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Nokia Lumia 900: Was kann das Smartphone und wieso will es trotzdem niemand?

Das neue Nokia Lumia 900 sollte dem finnischen Konzern wieder in den Olymp der Mobiltelefonhersteller katapultieren. Doch trotz erstklassiger Technik bricht der Absatz in den USA zusammen. Wieso floppt der eigentliche Hoffnungsträger Nokias dermaßen?

Die Antwort auf diese Frage heißt Windows 8. Microsoft befördert mit der Ankündigung des Windows Phone 8 für Oktober das neue Nokia-Flagschiff ins Auslaufmodell-Aus. Das Lumia 900 läuft mit dem Betriebssystem Windows 7. Das momentane Update heißt 7.5 – allerdings ist spätestens bei Update 7.8 Schluss. Besitzer der Smartphone-Generation, die auf Windows 7 operiert, werden nicht auf Windows 8 aktualisieren können. Das erklärt, wieso der Markt auf die neuen Modelle im Herbst wartet und kaum jemand eines mit einem bald veralteten Betriebssystem kauft. Nur um die 330.000 Stück des neuen Nokiamodells sollen in den USA verkauft worden sein. Damit würde der Marktanteil der finnischen Smartphones mit gerade einmal bei 0,3 Prozent liegen. Im Vergleich: Apple hat einen Anteil von über 30 Prozent und wird nur von Google Android übertroffen, dem wesentlich verbreiteteren Betriebssystem für Smartphones.

Einkauf
Das Nokia Lumia 900 verkauft
sich nicht gut. Bild: Wilhelmine Wulff
Was kann das Nokia Lumia 900?
Das Smartphone hat einen großen Touchscreen mit 4,3 Zoll und verfügt über Amoled-Technik, GPS-Navigation, aktuelles WLAN n, 16 Gigabyte interner Speicher und schnelle Empfangsraten in UMTS-Netzen von bis zu 21 Megabit pro Sekunde. Die 8-Megapixel-Kamera schießt akzeptable Fotos und der MP3-Player überzeugt durch natürlichen, satten Klang. Kostenlose Dienste wie Navigation, die App Bus & Bahn, einem eBook-Store und dem gratis Musikstreamingdienst Mix Radio machen Apps der Smartphoneriesen durchaus Konkurrenz. Zeit Online berichtet, dass das Lumia 900 in den USA sogar LTE unterstützt, dem Funknetz der vierten Generation das mobiles Surfen mit DSL-Tempo verspricht.

Nokia Lumia 900 – nur ein Ladenhüter?
Trotz milliardenschwerer Kooperation macht Microsoft Nokia das Leben schwer: Der ehemals weltgrößte finnische Handyhersteller wollte sich im Februar 2012 nicht länger auf seinen Lorbeeren ausruhen und ging einen Deal mit dem US-amerikanischen Bill Gates-Unternehmen ein. Nokia kehrte dem Betriebssystem Symbian den Rücken und operierte fortan auf Windows 7. Vorgängermodelle des Lumia 900 wie das Lumia 710 und Lumia 800 ließen zunächst vermuten, dass das der richtige Schritt war. Doch nun erscheint im Herbst Windows Phone 8 zusammen mit dem neuen Betriebssystem für Desktop- und Tabletrechner. Die neue Generation, die mehrere Prozessorkerne und eine höhere Auflösung unterstützen wird sowie das App-Angebot erweitern wird, degradiert Windows 7-Modelle wie das Nokia Lumia 900 trotz der Spitzentechnologie zum Ladenhüter und lässt den Marktanteil sogar unter den Wert aus Symbian-Zeiten schrumpfen. In den USA wurde der Preis des Smartphones bereits um die Hälfte gesenkt.

Einen ausführlichen Bericht finden Sie auf computerbase.de.

Offizieller Werbespot des Nokia Lumia 900:



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4 Kommentare
Andrej Vogel
Andrej Vogel | 17.07.2012 | 18:20  
Smith
Smith | 17.07.2012 | 19:00  
FunTom
FunTom | 23.07.2012 | 18:28  
lulu321212
lulu321212 | 25.07.2012 | 13:21  
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