Entsorgung nicht gesichert!

Leserbrief (noch nicht veröffentlicht)
zum Artikel „Rohbau für Klärschlammverbrennung in Lahe ist fast komplett"
Online 07.01.2022

Die HAZ bejubelt in dem Artikel den Baufortschritt.
Aber leider ist nicht alles in trockenen Tüchern:

Noch nicht einmal die Hälfte der Verbrennungskapazität an Klärschlamm ist gesichert.
Die meisten infrage kommenden Kommunen aus der Region und dem Umland haben sich für ein kommunales Projekt in Hildesheim entschieden, für das das Genehmigungsverfahren gerade angelaufen ist.
Auch unsere Klage vor dem Verwaltungsgericht wird erwähnt, aber entscheidende Details fehlen.
Unser nach Umweltrecht klageberechtigte Verein hat in Teilen Recht bekommen: Die Emissionswerte nach der EU-Richtline „Best verfügbare Technik” müssen eingehalten werden und wir werden bei dem Verfahren der Entsorgung des Jauche-Abwassers (Brüdenkondensate) beteiligt. Doch außer der Übersendung eines Ordners, den uns die Genehmigungsbehörde nach gerichtlicher Anmahnung übersandte, ist nichts passiert. Ein Schreiben an den Leiter des GAA vom September und eine Nachfrage vom November blieb bisher unbeantwortet. Uns ist bekannt, dass für die geplante Entsorgung des entstehenden Ammoniaks in der benachbarten Müllverbrennungsanlage bisher keine Genehmigung vorliegt.
Ist das der Grund für die Funkstille? Müssen wir erst wieder das Gericht bzw. die Aufsichtsbehörde bemühen?
Siegfried Lemke
Umweltschutzverein in Isernhagen und Umgebung e.V.
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1 Kommentar
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Hans-Werner Blume aus Garbsen | 15.01.2022 | 22:11  
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