte, das heute noch Verwendung in der Ortsfeuerwehr Bilm findet.

Das OKOK Television Team ist im Burgdorfer Land unterwegs um die Spuren der Vergangenheit zu entdecken und sie gegenwärtig in Fotografien weiter zu geben. Weitere Berichte unter: http://www.myheimat.de/gruppen/burgdorfer-land-333...
Weitere Informationen zu OKOK Television: http://www.okok.de
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Heidi K. aus Schongau | 06.06.2012 | 01:28  
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