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Ausstellung
Ferreira in Recklinghausen

In der Kunsthalle Recklinghausen ist derzeit Angela Ferreira zu sehen. Und zwar im Rahmen der diesjährigen Ruhrfestspiele. Ferreira wurde 1958 in Mosambik geboren, ist in  Südafrika aufgewachsen und lebt heute in Lissabon. Sie untersucht die Auswirkungen des Kolonialismus und Postkolonialismus auf dem afrikanischen Kontinent und anderswo. Die skulpturalen, akustischen und videographischen Arbeiten beziehen sich auf die wirtschaftliche, politische und kulturelle Geschichte des schwarzen Kontinents, aber auch auf die Werke von Persönlichkeiten wie Ingrid Jonker, Jimi Hendrix, Diego Rivera oder Miriam Makeba.

Das Oeuvre stammt aus 3 Jahrzehnten und ist die erste Einzelausstellung der Künstlerin bei uns in Deutschland.

Das Wort Zeitenwende ist derzeit in aller Munde. Auf die Kunsthalle Recklinghausen trifft es auf jeden Fall zu.

Ferdinand Ullrich und Hans-Joachim Schwabe haben - als Vorgänger von Dr. Nico Anklam, dem derzeitigen Museumsdirektor - bodenständige Kunst gezeigt, die fest im Vest verankert war. Bei Anklam ist dies offensichtlich anders. Offenbar sind Internationalität und Weltoffenheit in Verbindung mit sozialen Fragen das neue Museumskonzept.

Doch es bleiben Fragen. Auf den ersten Blick mag Anklam fachlich die Idealbesetzung sein. Braucht  man aber einen Museumsdirektor, der bei Ausstellungseröffnungen Hosenröcke = Beinbekleidung für Frauen trägt und mißliebige Museumsbesucher hinauskomplimentiert (auch dann, wenn es sich dabei um Bürgerreporter handelt)?

Vor allem aber die Frage, ob mit solchen Ausstellungen die überregionale Bekanntheit erhöht wird und neue Besucher von auswärts erschlossen werden, wird noch diskutiert werden müssen. Wer in Düsseldorf, Duisburg oder Dinslaken nicht mitbekommt, was es in Recklinghausen, in der Kunsthalle zu sehen gibt, wird sich gar nicht erst auf den Weg an den Rand des Ruhrgebiets machen.

Auch die Museumspädagogik ist ausbaufähig. Dies wird bei Ferreiras Kunst unangenehm deutlich. Der zufällig Ausstellungsbesucher wird sehr deutlich alleingelassen. Gedrucktes Begleitmaterial fehlt genauso wie Wandbeschriftung, Audioguides oder helfendes weil erklärendes Museumspersonal, um nur einige Beispiele zu nennen.

Der Ausstellungsbesucher wird alleingelassen, die Ausstellung bleibt unverständlich.

Die Vorstellung, QR-Codes an den Wänden wären ein Zeichen von Modernität, ist irrig. Ausstellungsbesucher sind oft lebensälter und nur eingeschränkt willens, Hintergrundinformationen zur jeweils ausgestellten Kunst auf dem Smartphone nachzulesen.

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