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Die Hochzeit der Tigernacktschnecke - ein Glück für die Hobbygärtner !

Die Hochzeit der Tigernacktschnecke - ein Glück für die Hobbygärtner !
 
Die Hochzeit der Tigernacktschnecke - ein Glück für die Hobbygärtner !
 
Die Hochzeit der Tigernacktschnecke - ein Glück für die Hobbygärtner !
Nebra (Unstrut): Manni57 | Der Tigerschnegel, auch Großer Schnegel, Große Egelschnecke oder Tigernacktschnecke genannt, ist eine 10 bis 20 Zentimeter lange Nacktschnecke aus der Familie der Schnegel.
Sie ist in Europa weit verbreitet und inzwischen fast weltweit in die gemäßigten Breiten verschleppt worden.

Nützling Tigerschnegel
Gartenbesitzer können sich glücklich schätzen, wenn solch ein eifriger Helfer wie die Tigerschnecke den Garten aufsucht, da diese Schnegel zu den Nützlingen im Garten zählen.

Denn was viele Hobbygärtner nicht wissen, - Schnecken sind der Gesundheitsdienst im Garten. Dadurch, dass sie auch verwesende Pflanzenteile und tote Tiere fressen, Pflanzenreste zersetzen und bei der Humusbildung helfen, sind sie ein nützlicher Bestandteil des ökologischen und biologischen Lebensraums.

Der eingenistete Tigerschnegel stellt eine Bereicherung der Tierwelt unserer Gärten dar und Gartenbesitzer brauchen sich wegen ihm kaum Sorgen um die schönen Blumen im Garten zu machen. Zudem die Größe der Population der Tigerschnegel bei uns auch leider nur gering ist und so wird von ihm auch keine Gefahr ausgehen.

Betrachter des Großen Schnegels werden wahrscheinlich hin und her gerissen sein, zwischen Faszination und ein wenig Ekel, aber bedeutend ist eher die Tatsache, dass der Tigerschnegel sich nicht an lebende Pflanzen vergreift, er richtet also keine Fraßschäden an, sondern frisst vor allem die Eier von Nacktschnecken und greift diese auch an.


Er weist im Bereich des Mantelschilds auf hellgelbem, hellbraunem oder hellgrauem Grund ein unregelmäßiges Muster meist etwas länglicher Flecken auf. Auf dem Körper sind bei gleicher Grundfarbe die Flecken stärker gelängt und oft in Reihen angeordnet.


Der Tigerschnegel ist wie alle Schnegel ein Zwitter; jedes Tier verfügt somit jeweils über einen männlichen und weiblichen Genitaltrakt.

Die Tiere sind strikt nachtaktiv und verstecken sich tagsüber. Sie ernähren sich von Pilzen, welken und abgestorbenen, selten auch frischen Pflanzenteilen sowie von Aas und räuberisch von anderen Nacktschnecken. Der Tigerschnegel kann dabei Exemplare überwältigen, die ebenso groß sind wie er selbst.

Dank an meinen Nachbarn der dieses "Schauspiel" beobachtet hat und mich auf Idee gebracht hat und mir die Bilder genehmigt hat !

Tigerschnegel sind nach etwa 1½ bis 1¾ Jahren geschlechtsreif. Die Kopulation beginnt damit, dass ein Tier die Schleimspur eines anderen Exemplars aufnimmt. Hat das herannahende Tier das andere erreicht, beginnt eine mitunter stundenlange Verfolgung, die damit endet, dass das verfolgte Individuum an einem für die Kopulation geeigneten Platz – fast immer eine senkrechte Fläche – nach rechts einbiegt und mit dem verfolgenden Tier einen ziemlich regelmäßigen Kreis bildet. Die Tiere bewegen sich unter gegenseitigem Belecken der Schwanzspitze zunächst weiter im Kreis. Dabei wird viel Schleim abgesondert, der einen runden Fleck auf dem Untergrund bildet. Die Tiere verkürzen sich und werden dicker. Dabei ist der Vorderkörper spindelförmig angeschwollen. Die Vorderkörper biegen sich nach rechts und nach links. Am Ende dieses Teils des Vorspiels wird der Kreis enger, die Tiere legen jeweils den Kopf auf den Rücken des Partners. Zwar klafft die Genitalöffnung bereits, von den Genitalien selber ist jedoch noch nichts zu sehen. Danach beginnen sich die beiden Partner stürmisch zu umschlingen. Sie schlagen heftig mit den Vorderkörper umher, belecken oder benagen sich gegenseitig und spreizen die Mantelschilde. Während dieser heftigen Bewegungen scheiden die Tiere mit ihrer Schleimdrüse jeweils einen 1½ mm dicken, rötlich-gelben Schleimfaden aus.



