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Handball-WM 2013: Berg- und Talfahrt der Deutschen Nationalmannschaft!

Handball Nationalmannschaft

5 Spiele in 7 Tagen - kann die Deutsche Handball Nationalmannschaft dieser Belastung stand halten? Nach einem gelungenen Auftaktspiel gegen Brasilien, welches in der zweiten Halbzeit zu einem Sch√ľtzenfest wurde, musste sich die deutsche Handballnationalmannschaft der aggressiven Spielweise der Tunesier geschlagen geben. Steht die DHB-Auswahl gegen Argentinien schon unter Zugzwang?

Am Samstag, den 12. Januar 2013, startete die Deutsche Handballnationalmannschaft in die Handball WM in Spanien. In der Palau d'Esports Sporthalle in Granollers traf die DHB-Auswahl bei ihrem ersten Spiel auf Brasilien. Die Partie wurde live von der ARD √ľbertragen. Den Zuschauern bot sich ein Auf und Ab. In den ersten zehn Minuten war das Deutsche Spiel katastrophal. Die Unsicherheit war klar zu sp√ľren und es blieben viele klare Torchancen ungenutzt. Der Abwehr gelang es immer wieder, gute Blocks zu stellen, aber die Brasilianer kamen dennoch zum Torabschluss. Die Unkonzentriertheit und Unsicherheit spiegelte sich auch im Zwischenstand wieder. So stand es in Minute 24 immer noch 9:9. Der einzige deutsche Spieler, der bis zu diesem Zeitpunkt gl√§nzte, war Torwart Silvio Heinevetter durch seine zehn Paraden. Durch die offensive Abwehr der Brasilianer tat sich die DHB-Auswahl schwer. Es gelang ihnen aber, mit 12:10 in die Halbzeit zu gehen.

Aufwärtstrend in der zweiten Halbzeit erkennbar

Nach der Halbzeitpause kommt die deutsche Nationalmannschaft viel wacher und konzentrierter in die Partie. Drei Treffer in Folge leiten den Aufw√§rtstrend ein. Deutschland pr√§sentiert sich in den Anfangsminuten der Zweiten Halbzeit wie ausgewechselt. In der 37. Minute liegt Deutschland mit vier Toren vorne. Bereits in der 44. Minute f√§llt die Anspannung und Martin Heuberger kann durchwechseln und somit Kr√§fte sparen. Er gibt jetzt den Youngstern die Chance, sich zu beweisen und diese nutzen sie auch. Die Deutschen liegen in der 58. Minute mit zehn Toren vorne und gewinnen ihr Auftaktspiel mit 33:23 gegen Brasilien. Nach einer durchwachsenen ersten Halbzeit pr√§sentiert sich die DHB-Auswahl in der zweiten H√§lfte viel konstanter und konzentrierter. Die letzten f√ľnf Minuten waren ein Augenschmaus f√ľr Handballfans. Alles in allem war es ein tolles Auftaktspiel. Es darf aber nicht vergessen werden, dass der Gegner Brasilien hie√ü. Die harten Gegner, wie beispielsweise Frankreich, kommen erst noch. Die Mannschaft ist breit aufgestellt und es konnten sich alle au√üer Oliver Roggisch (Abwehrchef) in die Torsch√ľtzenliste eintragen. Bester Werfer mit sieben Toren war Steffen Weinhold - und das bei seinem WM-Deb√ľt.

Ein hartumkämpftes Spiel gegen Tunesien

Schon einen Tag sp√§ter musste die DHB-Auswahl wieder ran. Der zweite Gegner hie√ü Tunesien. Dass dies keine leichte Aufgabe wird, war bekannt. Die Tunesier zeichnen sich durch einen extrem harten Spielstil aus und provozieren viele Zwei-Minuten-Strafen. So war es nicht verwunderlich, dass bereits in der ersten Minute eine Zeitstrafe wegen ‚ÄúSchlag ins Gesicht‚ÄĚ gegen Tunesien ausgesprochen wurde. Das Deutsche Team pr√§sentiert sich in den Anfangsminuten viel konzentrierter als gegen Brasilien. In der vierten Minute gelingt Dominik Klein sein 300. Treffer f√ľr die Nationalmannschaft. Aber auch Torwart Silvio Heinevetter gl√§nzt mit einer 50% Quote nach acht Minuten. Dennoch l√§sst die DHB-Auswahl wieder klare Torchancen liegen und es schleichen sich einige technische Fehler ein. So kann Tunesien den Vorsprung ausbauen. Durch einen 3:0-Lauf der Deutschen in der 23 Minute schaffen sie es, an Tunesien dran zu bleiben. Bis zur Halbzeit ist es ein hart umk√§mpftes Spiel und die Deutschen k√§mpfen sich auf einen 13:13 Zwischenstand heran.

Viele Zeitstrafen hindern Spielfluss

Die zweite Halbzeit beginnt leider wieder mit einigen technischen Fehlern und Ballverlusten der Deutschen. Sie kommen wieder einmal nicht gut ins Spiel. Zudem gibt es wieder einige Zwei-Minuten-Strafen. So auch eine doppelte Unterzahl der Tunesier in der 43. Minute, die die Deutschen allerdings nicht nutzen. Sie lie√üen sich provozieren und erhalten selbst eine Zeitstrafe. Der Vorteil schl√§gt sich so in einen Nachteil um. Die DHB-Auswahl nutzt ihre Chancen nicht. In der 49. Minute nimmt Heuberger einen Torwartwechsel vor und bringt Lichtlein f√ľr Heinevetter. Dieser kommt gut ins Spiel und kann durch einige wichtige Paraden gl√§nzen. Da dem Angriff aber der Torabschluss nicht gelingt, liegen die Deutschen 90 Sekunden vor Ende der Partie mit zwei Toren zur√ľck. Dieser R√ľckstand kann nicht mehr ausgeglichen werden und so kommt es zur ersten Niederlage im Turnier. Mit einem Endstand von 23:25 verliert die Deutsche Nationalmannschaft gegen Tunesien. Das zweite Spiel war ein hart umk√§mpftes und auf Augenh√∂he stattfindendes Duell. Der deutschen Nationalmannschaft gelang es nicht, den R√ľckraum der Tunesier in den Griff zu bekommen. Nach lediglich einem Tag Pause erwartet die Deutschen am Dienstag, den 15. Januar 2013 bereits der n√§chste Gegner. Das Spiel gegen Argentinien wird von der ARD wieder live √ľbertragen. Der Bundestrainer Martin Heuberger versprach sogar einen Sieg gegen Argentinien. War dies nach den durchwachsenen ersten beiden Spielen zu voreilig?
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