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Plan Aktionsgruppe Mönchengladbach unterstützt den Nothilfefond "Dürre Ostafrika"

Besonders Kinder leiden unter den Folgen der Dürre in Ostafrika. (Foto: Plan)
 
Die Felder vertrocknen, das Vieh droht zu verenden. Der Norden von Kenia ist von der Dürre besonders schwer betroffen. (Foto: Plan)
Aus aktuellem Anlass unterstützt die Aktionsgruppe Mönchengladbach des Kinderhilfswerkes Plan International Deutschland e.V. vorrangig den Nothilfefond "Dürre Ostafrika". Das ansonsten durch die AG unterstützte Projekt "Mali - Mädchen vor Beschneidung schützen" wird vorläufig zurückgestellt.

Hier ein Bericht des Kinderhilfswerkes vom 22.07.2011
(http://www.plan-deutschland.de)

Hilfe für Ostafrikas Kinder
Zwölf Millionen Menschen leiden in Ostafrika unter den Folgen der schlimmsten Dürre seit 60 Jahren. Felder vertrocknen, Viehherden verenden. Plan leistet Nothilfe in Äthiopien, Kenia und Südsudan. Täglich treffen weitere Flüchtlinge aus Somalia ein.

In Äthiopien sind rund 4,5 Millionen Menschen in acht Regionen auf Lebensmittelhilfe angewiesen. Mehr als 112.000 Dürreopfer leben in den Camps Dolo Odo, Liben-Zone und Kobe an der Grenze zu Somalia, ein neues Camp entsteht in Halowein. Denn täglich kommen bis zu 2.000 weitere Flüchtlinge aus dem benachbarten Bürgerkriegsland. Meist sind es Mütter und Kinder, die auf der Suche nach Nahrung tagelang unterwegs waren und stark unterernährt sind.

Plan versorgt Kinder in Äthiopien
Plan leistet Nothilfe in den von der Dürre betroffenen Regionen Amhara, Oromia und SNNPR. In West Arsi in Oromia werden Mitarbeiter des Kinderhilfswerks vitaminreiche Nahrung an 5.870 Mädchen und Jungen verteilen. Wasser, Latrinen und Hygieneschulungen für rund 18.000 Menschen ergänzen die Hilfe. In der Region SNNPR, in dem das Programmgebiet Jimma liegt, versorgt Plan 3.400 Kinder mit Zusatznahrung. Saatgut, Nutztiere und Dünger werden an 1.300 Haushalte mit 5.000 Kindern gegeben. Zudem wird Plan an etwa 4.275 Kinder in Addis Abeba Schulmahlzeiten verteilen. Etliche Äthiopier suchen wegen der Trockenheit Zuflucht in ihrer Hauptstadt. Da erste Masernfälle aufgetreten sind und der Ausbruch von Cholera droht, haben sich Plan-Mitarbeiter in Sidama und Hawasa in Schulungen auf den Ernstfall vorbereitet.

Größtes Flüchtlingscamp in Kenia
Im Norden Kenias kämpfen nach dem Ausfall mehrerer Regenzeiten und Missernten 3,5 Millionen Menschen ums Überleben, ganze Viehherden sind verendet. Und die Lage verschärft sich: Mehr als 1.200 somalische Flüchtlinge strömen täglich in das weltgrößte Flüchtlingscamp Dadaab, wo bereits 350.000 Menschen leben – 80 Prozent der Campbewohner sind Frauen und Kinder. Wegen des Nahrungsmangels sind die Lebensmittelpreise extrem gestiegen. 90 Kilogramm Mais müssen derzeit mit drei Ziegen bezahlt werden. Immer mehr unterernährte Kinder erkranken an Lungenentzündungen. Um Wasser zu bekommen, gehen sie weite Wege und schöpfen auch in kalten Nächten.

Soforthilfe in Schulen und Gesundheitszentren
Plan unterstützt Dürreopfer in den Regionen Tharaka, Machakos, Kilifi und Kwale, in denen das Kinderhilfswerk auch regulär tätig ist. Ein Einsatz in Samburu und Kitui wird vorbereitet. Die Soforthilfe beinhaltet die Versorgung bzw. Aufbereitung von Wasser, Ausgabe von Medikamenten, vitaminreicher Nahrung und allgemeiner Hilfsgüter sowie Hygieneaufklärung. Darüber hinaus werden an 414 Schulen Mahlzeiten für Schülerinnen und Schüler sowie Lehrpersonal verteilt. In den nächsten Monaten werden rund 262.000 Kinder – 70.000 von ihnen unter fünf Jahren - mit Lebensmitteln und Trinkwasser versorgt.

Notlage im jüngsten Staat der Welt
In Ost-Äquatoria und Jonglei im Osten der neu gegründeten Republik Südsudan leiden etwa 40 Prozent der Familien unter der großer Trockenheit und Ernteausfällen. Nun kämpfen die Bewohner der beiden Bundesstaaten zudem mit Wassermassen, die von den Bergen Ost-Äquatorias und des benachbarten Äthiopiens abfließen. Die herabstürzenden Fluten verschlimmern die Situation der Südsudanesen in den grenznahen Gebieten. Das Wasser kann von den völlig ausgetrockneten Böden nicht aufgenommen werden und zerstört die Nutzpflanzen.

Plan hilft Dürreopfern im Südsudan
Plan ist seit 2006 im Süden Sudans tätig und engagiert sich vor allem im Bildungswesen und der Integration der zahlreichen Rückkehrer aus dem Norden. Obwohl die beiden Programmgebiete des Kinderhilfswerks nicht betroffen sind, versorgt das lokale Team mit dem Welternährungsprogramm rund 36.000 Kinder an 76 Schulen in Ost-Äquatoria mit Mahlzeiten. Wasser- und Hygieneprojekte sowie Einkommen schaffende Maßnahmen wie die Ausgabe von Saatgut, dürreresistenten Pflanzen und Dünger sind in Planung.

Ausweitung der Hilfe nötig
Die Nahrungsmittelkrise in allen drei Partnerländern von Plan könnte sich in den nächsten Monaten verschlimmern, da die Ernten im Herbst und Winter wegen fehlender Niederschläge gering ausfallen werden. Die Vereinten Nationen haben die Lage im Süden Somalias offiziell zur Hungersnot erklärt und zu einem internationalen Ministertreffen am 25. Juli in Rom eingeladen. Plan begrüßt diese UN-Initiative und fordert die Bundesregierung auf, die Unterstützung auszuweiten. Deutschland hat für die Hilfe in Ostafrika bisher 8,5 Millionen US-Dollar und die Europäische Union rund acht Millionen Dollar zugesagt.

Plan bittet um Spenden für seine Hilfe in Ostafrika:

Plan International Deutschland e.V.
Konto: 0001623207
Postbank, BLZ 200 100 20
Stichwort: "Dürre Ostafrika" AG 89 84 86

Oder spenden Sie ganz einfach online.* http://www.plan-deutschland.de

Lesen Sie auch die bewegenden Berichte von Plan-Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern im Plan-Blog Weltgeschichten.

Pateninformation
Zurzeit liegen uns auch keine Informationen darüber vor, ob Patenkinder oder die Familien direkt betroffen sind. Sollten uns andere Nachrichten erreichen, wenden wir uns an die Patinnen und Paten.

* Sollte es zu Mehreinnahmen kommen, werden diese Mittel für andere, dringende Nothilfe-Projekte verwendet.

http://www.plan-deutschland.de
http://www.moenchengladbach.plan-aktionsgruppen.de
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