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Die tötenden Töchter des Hickory Malloy

Die tötenden Töchter des Hickory Malloy
 
Doro und Thea sind Halbschwestern. Sie wurden in Cheyenne gezeugt von Hickory Malloy, dem zu seiner Zeit meist gesuchten Killer des Wilden Westens. Aber er wurde bis heute nicht gefunden, nicht einmal seine Gebeine, da er ob seiner rauen Attraktivität stets Unterschlupf fand bei den einsamen Damen, die sich seiner dann gerne annahmen und ihm Unterschlupf boten für die eine Nacht oder auch nur diese himmlische Minute, in der Helden gezeugt wurde oder auch Heldinnen wie Doro und Thea.
Am heißen Freitag 1869 frühmorgens in der Minute des Sonnenaufganges stahl sich Hickory aus
dem Bett der deutschen Lehrerin Matilde, um sich im Nebenraum im Bett ihrer Schwester, der Lehrerin Ida, ebenfalls fortzupflanzen.
Nach einem kurzem, aber sehr eindrucksvollen Beweises seiner Manneskraft und seines Mannessafts verschwand er für immer mit dem Krähen des etwas zurückgebliebenen Hahnes Helmut, der stets mit fünfminütiger Verspätung auf den Sonnenaufgang die Hennen wach zu krähen pflegte.
Dieses Krähen riss auch Matilde aus ihren süßen Liebesträumen. Ohne große Verwunderung und der Abgeklärtheit einer erfahrenen Grundschullehrerin ging sie in das Zimmer ihrer Schwester und las aus deren sonnenbeschienenem Gesicht, dass ihr erst kürzlich das Glück widerfahren sein musste, dass ihr selbst am Abend zuvor beim Sonnenuntergang beschieden war.
Natürlich wusste sie auch, dass der Glückbringer nur Hickory Malloy gewesen sein konnte, da es sonst in dem kleinen Ort Sauerkraut Creek  nicht einen Mann gab, der den Gelüsten der deutschen Schwestern hätte Paroli bieten können.
Nicht der „Waschbär“ aus der chinesischen Wäscherei und auch nicht der „Eisenbieger“ aus der Hufschmiede; dessen Kraft sich nach Ansicht der Schwestern die falschen Stellen am Körper gesucht hatte.
Ein weiterer Beweis für das Glücksbefinden ihrer Schwester glaubte sie in dem schon leicht geschwollenen Bäuchlein, im Umfang gerade mal 10 Stunden kürzer als ihr eigenes, zu erkennen.
Bald darauf - entgegen allen natürlichen Zeitspannen zum Trotze - wurden die beiden Mädchen geboren und waren im Wesen schon als wesentlich von ihrem Vater geprägt zu erkennen, denn beide ballten schon bald entschlossen die kleinen Händchen zur Faust.
Schon mit 3 Jahren saßen sie fest im Sattel und mit 4 schossen sie sicher wie Vater, mit 6 konnten sie schreiben und malnehmen, mit 5 lesen und teilen und mit Sieben beendeten sie die Schule, weil ihre Mütter sie bei einem Ausflug die Berge verloren hatten – die, wie die Legende zu berichten weiß, von einen zotteligen Kerl auf einem gescheckten Mustang gekidnappt worden seien, hinter dem niemand anderes als Hickory Malloy zu vermuten war.
Ohne ihre Mütter orientierungslos, im Ort von niemandem wirklich vermisst, weil  nicht erwünscht ob ihrer für die Durchschnittsbevölkerung von Sauerkraut Creek doch sehr gefährlichen Begabungen, fanden sie nicht wieder nach Hause zurück und erfroren nach 30 Tagen.
Im Jahre 1965 wurden sie zufällig von dem Trapper Hank Meiselmann, wohl auch ein später Nachkomme von Hickory Malloy, wohlerhalten, allerdings für Hanks Geschmack, dem der FlowerPowerGeneration, zu altmodisch gekleidet, in zwei Eisblöcken entdeckt.
Durch die widerstandsfähigen Gene ihres Vater noch voller Leben, war es ein Leichtes, sie in dieses wieder zurück zu führen, nachdem man sie des Eises und später auch ihrer altmodischen Kleidung entkleidet hatte.
Leider aber wollten sich die beiden jungen Damen, zu denen sie sich wiederum ohne die üblichen Zeitspannen einzuhalten, rasch entwickelt hatten, aber in das moderne Leben im blumenreichen Amerika nicht einzugewöhnen.
Deshalb kam ein kluger Kopf, der Methodistenprediger Hic Micks aus ihrem Geburtsort Sauerkraut Creek auf die Idee, sie dorthin zu schicken, wo sie eigentlich hingehören, weil sie da ja auch durch ihre Mütter eigentlich herkommen, nämlich in das rückständige Europa, um ihnen dort durch die da langsam voranschreitende Entwicklung die nötige Zeit zu geben, sich selbst an das moderne Leben zu gewöhnen.
Sie waren beide 42, als sie das erste Mal einen Fuß auf deutschen Boden setzen und beshclossen sofort, sich eine Tankstelle zu kaufen.
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