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In Rostock: Kalenderscheibe der astronomischen Uhr ab 2018 abgelaufen

  • Seit 1472 steht die astronomische Uhr, die Hans Düringer schuf, im Chorumgang der Marienkirche. Die Beschriftung ihrer Kalenderscheibe reicht nur bis zum 31. Dezember 2017.
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Es ist unglaublich: Bevor Kolumbus 1492 den Seeweg nach Indien suchte und dabei Amerika entdeckte, bevor Kopernikus die Erkenntnis verbreitete, dass die Erde um die Sonne kreist, da besaßen die Rostocker bereits eine astronomische Uhr, die die Zeit und alle Daten, die für das städtische und kirchliche Leben des 14. und 15. Jahrhunderts wichtig waren, präzise anzeigt.

Einziges Manko der über 500 Jahre alten Uhr ist die Tatsache, dass die Beschriftung der Kalenderscheibe nur noch bis zum 31. Dezember 2017 reicht. Die alle beruhigende Information: Prof. Dr. Manfred Schukowski hat die Daten einer neuen Kalenderscheibe für den Zeitraum von 2018 bis 2150 bereits berechnet.

Ob ptolemäisches (geozentrisches) oder kopernikanisches (heliozentrisches) Weltbild, der Augenschein ist derselbe geblieben, und so kann die astronomische Uhr, die der Uhrmacher Hans Düringer 1472 für die St.-Marien-Kirche in Rostock schuf, weiterhin laufen, wenn auch mit neuer Kalenderscheibe.

