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Auflösung des Rätsels 'Straßenbahn und Deko-Hahn'

Das komplette Bild (Touristenwerbung).
 
San Francisco, CA 1906 beim großen Erdbeben.
Statt eines Geschichtsrätsels gab es diesmal geographisch-geologische Aufgaben zu lösen. Sie kamen mir als Fortsetzung in den Sinn als ich das Geschichtsrätsel formulierte.

Diesmal war über das Bild einer Straßenbahn eine Stadt zu erraten, in der im ersten Jahrzehnt des vorigen Jahrhunderts ein Großereignis stattfand. Anhand der Zielangabe der Straßenbahn, "Fisherman's Wharf", konnte man leicht feststellen, dass es sich bei der Stadt um San Francisco handeln muss. San Francisco wurde im Jahre 1906 durch ein schweres Erdbeben weitgehend zerstört - das ist vielen Menschen bekannt und wird sicher auch bei Wiki in dem Artikel über diese kalifornische Stadt erwähnt.

Anschließend war die Frage zu klären, was San Francisco "im Grunde" (kleiner Hinweis auf den Untergrund!) mit Rollies bereits aus dem vorigen Rätsel bekannten Standort Banning, CA verbindet. Diese Verbindung war ursächlich für das große Erdbeben von 1906.

In Internet-Artikeln sowohl über San Francisco, CA als auch über Banning, CA wird man finden, dass beide Städte durch die San-Andreas-Verwerfung (englisch: San Andreas Fault) berührt werden. Sie bildet die Grenze zwischen zweien der tektonischen Platten, in die sich unsere Erdkruste aufteilt. Östlich der San-Andreas-Verwerfung liegt die Nordamerikanische Platte (s. a. Bildhinweis im Rätsel: 'North American Plate') und westlich davon erstreckt sich die Pazifische Platte ('Pacific Plate'). Beide Platten sind ständig in Bewegung. Sie verschieben sich beide in nordwestlicher Richtung, wobei die Pazifische Platte jedoch schneller ist, so dass der Eindruck entsteht, die Nordamerikanische Platte verschöbe sich, relativ gesehen, nach Südosten. Die relative Verschiebung beträgt bis zu 5 cm im Jahr. Wie die Formulierung 'bis zu' bereits andeutet, kommt es auch manchmal zu Verzögerungen, weil sich die Platten im Untergrund ineinander verhaken. Dadurch werden dann Spannungen aufgebaut, die sich entladen, wenn die Hemmnisse schließlich überwunden werden. Diese Entladungen erschüttern die Landstriche beiderseits der Plattengrenze: Es kommt zu Erdbeben, die umso stärker ausfallen, je mehr Spannung sich vorher aufgebaut hatte. Eigentlich schon seit Jahrzehnten erwartet man für Kalifornien ein Großbeben, das möglicherweise stärker ausfallen soll als das von 1906 in San Francisco.

Die San-Andreas-Verwerfung, deren Verlauf genau bekannt ist, die aber nicht überall in der Landschaft als Erdspalte sichtbar wird, ist heute in manchen Abschnitten mit Pfählen markiert. Andere Abschnitte sind tatsächlich als mehr oder weniger große Spalten erkennbar und manche Spalten sind mit Wasser gefüllt, so dass sich an den Stellen Seen befinden.

Neben wenigen Bildern und einer Verlaufsdarstellung der San Andreas Fault, gebe ich auch einen Link zu einem Kurzvideo der britischen geologischen Gesellschaft bei, das die Sachlage zwar knapp aber gut darstellt. Das Video selbst startet nach dem Anklicken des Pfeils; es lässt sich auch auf Bildschirmgröße vergrößern.

Link:


https://www.geolsoc.org.uk/Plate-Tectonics/Chap3-P...

Die richtigen Lösungen fanden diesmal:

Wolfgang Wirtz (wieder mal als Erster),

Eberhard und Andrea Weber,

Barbara Steffens

und auch Susanne Bartelsmeier übersandte eine richtige Lösung.


Vielen Dank allen fürs Mitmachen, Klicken und Kommentieren. Den Erfolgreichen einen herzlichen Glückwunsch!
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9 Kommentare
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Ingeborg Behne aus Barsinghausen | 10.02.2017 | 08:57  
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Peter Perrey aus Neustadt am Rübenberge | 10.02.2017 | 09:42  
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Peter Perrey aus Neustadt am Rübenberge | 10.02.2017 | 11:34  
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Peter Perrey aus Neustadt am Rübenberge | 11.02.2017 | 16:33  
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Peter Perrey aus Neustadt am Rübenberge | 11.02.2017 | 18:04  
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gdh portal aus Brunnen | 17.02.2017 | 12:27  
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Peter Perrey aus Neustadt am Rübenberge | 17.02.2017 | 13:11  
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Hans-Rudolf König aus Marburg | 22.02.2017 | 18:32  
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Peter Perrey aus Neustadt am Rübenberge | 22.02.2017 | 18:48  
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