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Jagd- und Kutschengala auf Schloss Schleißheim

Wann? 04.09.2011 10:00 Uhr

Wo? Schloss Schleißheim, 85764 Oberschleißheim DEauf Karte anzeigen
(Foto: Quelle: BRFB und SvB)
Oberschleißheim: Schloss Schleißheim | Die Veranstaltung:

Historische Jagd- und Kutschengala

im Schlosspark von München/Oberschleißheim


Kurfürstliche Jagdgesellschaft und historische Kutschen vor barocker Kulisse

Schirmherr: SKH Luitpold Prinz von Bayern


Am 4. September 2011 laden der Bayerische Reit- und Fahrverband e.V. und der Schleppjagdverein von Bayern e.V. die Freunde des traditionellen Pferdesports zur Historischen Jagd- und Kutschengala in den barocken Schlosspark von Schleißheim. Aus Anlass des 850. Stadtgeburtstages von München wurde im Jubiläumsjahr 2008 erstmalig an die eleganten Epochen der ehemaligen kurfürstlichen und königlichen Residenz in dieser weitläufigen Gartenanlage erinnert. Auch heuer werden eine kurfürstliche Jagdgesellschaft und ein historischer Kutschencorso das Publikum in alte Zeiten entführen. Reiterinnen im Damensattel und historische bayerische Kavallerie ergänzen das Programm. Das Pferd wird zum Mittelpunkt dieses prächtigen Ensembles höfischer Architektur und Gartenbaukunst des 17. und 18. Jahrhunderts.

Die Vorführung einer hinter der Hundemeute gerittenen Jagd vermittelt den Zuschauern die anspruchsvolle sportliche Herausforderung einer Zeit, in der der Begriff Sport noch völlig unbekannt war. Besonders für die bayerischen Kurfürsten und ihre Hofgesellschaft war es Vergnügen und Fitnesstraining zugleich, in den ausgedehnten Wäldern um München dieser Passion zu huldigen.

Der historische Kutschencorso mit traditionellen Pferdegespannen erinnert an die Fahrkultur von Adel und Bürgertum in den Zeiten vor dem Siegeszug des Automobils. Die Kutschen und Karossen sind entweder restaurierte originale Fahrzeuge oder originalgetreu nachgebaut. Ebenso ist auch die Anspannung der Pferde originalgetreu. Es werden Kutschen präsentiert, wie sie für Reisen, Ausflüge und sportliche Vergnügungen verwendet wurden. Kutscher, Beifahrer und Fahrgäste sind in der Mode der Zeit gekleidet, in der die jeweiligen Kutschen im Gebrauch waren. Mit der Kommentierung der einzelnen Gespanne durch einen Fachmann erfährt der interessierte Zuschauer Einzelheiten über die vorgestellte „Oldtimer“. Zudem bewertet eine Kommission die historisch originalgetreue Gesamtdarstellung der einzelnen Kutschen sowie das fahrerische Können ihrer Lenker.

Ein stilvolles Intermezzo präsentiert der Verein „Reiten im Damensattel“, der sich das Ziel gesetzt hat, eine schon fast vergessene Reitkultur zu erhalten und weiter zu geben. Eine Demonstration am lebenden Objekt vermittelt grundlegende Kenntnisse zu dieser eleganten Reitweise: Konstruktion und Funktion eines Damensattels, der richtige und sichere Sitz in einem solchen Sattel sowie traditionelle Ausstattung und Etikette. Gerittene Schaubilder führen dem Publikum vor, wie sich in früheren Zeiten die vornehme Damenwelt zu Pferd zeigte.

Ein besonders farbenprächtiges historisches Schauprogramm erinnert bei der diesjährigen Jagd- und Kutschengala an die traditionsreiche Geschichte der bayerischen Kavallerie von 1700 bis 1900. „Unterm Rautenbanner für Kurfürst und König“ ist das Motto der originalgetreu uniformierten Grenadiers a cheval, Chevaulegers und Ulanen, die in dynamisch effektvollen Reitvorführungen zeigen, was Pferd und Reiter in früheren Jahrhunderten zu leisten fähig waren. Sie führen zurück in eine Zeit, als die Kavallerie-Regimenter die wesentlichen Träger der Reitkultur in Bayern waren.

An Glanz und Eleganz der kurfürstlichen Epochen der Schlossanlage erinnern die Barockgruppen „Freunde von Schleißheim“ und „Augspurger Barokoko“. Entsprechend der Mode von Barock und Rokoko gekleidet, flanieren die Damen und Herren im Schlosspark – ein sehr begehrtes Motiv für Fotografen.

Jagdhornbläser begleiten den Jagdverlauf mit den Signalen ihrer Parforcehörner. Zur Unterhaltung des Publikums spielen die Schleißheimer Schlosspfeifer auf.

Die gemeinsame Schlussaufstellung aller Akteure im Parkett des Schlossparks, an den Kaskaden und Fontänen der Wasserspiele, wird zum Höhepunkt der Veranstaltung. Das festliche Geschehen am Hof Max Emanuels lebt wieder auf.


