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Beeindruckend langer Zug „von der Bleichestelle bis zum Rathaus“

  Protest zahlreicher Einsatzkräfte

Osterode (bj). Fast die Hälfte aller aktiven Einsatzkräfte im Landkreis Osterode beteiligte sich am Samstag, 16. Februar, an der vom Kreisfeuerwehrverband Osterode initiierten Demonstration.

Punkt zehn Uhr setzte sich der eindrucksvolle Demonstrationszug mit etwa 500 Feuerwehrleuten, Rettungsdienstkräften in zivil und einer ganzen Reihe von THW-Helfern auf der Bleichestelle in Gang. Angeführt von Kreisbrandmeister Frank Regelin, Ehrenkreisbrandmeister Heinz Gärtner und Regierungsbrandmeister Karl-Heinz Banse ging der Demonstrationszug vorbei am Rathaus, über die Eisensteins-und Marientorstraße zum Martin-Luther-Platz.
Hier informierte Kreisbrandmeister Frank Regelin, zugleich auch Vorsitzender Kreisfeuerwehrverbandes, über die aktuellen Geschehnisse der letzten Wochen – wurde doch dem Bürger über die heimische Presse der Eindruck vermittelt, nach dem Ausscheiden von Northeim aus dem Fusionsdebakel, seien die Forderungen des Kreisfeuerwehrverbandes Osterode mehr als berücksichtigt wurden. Dies, so Frank Regelin in seiner Ansprache auf dem Martin-Luther-Platz ist aber keinesfalls so.
So begannen zunächst die Fusionsverhandlungen ohne den fachlichen Rat der Feuerwehren. Nach dem Austausch der Kreisbrandmeister der Landkreise Göttingen, Northeim und Osterode wurde deren Position in einer Unterarbeitsgruppe vertreten. Noch bis heute hat der Osteroder Kreistag keine offizielle Antwort auf das vom Kreisfeuerwehrverband Osterode erarbeitete und im September 2012 übergebene Positionspapier erhalten.

Um auch künftig den hohen Standard im Feuerwehrwesen im Bereich des Landkreises Osterode für die Bürger erhalten zu können, so Regelin weiter, darf weder die bestehende Infrastruktur der Feuerwehren angetastet werden, noch sind Veränderungen der Kreisfeuerwehr oder Kreisfeuerwehrbereitschaft überhaupt verhandelbar.

Die FTZ in Katzenstein, so Regelin, hat drei Mitarbeiter, einer davon kann im Notfall zusätzlich die Feuerwehreinsatzleitstelle (FEL) besetzen. Technisch ist sie auf dem neuesten Stand und steht für die 38 Freiwilligen und zwei Werkfeuerwehren im Kreis bereit für Kreisausbildung, Schlauchpflege, Befüllen von Atemluft,usw.. Da am Standort Göttingen, so der Verbandsvorsitzende, der Bau einer „bunten oder kooperativen Leitstelle“ beschlossene Sache ist, fordert die Feuerwehr den Erhalt der FEL zumindesten als Redundanz. Es wird zudem aber auch gefordert, dass der 2009 mit dem Landkreis Goslar geschlossene Vertrag zum virtuellen Leitstellenverbund erfüllt wird. Gerade dieser Verbund, so Regelin, erfüllt drei

wichtige Kriterien:

1. mehr Sicherheit für den Bürger
2. Beibehaltung der Leitstelle in Osterode und Goslar vor Ort
3. Erhöhung der Wirtschaftlichkeit
Sollte tatsächlich die Großleitstelle in Göttingen kommen und die Leitstelle Osterode geschlossen, so kommen nicht unerhebliche Kosten auf die Städte und Gemeinden hinzu, denn es müssen dann zusätzliche Führungsfahrzeuge angeschafft werden um den Ablauf von Einsätzen zu gewährleisten.
Berichte in der örtlichen Presse, wonach die Feuerwehr mehr bekommt, als sie gefordert hat, so Regelin abschließend entbehren jeglicher sachlicher Grundlage. Und mit der Meldung Osterode bekommt den Sitz des künftigen Kreisbrandmeisters, versucht man nicht nur die Feuerwehrleute, sondern auch den Bürger strikt für dumm zu verkaufen – Der Kreisbrandmeister wird von den Wehren im Landkreis gewählt, bei einem Verhältnis von 38 Wehren im Kreis OHA und 109 Wehren in GÖ dürfte ja wohl klar sein, woher dieser kommt.
Eigentlich, so Regelin, liest sich die jetzt vorgelegte Verwaltungsvorlage-Entwurflage recht gut, doch muss die Aussage des Göttinger Landrates Reuter berücksichtigt werden, der verlauten lies, dass er keinesfalls eine zweite Leitstelle zulassen wird – dies könne man dem Streuerzahler nicht zumuten. Außerdem hätte es in den letzten 40 Jahre keinen Ausfall der Leitstelle gegeben!!

Fotos: Bernd Jackisch
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Winfried Kippenberg aus Bad Grund (Harz) | 18.02.2013 | 00:58  
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