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Notfunk-Test vom Lindener Berg

Wie lange dauert es, bis die Funkstelle auf dem Lindener Berg unter schwierigen Bedingungen bereit für Funkbetrieb ist? Auf diese Frage ergab sich am letzten Sonntag eine konkrete Antwort: Nach dem Eintreffen brauchte es ein halbe Stunde bis eine provisorische Langdraht-Antenne gespannt war und das Notstromaggregat lief. Danach waren die Geräte der lizensierten Funkamateure des Ortsverbandes H48 "Schwarzer Bär"im DARC sowohl im Ultrakurzwellenbereich als auch im Kurzwellenbereich aktiv. Dank des Funk-Containers kann der gesamte Notbetrieb in kürzester Zeit von einer Person vorbereitet werden, selbst bei Temperaturen unter Null Grad und einem vereisten Gelände. Vom Lindener Berg aus kann dann regionaler Funkverkehr durchgeführt werden, ferner sind Weitverbindungen zu anderen Stationen des Amateurfunkdienstes in der ganzen Welt möglich. Funkamateure halfen mit Technik, Wissen und hohem persönlichen Einsatz zuletzt bei der Erdbebenkatastrophe in Haiti.
Der Test auf dem Lindener Berg indes hatte einen freundlichen Hintergrund: Jeweils am ersten Februar-Wochenende im Jahr ist bei den Funkamateuren in Deutschland "Funkertag". Dort gilt es mit möglichst vielen Stationen aus allen Regionen Deutschlands Kontakt herzustellen und damit die Betriebsfähigkeit der eigenen Station unter Beweis zu stellen. Vom Lindener Berg aus wurden am Sonntagvormittag unter dem internationalen Amateurfunkrufzeichen DL0H (Delta Lima Null Hotel) binnen 3 Stunden mehr als 70 Funkkontakte getätigt, ferner wurde Kontakt zur Rundspruchstation DL0HV im Hannoverschen Lister Turm gehalten.
Am Nachmittag gab es dann eine kurze "Manöverkritik": Hier wurde festgestellt, das insbesondere für den Normalbetrieb der Stationen und der geplanten Relaisfunkstelle ein fester Stromanschluss notwendig ist. Die Verhandlungen hierfür werden schon länger geführt , allerdings ist es für die rund 20 aktiven Funkamateure rund um DL0H nicht möglich, die gesamten Kosten für diese Massnahme zu tragen. Es wird daher nach Finanzierungsmöglichkeiten und Sponsoren gesucht.

Amateurfunk in Hannover: http://www.baerenfunk.de
Amateurfunk in Deutschland: http://www.darc.de
Zum Einsatz von Funkamateuren in Haiti:
http://www.darc.de/referate/notfunk/aktuell/nachri...

  • Der Funk-Container auf dem Lindener Berg
  • hochgeladen von Roland Schaeling
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4 Kommentare

Hallo Roland,
habt ihr im Bereich Notfunk denn Kontakt zu irgendwelchen BOS-Einheiten? Gibt es bereits eine Zusammenarbeit bzw. ist sowas machbar/möglich/gewünscht ?

Hallo Klaus,
danke für deinen (wie immer umfangreichen) Beitrag.
Dein letzter Ansatz ist genau auch das warum ich eigentlich frage. Wir als IUK-Einheit (also altmodisch gesagt die "Fernmelder") können uns vorstellen auch im Bereich "Kurzwelle" wieder mehr aktiv zu werden. Zu deiner Frage: Nein, seit Ende 2009 gibt es beim DRK in Misburg gar nichts mehr in Sachen Kurzwellenfunk. Schon lange keinen Fernmeldezug mehr (das waren ja auch wir), und nun ist eben auch die KW-Station in Misburg gemeinsam mit dem DRK-Hilfszug aufgelöst. Betrieben wurde sie schon länger nicht mehr, nun sind auch die Geräte vom Bundesverband abgebaut. WIR (als DRK-Fachdienstbereitschaft am Standort Misburg) hatten auf diese KW-Zentrale leider keinen Zugriff. Sie wurde von anderen, auswärtigen Kräften betrieben. Genauso oft waren die dann auch da :-(
Aber: Die gesamte Infrastruktur inkl. Antenne ist noch vorhanden. Es wäre also recht einfach wieder Geräte in den Funkraum zu stellen und loszulegen. Na ja im ersten Schritten werden wir erstmal BOS- und andere IUK-Technik installieren, aber irgendwann steht das Thema Kurzwelle auch wieder auf der Agenda. Wir haben auch einige AF in unseren Reihen, soll heißen die haben eine Lizenz, sind aber nicht wirklich engagiert in diesem Bereich. Man kann schließlich nur eins wirklich intensiv betreiben. Ich habe mich mal mit dem ehemaligen Kameraden unterhalten, der zuletzt von unserer Bereitschaft aus für die KW-Funkgruppe zuständig war. Ich fände es wirklich interessant, wenn wir da wieder was aufbauen können. Wäre wie du schon schreibst auch eine echte "Marktlücke" bei den Hiorgs in NDS. Schließlich ist es auch unser Bestreben durch solche Aufgaben unsere "Wegrationalisierung" irgendwann mal zu verhindern. Durch viel Anstrengung in den letzten Jahren haben wir nun auch wieder etwas Nachwuchs in unseren Reihen. Die Jugendlichen sollen natürlich auch umfassend ausgebildet werden und für die IUK-Arbeit im Rahmen des DRK auf Dauer begeistert werden. Warum also nicht AUCH Kurzwellenfunk? Ohne Unterstützung von wirklich erfahrenen und engagieren AF (die auch willens sind über den eigenen Tellerrand hinauszublicken) wird das aber wohl nicht gehen.
Das in Hessen einiges läuft ist mir auch bekannt - unserer KW-Station soll meines Wissens nun auch zur DRK-Landesvorhaltung nach Fritzlar gehen (ehem. Hilfszugabteilung). Es besteht aber Aussicht, das wir auch mal wieder Technik vom Bundesverband bekommen, ansonsten müssen wir da eigene kostengünstige Alternativen finden.

so long, Frank

Hallo Frank
nein, wir haben noch keinen Kontakt zu den örtlichen BOS-Einheiten, aber was nicht ist, kann ja noch werden.
Mittlerweile und auch wg. der guten Arbeit in Hessen hat der DARC auch erkannt, das er das Thema "Funkunterstützung im Not- und Kathastrophenfall" etwas höher hängen muss - jetzt gibt es bei unserem Verband ein eigenes Referat dafür...

Die Aktivitäten auf dem Lindener Berg werden aber im wesentlichen von den dortigen Funkamateuren getragen - mir macht es z.B. einfach Freude, eine Funkanlage mit Notstromversorgung und einfachen Mitteln in Betrieb zu bringen.

Eine einfache, realistische Form der Zusammenarbeit kann ich mir persönlich vorstellen - hier wäre es tatsächlich sinnvoll, sich einmal zusammenzusetzten und zu schauen, was realistisch geht. Auf alle Fälle müssen wir vor Ort wissen, was wir miteinander wollen und schauen, obs geht - da spielen nach meiner Erfahrung auch oft persönliche Faktoren eine Rolle. Da ich selbst keinen Bezug zum BOS-Bereich habe, ist es für mich allein schon eine Bereicherung zu wissen, wie er funktioniert.
Also: Ich fände ein Treffen in kleinem Kreise gut um dann zu schauen, was man gemeinsan anbieten/tun kann.
Gruß
Roland, DF1OE

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