Rahmenveranstaltung des Bayerischen Nationalmuseums:

Das Bayerische Nationalmuseum unterstützt das Programm der Historischen Jagd- und Kutschengala durch zwei Führungen von Dr. Gudrun Szczepanek in Schloss Lustheim:

Im Reich der Jagdgöttin Diana: Der Freskenzyklus in Schloss Lustheim

Die erste Führung beginnt um 11.30 Uhr.

Die zweite Führung beginnt um 15 Uhr.


Ansprechpartner:

Der Bayerische Reit- und Fahrverband (BRFV) und der Schleppjagdverein von Bayern (SvB)

veranstalten gemeinsam das:


Bürgerprojekt Historische Jagd- und Kutschengala


SvB - Ansprechpartner ist der Präsident und Master:

Toni Wiedemann
Pfarrer-Beck-Str. 5 in 86554 Pöttmes/Gundelsdorf, Tel. 08253-92 80 92, mobil 0172-9383 442
E-Mail: toni_wiedemann@gothaer.de
www.schleppjagd.de


BRFV - Ansprechpartner sind die Mitglieder des Vorstands:

Dieter Rügemer
Föhrenstr. 7 in 85598 Baldham, Tel. 08106-33 016, mobil 0172 8333 868;
E-Mail: dieter.ruegemer@t-online.de
www.brfv.de

Günter Ortner (verantwortlich für Kutschencorso)
Im Kirchwinkel 4 in 82362 Weilheim, Tel. 0881-69283, mobil 0170-2032 060
E-Mail: gortner@t-online.de
www.brfv.de und www.kutschenfahren.de


Der Veranstaltungsort:


Schlossanlage Schleißheim


Veranstaltungsort für die Historische Jagd- und Kutschengala ist das herrliche barocke Ensemble der Schlossanlage Schleißheim, bestehend aus Neuem Schloss, Schloss Lustheim und Altem Schloss. Die pferdesportlichen Attraktionen werden im Hofgarten präsentiert, einer weitläufigen Gartenanlage, die als Meisterleistung höfischer Gartenkunst des 17. und 18. Jahrhunderts gilt.

Das Neue Schloss, eine pompöse Residenz des Absolutismus, entstand im Auftrag des Kurfürsten Max Emanuel. Für den Entwurf zeichnen die berühmten Architekten Henrico Zuccalli und Joseph Effner verantwortlich. Besonders die künstlerisch überaus bedeutende Ausstattung der Säle und Prunkräume wurde von Joseph Effner gestaltet. Renommierte Künstler aus Italien, Frankreich und Bayern – wie die Freskanten Cosmas Damian Asam und Jacopo Amigoni sowie die Stukkateure Johann Baptist Zimmermann und Charles Dubut– wirkten bei der Innenausstattung zusammen. Das weiträumige Vestibül empfängt den Besucher. Eine zeremonielle Raumfolge führt über das barocke Prunktreppenhaus in die großen Säle im Obergeschoss – den Großen Saal und den Viktoriensaal – bis in die Große Galerie. Heute dient das Neue Schloss vor allem als Museum der Barockmalerei.

Schloss Lustheim, am östlichen Ende des Hofgartens, ließ Kurfürst Max Emanuel durch seinen Hofbaumeister Enrico Zuccalli errichten. Es diente dem Fürsten und seiner Hofgesellschaft als Jagd- und Gartenschloss. Heute ist in dem einstigen Gartenschloss kostbares Porzellan ausgestellt. Nicht nur für den Pferdefreund dürfte der aufwendig freskierte „Schöne Stall“ interessant sein. Er befindet sich im Nördlichen Pavillion von Lustheim und diente zur Unterbringung der kurfürstlichen Reitpferde.

Das Alte Schloss, einst eine fürstliche Eremitage des frommen Herzogs Wilhelm V., wurde vom Herzog und späteren Kurfürsten Maximilian errichtet. Das ursprüngliche Herrenhaus wurde nach den Plänen Heinrich Schöns des Älteren durch einen Schlossbau ersetzt. Heute dient es als Zweigmuseum des Bayerischen Nationalmuseums.

Mit dem Hofgarten, wie der Schleißheimer Schlosspark auch genannt wird, erreichte die barocke Gartenkunst einen Höhepunkt. Dominique Girard, der dem Kurfürsten Max Emanuel von Ludwig dem XIV. zur Verfügung gestellt wurde, verwirklichte im Stil seines weltberühmten Lehrmeisters Le Notre die Parkanlage nach den Vorbildern von Versailles. Mit den begrenzenden Kanälen und der ausgedehnten Boskettzone zwischen Lustheim und Neuem Schloss entstand ein streng geometrisches Gartenkonzept. Vor dem Neuen Schloss wurde ein prunkvolles Parterre mit vertieftem Mittelteil, Zierbeeten, Skulpturen und verschiedenen Wasserkünsten angelegt. Eine besonders hohe Kaskade dominiert eindrucksvoll den Parkettbereich. Neben dem Herrenhauser Park in Hannover gilt der Hofgarten von Schleißheim als einzige erhaltene Parkanlage des Absolutismus in Deutschland.