  • Seit 1472 steht die astronomische Uhr, die Hans Düringer schuf, im Chorumgang der Marienkirche. Die Beschriftung ihrer Kalenderscheibe reicht nur bis zum 31. Dezember 2017.
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  • Düringer hatte eine ähnliche Uhr in der Danziger Marienkirche fertiggestellt. Um in Rostock Kosten zu sparen, verwendete er Teile der Vorgängeruhr, die 1379 von einem Meister aus Lübeck erbaut und bei den Bauarbeiten zur Erweiterung der Kirche erheblich beschädigt worden war. Oberer Teil: Hauptuhrwerk, unterer Teil: Kalenderwerk.
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  • Das große 24-Stunden-Zifferblatt der Uhr zeigt oben die Tages- und unten die Nachthälfte an. Auf dem großen Zeiger befinden sich zwei weitere Uhrscheiben, von denen die eine an ihrem Rand nochmals 24 Stunden des Tages anzeigt.
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  • 1641 und 1710 wurde die Rostocker Uhr grundlegend ergänzt und modernisiert. Die jüngste Restaurierung fand 1974 bis 1977 statt. Heute ist diese Uhr weltweit die einzige, die noch ihr historisches Uhrwerk besitzt, das an jedem Morgen per Hand aufgezogen wird.
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  • Auf dem großen Zeiger sind noch eine kleine Uhrscheibe mit dem Porträt des Astronomen Zacharias Sebes und eine astrologische Uhrscheibe mit den "regierenden" Planeten der jeweiligen Stunde angebracht.
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  • Der äußere Ring der Uhrscheibe zeigt zweimal 12 Stunden in römischen Ziffern. Minuten und Sekunden werden nicht dargestellt. Das Digitalfoto speicherte die Zeitangabe 13.11 Uhr.
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  • Nach dem Ring mit den Stundenangaben folgt der mit den Sternzeichen des betreffenden Monats. Der Sonnenzeiger führt über die Angaben hinweg, die darauf hinweisen, was in den Monaten zu tun ist: Januar = feiern... März = Bäume pflanzen, April = umgraben ... August = dreschen...
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  • Der Sonnenzeiger steht im Reigen der Tierkreiszeichen, jetzt Anfang Januar noch auf Steinbock. Das Zifferblatt wird von den Symbolen der vier Evangelisten eingerahmt: Matthäus = Engel, Markus = Löwe, Lukas = Stier (hier auf dem Foto) und Johannes = Adler.
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  • In der Mitte zeigen zwei große runde Metallscheiben, die übereinander liegen, die Mondphasen an: Neumond = schwarzes Gesicht, Vollmond = gelbes Gesicht.
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  • Oben befindet sich in der Mitte der Apostelumgang, der jeden Mittag um 12 Uhr beobachtet werden kann. Sechs Apostel stehen links und rechts der Plattform; sechs treten aus einer Tür heraus, ziehen in einem Bogen um Christus (Bildmitte), wenden sich ihm kurz zu, lassen sich segnen und verschwinden wieder hinter der Tür.
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  • Beim Apostelumgang der Rostocker astronomischen Uhr bildet der "Verräter" Judas eine Ausnahme. Er wendet sich Christus nicht zu, wird auch nicht von ihm gesegnet, muss schließlich vor der verschlossenen Tür stehen bleiben.
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  • Die untere Hälfte der Uhr wird von der Kalenderscheibe beherrscht, die von den Figuren der vier "Weltweisen" (hier nicht näher bezeichnet) eingerahmt wird. Diese halten Spruchbänder in den Händen, auf denen steht: "Ein Tag saget's den andern und eine Nacht thut's kund den andern: O Mensch, bedenk das Ende, so wirst du nimmer übel thun!"“
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  • Die jetzt vierte Datumsscheibe des Kalenderwerks läuft Ende 2017 aus und muss dann durch eine neue ersetzt werden.
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  • Der Kalendermann zeigt mit seinem Stock auf das aktuelle Datum (hier 3. Januar 2012), das auf der Kalenderscheibe im dritten Ring verzeichnet ist. Im äußeren Ring stehen die Monatsnamen samt der Monatslänge, und im zweiten Ring befindet sich für jeden Tag abwechselnd je ein weißes oder rotes Quadrat.
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  • Im vierten Ring von außen sind die Tagesbuchstaben verzeichnet, mit deren Hilfe für jedes Datum der Wochentag bestimmt werden kann. Es folgen die Namen der Tagesheiligen und die Sonnenaufgangszeiten nach Ortszeit berechnet.
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  • Der Zeiger, der von der Mitte kommt, weist auf die Goldene Zahl (1 bis 19, nach 19 Jahren fallen alle Mondphasen auf das gleiche Datum) für das aktuelle Jahr. Es folgen die Ringe mit den Sonntagsbuchstaben, mit dem Sonnenumlauf, mit der Römer-Zinszahl (als Deutschland noch Heiliges Römisches Reich Deutscher Nation war).
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  • Im Jahre 1642 - also während des Dreißigjährigen Krieges - wurde die Uhr erweitert. Hinzu kamen das Glockenspiel, der Apostelumgang sowie das kunstvolle Renaissancegehäuse.
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  • 1943 war die astronomische Uhr zum Schutz vor Bombenangriffen eingemauert und erst 1951 wieder freigelegt worden.
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  • Das Zentrum der Kalenderscheibe bildet eine Tag-und-Nacht-Uhr. Zwei Hände zeigen, wie lang der Tag und die Nacht jeweils sind. Dabei ist folgender Spruch zu lesen: "Allhier sieht man zu aller Frist, wie lang der Tag von Stunde ist. - Allhier wird dir auch fürgebracht, wie lang von Stunde ist die Nacht." Beide Zahlen ergänzen sich wie erwartet zu 24 Stunden.
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  • Einer der "Weltweisen" mit dem Hinweis "O, Mensch, bedenk' das Ende..."
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  • Die inneren Ringe zeigen dem Betrachter, wieviel Wochen und Tage zwischen dem 1. Weihnachtstag und dem Beginn der Fastenzeit am Aschermittwoch liegen - Beispiel 8 W(ochen); 2 T(age), sowie die Ostertermine für jedes Jahr.
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  • Die neue Beschriftung der Kalenderscheibe (Sperrholz, 2 m Durchmesser, 5 mm dick) befindet sich bereits in einer Kapelle der Marienkirche.
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  • Das handgeschmiedete Renaissancegitter aus der Zeit um 1643, heute in einem Seitenschiff von St. Marien, war ursprünglich zum Schutz der Kalenderscheibe an der astronomischen Uhr bestimmt.
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  • Eine Besonderheit des handgeschmiedeten Renaissancegitters sind die verschiedenartigen Knoten im Gitterwerk. Ihre Bedeutung muss noch erkundet werden.
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