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Aus für Diabetiker- Lebensmittel längst überfällig

Wann? 11.11.2009

Wo? Verbraucherzentrale, Rollberg, 37520 Osterode am Harz DEauf Karte anzeigen
Osterode am Harz: Verbraucherzentrale | Osterode (ein/kip) Die Verbraucherzenrale Osteode teilt mit: Noch sind sie zahlreich im Handel zu finden:
Diabetiker-Schokolade, -Dominosteine, -Vanille-Kipferl, Brotaufstriche,
Cappuccino und vieles mehr. Dabei weisen Wissenschaft und Fachgesellschaften
schon lange darauf hin, dass spezielle Diabetikerlebensmittel nicht mehr
erforderlich sind. Wichtiger sind nach Auffassung der Verbraucherzentrale
eine ausreichende Schulung von Diabetikern und eine angemessene Information
der Diabetiker über die Zusammensetzung von Lebensmitteln.

Für Diabetiker galt lange das Grundprinzip, Zucker in der Nahrung streng zu
kontrollieren oder durch Zuckeraustauschstoffe wie Fruktose zu ersetzen.
Dieser Grundsatz ist schon lange überholt. Zur Vorbeugung und Behandlung von
Diabetes mellitus gelten inzwischen im Prinzip die gleichen Empfehlungen für
eine gesunde Ernährung wie für die Allgemeinbevölkerung. Die speziellen
Diabetiker-Lebensmittel sind nicht mehr nötig. Im Gegenteil, bei Ersatz von
Zucker durch Fruktose ist bei höherem und längerem Konsum mit negativen
gesundheitlichen Folgen zu rechnen. Zum anderen enthalten viele der
angebotenen Diabetiker-Lebensmittel ungünstige Fette und sind echte
Dickmacher. Die Verbraucherzentrale begrüßt deshalb die geplante ersatzlose
Streichung der überholten Vorgaben für Diabetiker-Lebensmittel in der
Diätverordnung.
D. mellitus ist keinesfalls nur eine „Zuckerkrankheit“, er betrifft auch
Störungen des Protein- und insbesondere des Fettstoffwechsels. Häufig sind
deshalb mehrere Ernährungsmaßnahmen notwendig, wie z.B. die Reduktion der
Nahrungsmenge, die Steigerung des Verzehrs an Gemüse und Obst auf
mindestens fünf Portionen pro Tag sowie die Einschränkung der Aufnahme
gesättigter Fette und Trans-Fettsäuren. Mehr Vollkornprodukte und
Hülsenfrüchte sorgen für eine empfehlenswerte erhöhte Ballaststoffzufuhr.
Wie alle anderen Verbraucher würden deshalb auch Diabetiker von einer
erweiterten obligatorischen Nährwertkennzeichnung profitieren, über die
derzeit auf europäischer Ebene diskutiert wird. Neben leicht verständlichen
Angaben zu Brennwert, Eiweiß, Kohlenhydraten und Fetten werden weitere
Angaben wie z.B. zum Gesamtzucker, zur Fettsäurezusammensetzung, zu
Ballaststoffen und Salz gefordert. Das würde die Auswahl geeigneter Produkte
gerade auch für die große Zahl von Diabetikern erheblich erleichtern.
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