Marktplatz 25 - Häuser und Geschichten in Linz am Rhein - Der "Minnesänger" im neuen Gewand.

Das Haus auf dem Marktplatz wurde ca. um 1500 erbaut.
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Das Haus "Minnesänger" auf dem Marktplatz wurde ca. um 1500 erbaut.

Von 1627 bis 1664 gehörte das Gebäude dem Krämer Paul Kaldenborn, zu dessen Spezialitäten u.a. Heringe gehörten.

Danach kaufte der Fassbinder Mattheis Kaldenborn das Anwesen. Er betrieb neben seinem Handwerk Handel mit Käse, Stockfisch, Hering, Seifen, Kerzen und anderem Betrieb. Er wurde aktenkundig, weil er die Wächter am Rheintor und am Pulverturm mit Hundsfötten und Bärenhäuter titulierte, da sie nicht sofort den Torschlüssel holten und ihn draußen vor der Stadt warten ließen. Zur damaligen Zeit riskierte man saftige Geldstrafen oder sogar Bürgergefängnis, wenn man Schimpfworte gebrauchte.

Der Sohn von Mattheis Kaldenborn wurde Kapuzinerpater.

Ab der Mitte des 19. Jahrhunderts für ca. 100 Jahre waren die Bewohner des Hauses überwiegend weiblich. Sie ernährten sich vom Handel mit Kurzwaren.

Während der Inflationszeit wurde 1923 das Fachwerk als Arbeitsbeschaffung wieder freigelegt, nachdem das Haus aus Feuerschutzgründen im 19. Jahrhundert verputzt werden musste.

Heute befindet sich im "Minnesänger" der "Efes Grill".

Quelle: Häuser und Menschen in Linz von Anita und Anton Rings.

Bürgerreporter:in:

Gisela Görgens aus Quedlinburg

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