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Krankheit und ihre emotionalen Folgen

Unsere „Krankheit“ und Lebensgeschichte sind eng miteinander verbunden und so hat sie Einfluss auf unser gesamtes Umfeld und Lebenssituation:

• sie beeinträchtigt unsere Lebensfreude
• sie schwächt unser Selbstvertrauen
• wir werden unsicher und ziehen uns zurück
• die Krankheit kostet uns viel Kraft; wir sind müde, abgespannt und erschöpft. Daraus ergibt sich eine emotionale Gereiztheit und Nervosität

Wir denken, dass wir unsere Aufgaben trotz allem Bemühen nicht immer in einem für uns genügenden Maße erledigen können und geraten in einen Teufelskreis aus Erschöpfung, Angst und Unsicherheit. Daraus resultieren zudem Konflikte in unserem gesamten Umfeld.

Müdigkeit, Erschöpfung, intensive und wiederholte Therapien sowie eine Konzentration auf die Erkrankung führen zu vielfältigen Folgeerscheinungen in Bezug auf Ausbildung, Berufstätigkeit, Körpererleben, Selbstwertgefühl, Partnerschaft, soziale Kontakte, Sexualität und psychisches Wohlbefinden. Die Betroffenen sind in vielfältiger Weise in ihrer beruflichen, sozialen und privaten Entfaltung eingeschränkt.

In der heutigen Arbeitswelt wird permanente Leistung erwartet. Berufstätige müssen daher häufig ihre Erkrankung verbergen und evtl. Schmerzen durch Schmerzmittel oder Selbstdisziplin unterdrücken.

Da die Betroffenen ihren Aufgaben trotz allem Bemühen nicht immer in einem für sie befriedigenden Maß nachkommen können, geraten sie in einen Teufelskreis aus Erschöpfung, Angst und Unsicherheit. Daraus resultieren Konflikte, die aus den Problemen entstehen und die Lebensqualität der Betroffenen erheblich einschränken.

Es ist dann wichtig, sinnvolle Lebensalternativen zu suchen, um aus der realen oder empfundenen gesellschaftlichen Isolation herauszufinden.

Die Seele trägt zur Heftigkeit des körperlichen Unwohlseins bei und die Erkrankung führt mit ihrer Symptomatik zum emotionalen Unwohlsein. Die Stärkung der Lebenszufriedenheit ist bedeutend, um diesen Teufelskreis zu aufzuheben.

Indem sich der kranke Mensch ernst genommen fühlt, wächst die Sicherheit und steigt das Selbstwertgefühl.

Betrachtet man die Geschichten der Patienten, so wird deutlich, dass es nicht nur die durch die Erkrankung bedingten Beschwerden und die damit verbundenen Behandlungen sind, die sie in ihrer Lebensfreude beeinträchtigen, sondern dass es die daraus folgenden Lebensumstände sind, die den Betroffenen zu schaffen machen und sie immer weiter abrutschen lassen:

• sie verlieren aufgrund ihrer häufigen Krankenstände den Arbeitsplatz
• die Partnerschaft droht wegen der erhöhten Belastung und evtl. gestörten Sexuallebens auseinander zu brechen
• sie verlieren den Kontakt zu ihren Freunden, denen sie mit ihren dauernden Krankheiten „auf die Nerven“ gehen.

Schließlich verlieren die Betroffenen ihr Selbstvertrauen, werden unsicher, ziehen sich zurück und reagieren gekränkt auch auf die Menschen, die ihnen eigentlich helfen wollen.

Da sie oft das Vertrauen in ihre Ärzte verlieren, wechseln sie häufig den Arzt auf der Suche nach einer endgültigen Lösung. Viele der Erkrankten stellen ihr „Ansehen“ in Frage. Wird dieser Punkt „Selbstwertgefühl“ angesprochen, wird das Maß an Kränkung erkennbar, welches zu einer tief empfundenen Hilflosigkeit und Scham führte. Ihre eventuelle Leistungseinschränkung setzen sie mit Nutzlosigkeit gleich. Dadurch kommt es ferner zu Depression, Burn-Out oder anderen Verhaltensauffälligkeiten, die zu einer weiteren Verschlimmerung des ganzen Systems von Körper, Geist und Seele führen.

Der Schlüssel ist, den Weg zu zeigen, der aus diesem Gefühl heraus leitet. Dies sind Lösungskonzepte, die ein frohes Leben mit der Krankheit ermöglichen. Es hat sich gezeigt, dass Menschen, die sich in einer solch körperlichen und seelischen Situation befinden, ihren Teufelskreis aufheben können, wenn sie ihren Alltag verändern.

Manche Menschen sehen auch einen Zusammenhang zwischen dem Auftreten der Krankheit und bestimmten Spannungen oder Problemen und möchten sich längerfristig neu orientieren, um Ihren selbstbestimmten Lebensrhythmus zu finden. Er kann lernen, seine Ängste abzubauen und gewinnt wieder mehr Autonomie.

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1 Kommentar

Super Beitrag. Danke.

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