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100 Jahre DLRG. Heute: Das Badewannenrennen in Weischütz

Der Sonnabend, er machte seinen Namen alle Ehre und nicht nur am Abend auch am Tage. In Weischütz war das alljährliche Badewannenrennen angesagt. Die Absicherung auf dem Wasser übernahmen wie auch die Jahre zuvor wir von der DLRG Saale Unstrut.

Am Morgen waren wir schon vor Ort. Wie auch in den vergangenen Jahren nutzen wir diesen Termin auch zum Training. Vor allen das Tauchen stand auf dem Plan. Strömungstauchen und das Suchen unter Wasser.
Wir trainierten dieses mal nur am Grundseil das Streckentauchen. Hierzu legten wir längs in die Unstrut ein 50 m Seil. Dieses wurde mit Gewichten beschwert. Vom unteren Ende musste sich dann jeder Taucher gegen die Strömung fortbewegen. Bis ans andere Ufer und wieder zurück. Während ich dies im letzten Jahr noch mit Flossen schaffte war es dieses Jahr nur durch das ziehen am Seil möglich. Eine große Kraftanstrengung für die Hände und Arme, und das unter Wasser.

Um 14 Uhr begann dann das Rennen.
Mit 2 Booten und einigen Kameraden am Ziel begleiteten wir die Rennen. In mehreren Läufen sind die waghalsigen Konstruktionen 200 m stromabwärts gefahren. Da aber die Strömung der Unstrut in diesem Jahr ungefähr doppelt so schnell war wie sonst in dieser Zeit üblich füllten, sich die Badewannen recht schnell mit Wasser und waren nicht mehr zu steuern. Die Meisten konnten sich nach der Zieldurchfahrt an Ufer retten und wurden dort von Helfern und Kameraden an Land gezogen. Aber nicht alle hatten das Glück das Ziel zu erreichen und die Kurve nach dem Brückenpfeiler zu meistern. Einige Wannen sind dann gerade aus und begannen die 590 km in Richtung Hamburg zu treiben.
Dies zu verhindern war dann unser Job. Zuerst wurden die Bootsmannschaft von uns an Bord genommen, dann die Wannen. Bei der Strömung ein für die Boote und Kameraden anstrengendes unterfangen, denn die Wannen mussten aus dem Wasser geholt werden. Wenn dies nicht gelang dann mussten sie festgehalten werden und gegen die Strömung geschleppt und ans Land gebracht werden. Leider konnten wir eine Wanne nicht mehr retten. Die Boje, die an jeder Wanne befestigt ist, war unzureichend befestigt so dass wir nur einen Fuß der Wanne bergen konnten. Zum Glück brauchten wir keine Personen zu retten es war niemand in Gefahr.
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Weiterveröffentlichungen:

Naumburger Tageblatt | Erschienen am 18.07.2013
1 Kommentar
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Manfred W. aus Nebra (Unstrut) | 10.07.2013 | 07:33  
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