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Bankbetrug, Teil 10, Exkurs - Rating-Agenturen

Rating (Einschätzung). Rating-Agenturen, von den (USA-)Banken gegründet, um den Wert von Objekten (Wertpapieren) für die Banken zu bestimmen und den Kapitalmarkt zu beeinflussen, also schlicht um Macht auszuüben. Die Bewertung einer Anlage (eines Wertpapiers) ist eine ureigentlichen Aufgabe einer Bank, hier gibt die Bank etwas außerhaus, zunächst, um Kosten zu sparen, dann aber auch, um Verantwortung abzuschieben. Die Rating-Agenturen werden von den gleichen Banken, die diese Agenturen gegründet haben und die deren Eigentümer sind, sofort missbraucht, um eigene, von der Bank herausgegebene „Wertpapiere“ - selbstverständlich positiv – zu bewerten mit dem Ziel, die Käufer dieser so hochgelobten Bankprodukte abzuzocken, zu betrügen. Aus der gerade durchlebten Bankenkrise wissen wir, dass auf diese Weise gern die eine Bank die andere betrogen und belogen hat, das war ja eines der Kennzeichen dieser Krise. Die Betrogenen waren also sowohl andere Banken als auch die Kunden dieser Banken, die gutgläubig alles kauften, was die Bank gerade empfahl.
Daraus folgt: wer sich auf die Bewertung durch andere verlässt, ist selbst schuld, wenn er Verluste erleidet und betrogen wird.
Andersherum heißt das für den Anleger: kauf nichts, nur weil dir einer (deine Bank!) erzählt, das sei gut. Kaufe nichts, von dem du nichts verstehst. Nur wenn derartige Schrottwerte nicht verkäuflich sind, werden sie auch vom Markt verschwinden!
Ansonsten sind Rating-Agenturen, die namhaften alle in den USA angesiedelt, ein Instrument andere (Länder, Banken, Unternehmen) wirtschaftlich zu beherrschen. Die Rating-Agenturen legen nicht offen, wie (nach welchen Daten) sie eine Anlage (ein Wertpapier), ein Unternehmen, einen Staat bewerten. Sie verkünden einfach ein Bewertungsergebnis – und die Welt rennt hinterher. Die Rating-Agenturen verkünden: ein Staat, ein Unternehmen sei so gut wie Pleite, schon muss der so abgewertete am Kapitalmarkt höhere Zinsen für seine Kredite bezahlen und an diesen höheren Zinsen verdienen dann wieder die kreditgebenden Banken. Griechenland wurde abgewertet, seine Anleihen mussten mit Zinssätzen von 10 Prozent bei einjähriger Laufzeit ausgestattet werden, wurden von den Banken gekauft, die sich dann von den anderen Euro-Staaten diese Anleihen garantieren ließen. Die Macht der Rating-Agenturen beruht darauf, dass hinreichend viele ihren Bewertungen glauben. Glauben Sie keiner Rating-Agentur! Prüfen Sie selbst!

13.10.2010
Hermann Müller
Bentieröder Bruch 8
OT Bentierode
D-37547 Kreiensen
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