Was auf den Bildern sehr schön zu sehen ist !

Nach weiteren heftigen Bewegungen und weiterer Schleimbildung lösen sich die beiden Partner von der Unterlage und hängen kopfüber am gebildeten Schleimfaden, der durch die heftigen Umschlingbewegungen immer stärker verdreht wird und rasch länger wird. Die endgültige Länge ist unterschiedlich.

Hat der Schleimfaden seine maximale Länge erreicht, hören die Bewegungen auf und die Tiere strecken sich, aber in sich verschlungen und mit fast in die Waagrechte gehobenen Köpfen. Erst danach erscheinen in den Genitalöffnungen die schlauchartigen, bis etwa 4 Zentimeter langen und etwa 4 Millimeter dicken Penes, die durch die Hämolymphe bläulichweiß gefärbt sind. Die Kämme sind bereits als gewellte Säume zu sehen. Die Penes beginnen nun sich zu suchen. Dazu werden die Köpfe etwas abgesenkt. Meist braucht es mehrere Versuche bis sich die Penes gefunden haben. Sie umwinden sich anschließend. Die Basen der Penes bleiben getrennt. Nach der Umwindung der Penes legen sich die Kämme zunächst kurz an. Die Samenpakete erscheinen in den Genitalöffnungen und gleiten rasch zu den Spitzen der Penes. Die Kämme werden nun bis auf 2½ Windungen wendelartig abgespreizt. Haben die beiden Spermapakete die Spitzen der Penes erreicht, legen sich die Kämme der unteren 1½ Windungen wieder an und bilden mit den Penispitzen eine bläuliche Kugel. Es entsteht das Bild einer hängenden Lampe (in der Literatur auch „Lampenglocke“ genannt). In dieser Kugel treten die Spermapakete aus und werden an Drüsenfelder an den jeweils anderen Penis angeheftet. Dieses Stadium bleibt eine ganze Weile ohne Veränderung bestehen. Danach beginnt die Trennung der Penes, die von den Basen ausgeht. Die Kämme legen sich an, lösen sich vom jeweilig anderen Penis, bis dann nur noch die verbreiterten Endstücke der Kämme zusammenhängen. Unter Ziehen und Überwindung zähen Schleims werden die Penes schließlich auseinandergezogen. Für einen kurzen Augenblick sind dabei die Spermapakete sichtbar, die nun rasch in den Penis eingestülpt werden. Die Penes werden nun rasch und vollständig in die Genitalöffnung zurückgezogen. Die Umwindung der Tiere löst sich nun. Oft fällt nun ein Tier zu Boden, während das andere am Schleimfaden hochkriecht und ihn oft auch auffrisst.

Der Text ist unter der Lizenz „Creative Commons Attribution/Share Alike“ verfügbar; Informationen zu den Urhebern und zum Lizenzstatus eingebundener Mediendateien (etwa Bilder oder Videos) können im Regelfall durch Anklicken dieser abgerufen werden.
https://de.wikipedia.org/wiki/Tigerschnegel
http://magazin.gartenzeitung.com/Tiere-im-Haus-und...
https://www.google.de/search?q=tigerschnecken&espv...
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Peter Müller aus Wallersheim | 06.12.2016 | 10:00  
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Roland Horn aus Dessau | 06.12.2016 | 11:37  
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Renate Croissier aus Lünen | 06.12.2016 | 12:08  
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Romi Romberg aus Berlin | 06.12.2016 | 13:54  
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Lothar Wobst aus Wolfen | 06.12.2016 | 16:22  
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Ingeborg Behne aus Barsinghausen | 06.12.2016 | 18:02  
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Jost Kremmler aus Potsdam | 09.12.2016 | 15:41  
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