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NABU: Pflanzen auf metallhatligem Boden

Sankt Andreasberg: Nationalparkhaus | Bildvortrag beim NABU im Nationalparkhaus Sankt Andreasberg: Metallophyten – Pflanzen auf schwermetallhaltigen Böden des Harzes

 
Sankt Andreasberg (NPH/ein) Dr. Hans-Ulrich Kison, bis zu seiner Pensionierung im vergangenen Jahr stellvertretender Leiter des Nationalparks Harz, hat am Freitag, den 31. März um 19:00 Uhr zu diesem Thema im Nationalparkhaus Sankt Andreasberg referiert.
Schwermetalle sind uns meist als Problemfaktoren in unserer Umwelt ein Begriff, wenn es um Kontaminationen, Bodenbelastungen oder Giftwirkungen geht. Im Harz hat das vor allem in historischen Zeiten immer eine Rolle gespielt, aber auch heute sind die Zeugen der Vergangenheit noch vielfach zu sehen. Das sind sowohl die alten Hüttenplätze, die sich zumeist an Flussläufen befinden – z.B. Ecker und Innerste – als auch die "Pyramidenlandschaft" im Ostharz im Umfeld von Hettstedt, wo der Kupferschieferbergbau bis ins vergangene Jahrhundert betrieben wurde.
 
Für den einen sind das lediglich "Altlasten", aus dem Betrachtungswinkel des anderen sind dort wertvolle Lebensräume entstanden, die gerade heute durch das Europäische Naturschutznetzwerk NATURA 2000 sehr aufgewertet wurden. Wie die Geschichte des Bergbaus und Hüttenwesens im Harz selbst, hat auch die Beschäftigung mit der sog. Schwermetallvegetation oder den Metallophyten (Schwermetall-Pflanzen) eine lange zurückreichende Tradition. Viele diesbezügliche Beobachtungen wurden erstmals überhaupt im Harz angestellt. Da dieser Aspekt hinter den vielfältigen geschichtlichen Besonderheiten des Harzes sehr im Hintergrund steht, ist er heute auch wenig bekannt. Das ist Grund genug, die Pflanzen einmal in den Mittelpunkt zu stellen, die einen Weg gefunden haben, mit dem giftigen Schwermetall zu leben und manches Interessante dazu zu berichten.
 
Der Eintritt ist frei, es besteht die Möglichkeit, eine Spende zu geben.
 
Ort des Vortrages: Nationalparkhaus Sankt Andreasberg, Erzwäsche 1, 37444 Sankt Andreasberg
Zeit: 19:00 Uhr -  Dauer: ca. 1,5 Std.
 
Foto NPH327
Fotograf Minuartia: Die Frühlings-Miere hat im Harz schon vor Jahrhunderten den Namen "Kupferblümchen" bekommen, da sie stets in der Nähe von Bergwerken oder Hüttenplätzen auftritt (Foto: Kison)
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