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Raul Castro regiert jetzt Kuba und garantiert Reisefreiheit

Raúl Castro (81) ist jetzt offiziell erster Parteisekretär Kubas. Schon seit Jahren hat er die Regierungsgeschäfte seines vier Jahre älteren Bruders Fidel Castro übernommen. Dabei hat der neues Präsident einige Reformen angekündigt. Eine ist nun durch: Kubaner dürfen ausreisen!

Ist die Reisefreiheit das Ende des Sozialismus in Kuba? Wer in jüngster Vergangenheit auf der fernen Insel war, hat die Veränderungen gespürt. Kuba verabschiedet sich vom Kommunismus und wird zunehmend kapitalistischer. Manko: Im Moment wollen Straßenhändler und einheimische Passanten in Kuba insbesondere von Touristen viel haben – aber kaum etwas dafür leisten. Das Gute an den Reformen: Sie dürfen sich selbstständig Arbeit suchen und ihrem Broterwerb nachgehen. Das weniger Gute: Ungefähr eine Millionen Kubaner sind vom Abbau der Stellen im öffentlichen Sektor betroffen und stehen zunächst auf der Straße. Das kann zunächst kaum gut gehen. Doch womöglich ändert sich dieses Missverhältnis von ganz allein. Denn viele Kubaner könnten das Land in Kürze verlassen.

Raúl Castro hat Reisefreiheit garantiert. Einheimische in Kuba, die ausreisen möchten, brauchen dafür ab 13. Januar keinen Ausreiseantrag mehr auszufüllen. Ein gültiger Pass und ein Visum des Landes, in das die Reise gehen soll, genügen. Volle zwei Jahre dürfen Kubaner am Stück im Ausland bleiben. Bislang verloren sie diverse Rechte, wenn sie ihrem Land länger als elf Monate fern blieben. Allerdings gelten die neuen Vorteile nicht für alle Berufsgruppen. Nicht bekannt gegeben wurde, welche Bereiche von den Einschränkungen betroffen sind. Als heiße Kandidaten werden allerdings hochqualifizierte Gruppen wie Ärzte gehandelt, die Castro und Co. natürlich gerne in Kuba behalten würden.
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