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Was tut man gegen Zecken?

Was tun, um einen Zeckenbiss zu vermeiden? Die kleinen Biester greifen immer dann an, wenn wir die Natur genießen. (Foto: Dr_relling/flickr (CC BY 2.0))
 
Die Zecken warten in ihren Verstecken auf Säugetiere, die sie mitnehmen - dann beißen sie zu. (Foto: John Tann/flickr (CC BY 2.0))

Sommer, Sonne, Garten! Die schöne Zeit des Jahres steht bald wieder bevor, auch wenn das Wetter das gerade nicht wirklich vermuten lässt. Sobald die Temperaturen aber wieder etwas angenehmer werden und die Sonne rauskommt, sind wir auch schon draußen im Garten. Besser gesagt: Nicht nur im Garten, auch in Wäldern und Wiesen unterwegs. Doch wenn die Natur erblüht und wir es uns mit ihr gut gehen lassen, übersehen wir oft ein kleines, hartnäckiges Problem: Zecken. Doch was tut man gegen die kleinen Plagegeister?

Damals wollte man sich als Kind im Sommer so wenig wie möglich im Haus aufhalten. Es zog einen regelrecht nach draußen. Also tobte man im nächstbesten Waldstück herum oder machte es sich im Garten bequem. Wenn ersteres der Fall war, bekam ich von meinen Eltern immer gesagt, dass ich eine Kappe tragen sollte. Immerhin bestünde die Gefahr, dass Zecken von den Bäumen fallen und sich unbemerkt an mir „festsaugen“. Das ist aber ein weit verbreiteter Irrglaube: Zecken befinden zum Großteil in Gräsern, Büschen und Sträuchern. Deswegen bringen auch immer wieder Katzen und Hunde die kleinen Biester mit nach Hause. In ihren Verstecken warten die Zecken, bis ein Säugetier vorbeikommt, das sie unfreiwillig mitnimmt.

Die kleinen Blutsauger sind wahre Krankheitstransporte

Die Blutsauger sind gerade deswegen so gefährlich, weil sie lebensbedrohliche Hirnhaut- und Gehirnentzündungen (Frühsommer-Meningoenzephalitis; FSME) auslösen, wie das Reader’s Digest in seiner Ausgabe von Juni 2009 berichtet. Doch nicht nur das: Zecken können auch Borreliose übertragen. Symptome hierfür sind Muskel- und Gelenkschmerzen und Fieber. Was viele oft für eine normale Sommergrippe halten, kann also auch ein ernster Hinweis auf eine Erkrankung sein – daher sollten Sie sich, wenn sie in der Natur unterwegs waren, unbedingt aufmerksam abtasten. In meinem Umfeld gab es bereits den Fall, dass sich eine Zecke in der Kniekehle festgesaugt hatte und dort – aufgrund der für die Zecke günstigen Stelle – viel zu spät entdeckt wurde. Die Folge war in diesem Fall tatsächlich eine schwere Borreliose-Erkrankung, die auf der Intensivstation endete. Zum Glück kann Borreliose mit Antibiotika behandelt werden.

Immer sorgfältig untersuchen

Wie gesagt ist es sehr wichtig, dass Sie sich nach Aufenthalt in der Natur gründlich abchecken. Wenn Ihnen die Zeit dazu fehlt, können Sie es auch einfach abends machen, wenn Sie die Kleidung wechseln. Sollten Sie eine Zecke entdecken, ist folgendes laut Reader’s Digest zu empfehlen: „Entfernen Sie die Zecke mit einer Pinzette, sodass ihre Mundwerkzeuge direkt über der Haut erfasst werden und sie aus der Stichwunde gehebelt wird. Wichtig ist, dass Sie ihren Leib dabei nicht quetschen.“ Wer auf Nummer sicher gehen möchte, kann sich beim Hausarzt auch gegen Zicken impfen lassen. In Apotheken gibt es auch spezielle Mittel, mit denen man sich einreiben kann. Das Abtasten (Haare, Körper, Kleidung) nach Spaziergängen & Wanderungen sollten Sie trotzdem nicht vergessen.
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