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Landarzt abgesetzt: ZDF stellt erfolgreiche Serie ein – Schaden für die Region?

Nach über 25 Jahren trennt sich das ZDF von seiner Vorabendserie „Der Landarzt“. Systematisch werden beim Mainzer Sender langlebige Serien entsorgt, zuletzt auch „Unser Charly“, „Ein Fall für zwei“ oder auch „Forsthaus Falkenau“. An den Drehorten des Landarztes befürchtet man indes Einbußen für den Tourismus.

Das ZDF will das Serienangebot des Senders modernisieren, aber dafür müssen alte Klassiker aus dem Programm weichen. Nachdem zuvor schon Kultserien wie „Unser Charly“ oder Forsthaus Falkenau“ von diesem Kahlschlag betroffen waren, erwischte es nun auch den „Landarzt“, der über 25 Jahre lang in 22 Staffeln im ZDF lief. Entsprechend wehmütig äußerte sich auch die Produktionsfirma Novafilm auf Facebook.

Dabei lief die Serie laut Branchendienst dwdl.de durchaus erfolgreich, man modernisierte sie 2009 sogar noch, indem Wayne Carpendale die Rolle des Landarztes bekam. Dem Sender bleibt aber, so die Schlussfolgerung von dwdl.de, nichts anderes übrig, als sich auch von etablierten Serien zu trennen, wenn man das Programm erneuern will. Diese Erneuerung betrifft dann vor allem den Freitagvorabend. In diesem Jahr zeigt das ZDF aber noch die verbleibenden Folgen der 21. Staffel des „Landarztes“ und im kommenden Jahr gibt es dann die finale Staffel mit 22 neuen Folgen zu sehen.

Wirtschaftlicher Schaden für die Region?

Das Aus des „Landarztes“ ist ein schwerer Schlag für die Region, in der die Serie spielt. Das kleine Kappeln in Schleswig-Holstein hat nun unter dem Verlust des Imageträgers zu leiden. So setzt sich nun sogar Kappelns Bürgermeister Heiko Traulsen bei Ministerpräsident Torsten Albig dafür ein, die Serie weiterlaufen zu lassen. Auch bei den örtlichen Tourismusorganisationen herrscht Entsetzen, denn überall wird mit dem „Landarzt“, seinen Drehorten und seinem Hauptdarsteller geworben. Während der 25 Jahre Dreharbeiten hat nicht nur der Bekanntheitsgrad des Landstriches enorm zugenommen; durch die Anwesenheit des Produktionsteams mit zahlreichen Mitarbeitern gab es auch immer unmittelbare Geldeinnahmen, die der Region jetzt fehlen werden. Noch ist der Schaden für die Region nicht absehbar.
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2 Kommentare
Brigitte Arnold
Brigitte Arnold | 10.10.2012 | 21:02  
Helga Starkloff
Helga Starkloff | 11.10.2012 | 17:48  
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