Pflanzaktion „Korbinian-Apfel“ und Aktion „Rote Hand“ in Recklinghausen

Die drei Kooperationspartner - Amnesty International Gruppe 1200 Kreis Recklinghausen, Fachforum Nachhaltige Stadtentwicklung und eine Gruppe des Jugendrotkreuz-Kreisverbands Recklinghausen - mit des Gästen beim Pflanzen des Korbinian-Apfels. | Foto: Rolf Lüke
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  • Die drei Kooperationspartner - Amnesty International Gruppe 1200 Kreis Recklinghausen, Fachforum Nachhaltige Stadtentwicklung und eine Gruppe des Jugendrotkreuz-Kreisverbands Recklinghausen - mit des Gästen beim Pflanzen des Korbinian-Apfels.
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Das Fachforum Nachhaltige Stadtentwicklung der Lokalen Agenda 21 Recklinghausen, das sich u. a. mit dem Thema „Innerstädtisches Grün“ befasst, führt seit mehreren Jahren Pflanzaktionen im Stadtgebiet durch. Meist erfolgt dies zum Tag des Baumes, der am 25. April ist. Ebenso führt es mit anderen Institutionen Veranstaltungen und Projekte durch. Das größte Projekt ist der „Hain der Menschenrechte“, der am 22. Juni 2012 in der Maybacher Heide feierlich eingeweiht wurde. Die Amnesty International Gruppe 1200 Kreis Recklinghausen ist mit dem Fachforum der Initiator.

Dorothea Lüke (Mitarbeiterin der genannten Amnesty-Gruppe) regte an, den „Korbinian-Apfel“ zu pflanzen. Sie besorgte den Baum aus Weihenstephan. Ewald Zmarsly (Forumsprecher) schlug für die Pflanzaktion den 29. April, dem 68. Jahrestag der Befreiung des Konzentrationslagers Dachau, vor. Der Grund hierfür ist die Geschichte des Baumes und seines Züchters, Korbinian Aigner. Korbinian Aigner war katholischer Geistlicher und Pomologe. Während seiner Haft im KZ Dachau züchtete er vier Apfelsorten, die er KZ1 bis KZ 4 nannte. Die Sorte KZ 3 war am widerstandsfähigsten und wurde 1985 zum 100. Geburtstag von Korbinian Aigner als „Korbinian-Apfel“ benannt. Das Fachforum Nachhaltige Stadtentwicklung, die Gruppe 1200 Kreis Recklinghausen von Amnesty International und eine Gruppe des Jugendkreuz-Kreisverbands Recklinghausen pflanzten am 29. April den „Korbinian-Apfel“ in der Nähe des Hains der Menschenrechte. In der Nachbarschaft steht ein Bunker aus dem Zweiten Weltkrieg. Auf diese Weise wird einerseits an die Vergangenheit erinnert. Andererseits ist der Baum, insbesondere wenn er blüht und Früchte tragen wird, ein Zeichen der Hoffnung.

Neben dieser Bepflanzung führte eine Gruppe des Jugendrotkreuz-Kreisverbands unter Leitung von David Hardt die Aktion „Rote Hand“ durch. Hierbei handelt es sich um eine Aktion, die sich weltweit gegen den Einsatz von Kindersoldaten ausspricht. Ein großer Teil der zahlreichen Besucher beteiligten sich an dieser Aktion, in dem sie mit ihrer rechten Hand einen roten Abdruck machten sowie ihren Namen mit Wohnort und einem Spruch gegen den Krieg und Kindersoldaten schrieben.

Die in Recklinghausen lebende Künstlerin Jessica Burri (Sopran & Dulcimer) übernahm den künstlerischen Part der Veranstaltung. Sie trug das aus Litauen stammende Märchen „Frau Holles Apfelgarten“ mit Klang und Musik vor.

Die Gäste konnten sich mit Apfelsaft erfrischen, der von der heimischen Obstsaftkelterei Möller, die einer der drei Träger des Recklinghäuser Agendapreises 2012 ist.

[Text: Ewald Zmarsly]

Bürgerreporter:in:

Dietrich Stahlbaum aus Recklinghausen

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