Weitere Informationen bietet die Bayerische Verwaltung der staatlichen Schlösser und Seen u.a. auf ihrer Homepage www.schloesser-bayern.de


Anfahrt:

Die Schlossanlagen in Oberschleißheim sind leicht erreichbar - mit der S-Bahn (S 1) oder mit dem Auto:

A 9 Ausfahrt Garching Süd, dann B 471 Richtung Dachau

A 92 Ausfahrt Oberschleißheim, dann Richtung Garching

A 99 Ausfahrt Neuherberg, dann Richtung Pfaffenhofen bis zur B 471 und weiter Richtung Dachau


Die Anfahrt zu den Parkplätzen im Schlossbereich ist beschildert.


Zeitplan:

Die Präsentationen von Jagd- und Kutschengala im Schlosspark beginnen gegen 10 Uhr mit der sogenannten Gespannkontrolle vor Schloss Lustheim, das am östlichen Ende die Parkanlage begrenzt Dabei fahren die historischen Equipagen einzeln vor, werden vorgestellt und von einem Richter-Gremium nach internationalem Richter hinsichtlich ihrer historischen Authentizität beurteilt. Im Verlauf der nächsten Stunde, also zwischen 10 und 11 Uhr treffen sich Gespannfahrer, Teilnehmer der Jagdgesellschaft, Reiter der historischen Kavallerie, Reiterinnen der Damensattelequipe und Barockgruppen auf der Rasenanlage um Schloss Lustheim zu einer farbenfrohen Picknickgesellschaft.

Ab 11 Uhr 30 zeigt die historische Kavallerie ihr Schauprogramm im englischen Teil des Parks. Dieses Areal ist über die auf Höhe der großen Fontaine liegende Brücke des südlichen Kanals zu erreichen. Originalgetreu uniformierte Grenadiers à cheval, Chevaulegers und Ulanen führen dynamisch effektvolle Reiterübungen vor, die von den bayerischen Kavalleristen in früheren Jahrhunderten verlangt wurden.

Von etwa 12 bis 17 Uhr konzentriert sich das Geschehen vor der Gartenfront des Neuen Schlosses. Zuerst sind die Reiterinnen im Damensattel dran und präsentieren sich auf einem Rasenviereck vor dem Südflügel des Schlosses. Der Kutschencorso kommt vom Schloss Lustheim, fährt an der Gartenterrasse vor und nimmt im Parterre Aufstellung. Die einzelnen Gespanne werden dem Publikum fachkundig vorgestellt. Ein Fachmann kommentiert die einzelnen Gespanne. Der interessierte Besucher erfährt Einzelheiten über die vorgestellten „Oldtimer“, den Typ und die Bauweise der Kutschen sowie ihre frühere Verwendung

Die Jagdgesellschaft reitet gegen 14 Uhr in den Park, begleitet von der schneidigen Marschmusik der Schleißheimer Schlosspfeifer. Anschließend ertönen die Signale der Jagdhörner und in den Allen des Schlossparks erleben die Zuschauer den rasanten Verlauf historischer Reitjagden hinter der Hundemeute. Ein etwa zweistündiges Programm mit den spektakulären Schauschleppen wird absolviert.

Die gemeinsame Schlussaufstellung aller Teilnehmer an der Gartenterrasse des Neuen Schlosses ist zwischen 16 Uhr und 16 Uhr 30 geplant.

Zum Abschluss des Tagesprogramms werden noch die Hunde mit dem Curée für ihre Arbeit belohnt, bevor sich dann ab 17 Uhr Zuschauer, aktive Reiter, Fahrer und Mitfahrer, Barockgruppen sowie Helfer- und Organisationsteams im Biergarten zu Umtrunk und Brotzeit treffen.


Eintrittspreis:

Der Eintritt ist frei.

Besucher, denen die Veranstaltung gefallen hat, werden um eine Spende für die Hundemeute gebeten.


Wichtige Hinweise an die Besucher zur Vermeidung von Unfällen:

Die Absperrungen dienen zur Sicherheit der Besucher. Die Anweisungen des Ordnungspersonals sind daher unbedingt zu befolgen. Von den Pferden ist genügend Abstand zu halten. Dies gilt im besonderen Maße bei den Vorführungen der Jagdgesellschaft und dabei ganz besonders im Auslaufbereich der Schauschleppen. Vor allem ist darauf zu achten, dass sich Kinder nicht in den Gefahrenzonen aufhalten.

Hundebesitzer müssen unbedingt die im Schlosspark geltende Vorschrift einhalten, ihre Hunde immer an der Leine zu halten. Bei Vorführungen der Jagd-Meute muss mit den Hunden der Besucher ohne Ausnahme ein großer Sicherheitsabstand zu den Hunden der Meute eingehalten werden. Die Besitzer der Hunde müssen unbedingt dafür Sorge tragen, dass sich – vor allem große – Tiere nicht von der Leine befreien, bzw. selbständig machen können.

Text: Dieter Rügemer
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