Downtown Abbey: Das machen die Darsteller seit dem Finale

Für den Schöpfer Julian Fellowes leben die Charaktere noch weiter, obwohl "Downtown Abbey" schon vorbei ist. Aus einem Inerview geht hervor, was Lady Mary & Co nach dem Ende der britischen Serie erwartet hat.

Das Ende von „Downton Abbey“ liegt mittlerweile ein paar Wochen zurück, das Ende der 6. Staffel bedeutete gleichzeitig das Finale der UK-Serie. Auch wenn ein Serien-Comeback der Aristokraten-Familie vorerst ausgeschlossen scheint, heizen vor allem die Darsteller immer wieder Gerüchte über einen abschließenden Spielfilm an. Drehbuchautor Julian Fellowes scheint sich noch lange nicht von seinen Charakteren verabschiedet zu haben, die er 2010 das erste Mal den britischen Serienfans vorstellte. Im Interview mit der US-Seite „Deadline Hollywood“ verriet er Fragmente über die Zukunft einzelner Charaktere.

Noch immer in Downtown Abbey

„Vor allem Edith hatte ein Happy End verdient“, gibt Fellowes zu, der seiner vom Unglück verfolgten Figur im Weihnachts-Special endlich eine schöne Wendung in der Geschichte gönnte. Vor allem wollte er, dass Edith am Ende ihre ältere Schwester mit ihrem Rang überholte. Während Mary eine Lady blieb, wurde Edith durch ihre Hochzeit zur Marquise von Hexham. Trotzdem müsse man kein Mitleid mit der ältesten Crawley-Tochter haben. Wenn Fellowes in die Zukunft von „Downton Abbey“ blickt, ist er davon überzeugt, dass sie eine „harte Arbeiterin“ geworden sei. „Sie würde wahrscheinlich das Haus in den 1960ern der Öffentlichkeit zur Verfügung stellen, was viele von ihnen getan haben, und sie hätte sich in einen Flügel zurückgezogen und das ganze Haus womöglich nur im Winter bewohnt.“

Fans un Touristen kommen auf ihre Kosten

Große Anwesen wie das der Crawleys in „Downton Abbey“, konnte dadurch von interessierten Bürgern und Touristen besucht werden – natürlich nur gegen ein Eintrittgeld, das die Besitzer oft dazu verwendet haben, um Arbeiten am Haus zu erledigen oder Mitarbeiter zu bezahlen. Doch die kommenden, schrecklichen Jahre, die wir in „Downton Abbey“ nie erlebt haben, würden auch nicht spurlos an unseren Charakteren und ihren Familien vorbeiziehen. Über Marys erstgeborenen Sohn sagt Fellowes: „George wäre in den Zweiten Weltkrieg gezogen und natürlich ist da die Angst, dass er getötet werden würde.“ Hier scheint sich der Autor noch nicht für ein Schicksal von Marys und Matthews Sohn entschieden zu haben, aber er hofft, dass George den Krieg überlebt und eigene Kinder bekommen hätte.

Reise in die Zukunft

„George wurde 1921 geboren, was ihn neun Jahre jünger als meinen eigenen Vater macht und er starb 1999. Wenn er so alt geworden wäre, wie mein Vater, wäre er 2008 gestorben, was uns in das moderne Zeitalter geholt hätte“, so Fellowes. Über Marys zweites Kind hat der Brite im Interview nichts verraten. Aber es klingt ganz danach, als hätte er noch ausreichend Stoff und Ideen für weitere Staffeln oder Spielfilme. „Downton Abbey“-Fans dürfen zumindest erleichtert aufatmen, denn so ganz scheint der 67-Jährige mit seinen Charakteren noch nicht abgeschlossen zu haben.

Bürgerreporter:in:

Franziska Müller aus Hamburg

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