Holger Niederhausen: Der Fiskalpakt – Selbstmord Europas durch Strangulierung

Holger Niederhausen: Der Fiskalpakt – Selbstmord Europas durch Strangulierung

Inhalt

Einleitung
Ökonomischer Wahnsinn
Die Perversion des Sozialen
Völlige Auslöschung der Demokratie
Der ESM-Vertrag
Gigantische Zahlen
Zeitleiste einer Katastrophe
Ausblick

Einleitung

Man kann es in einem Satz sagen:

Erst haben die EU-Staaten in der Finanzkrise 1.600 Milliarden Euro ausgegeben, um die Banken zu retten – nun werden sie von Banken und anderen Spekulanten wegen der „hohen Staatsverschuldung“ in die Krise spekuliert und zwingen sich selbst zu harten Sparmaßnahmen, diesmal natürlich zu Lasten der „unteren 90 Prozent“.
An dieser Stelle muss betont werden: Noch weiß kaum ein Bruchteil der Menschen, was es mit dem „Fiskalpakt“ eigentlich auf sich hat – und doch wird er ganz Europa in wenigen Jahren in Not und Elend treiben.

Das aber ist das Ungeheuerliche: Dass die Gesellschaften der einzelnen europäischen Länder eigentlich in allgemeinem Wohlstand leben könnten, wenn dieser real existierende Wohlstand gerecht verteilt wäre; dass aber die reichen Banken und Spekulanten erst sich selbst in die Krise stürzten (indem sie sich in ihrer Gier verspekulierten), dann von den Regierungen bzw. der Allgemeinheit gerettet wurden – und nun mit der daraus resultierenden Überschuldung und Not der Staaten wiederum Geschäfte machen!

Und die Regierungen lassen es zu, dass Spekulanten ganze Staaten ins Elend spekulieren können, um selbst leistungslose Einkommen zu erzielen! Und während die Staaten hörig erdulden, was „die Märkte sagen“, bestrafen sie sich gegenseitig, indem sie sich härteste, vollkommen unrealistische „Sparmaßnahmen“ auferlegen.
Das ist, wie wenn ein unglaublich reicher Raubmörder bei einem seiner vielen Raubzüge endlich einmal gestürzt wäre; die Gemeinschaft jedoch hilft ihm unter Aufbietung all ihres eigenen Vermögens! Der Raubmörder aber fährt fort, sein finsteres Werk zu vollziehen und die Gemeinschaft zu berauben! Und diese beginnt nun freiwillig, sich alles zu versagen und sich mit Gewalt ins Elend zu sparen (wobei die am stärksten beraubten Mitglieder der Gemeinschaft sogar am härtesten bestraft werden), anstatt das Drama zu durchschauen und zu beenden...!

Völlig widersinnig kann Merkel heute öffentlich ungefährdet sagen, die Krise könne nur überwunden werden, wenn an der Wurzel angesetzt werde – nämlich an der massiven Verschuldung (Spiegel, 14.6.2012 o). Die Verschuldung ist aber gerade nicht die Wurzel, sondern ein Resultat, ein Symptom! Die Wurzel sind die Ursachen der Verschuldung, was sonst? Und diese Wurzel wird gerade nicht angegangen, sondern man wird nun das Symptom bekämpfen – mit irrsinnigen Gewaltkuren, die den Patienten umbringen werden...

In meinem umfassenden zweibändigen Werk „Zeit der Entscheidung“ (=>http://www.holger-niederhausen.de/index.php?id=735 ) habe ich diese ganze ungeheuerliche Entwicklung mit all ihren Hintergründen in Band I akribisch dokumentiert und nachgezeichnet. Meine Aufzeichnungen reichen bis zur Drucklegung Ende Oktober 2011 und umfassen also den Euro-Plus-Pakt, die griechische Tragödie, die Anzeichen einer erneuten Bankenkrise, das Aufkommen der Occupy-Bewegung.

Der Fiskalpakt hatte sich mit dem Euro-Plus-Pakt schon angedeutet und ist nur der nächste Schritt in der „Logik“ der von aller Vernunft verlassenen Ereignisse bzw. führenden Politiker…
Weiter=>http://www.holger-niederhausen.de/index.php?id=798

[ Via attac-info vom 26.06.12]

Bürgerreporter:in:

Dietrich Stahlbaum aus Recklinghausen

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