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75 Jahre Hermann-Löns-Park in Hannover

Stadt gibt aus Anlass des 75-jährigen Jubiläums ein kleines Fest in der Parkanlage

Am Sonntag (17. August 2014) gibt die Landeshauptstadt Hannover (LHH) aus Anlass des 75-jährigen Jubiläums des Hermann-Löns-Parks im Stadtteil Kleefeld ein kleines Fest in der Parkanlage. Fast auf den Tag genau, am 18. August 1939, wurde der Park nach einer Bauzeit von drei Jahren eingeweiht.

Das Programm zum Jubiläumsfest

Bereits ab 13 Uhr ist die historische und im Jahr 2012 restaurierte Bockwindmühle für interessierte BesucherInnen geöffnet. Diese kann mit fachkundiger Begleitung der Mühlenfreunde im Bürgerverein Kleefeld e.V. besichtigt werden. Der Heimatbund Niedersachsen e.V. und der Verband der Hermann-Löns-Kreise in Deutschland und Österreich e.V. bieten darüber hinaus an einen gemeinsamen Informationsstand Bücher und Informationsschriften an.

Gegen 15 Uhr wird Bürgermeister Klaus-Dieter Scholz an der Bockwindmühle ein Grußwort zum Parkjubiläum halten und das kleine Fest offiziell eröffnen. Im Anschluss daran, circa 15.15 Uhr, werden die Mühlenflügel zur Wartung der historischen Bockwindmühle von den MitarbeiterInnen des Werkhofs im Hermann-Löns-Park in Bewegung gesetzt.

Ab 15.30 Uhr wird Stefanie Krebs von "tonspur stadtlandschaft" den neuen Audioguide mit interessanten "Wiesengeschichten" vorstellen. Dieser kann dann auch sofort vor Ort ausprobiert werden. An sechs Stationen werden Geschichten von der Vergangenheit und Gegenwart des Parks, von seinen Gärtnerinnen, Gärtnern und Gartendirektoren, von Grasmahd und Graugänsen erzählt. Der Audioguide kann zukünftig mit den dazugehörigen MP3-Geräten (gegen Pfand) im Restaurant "Alte Mühle" (Öffnungszeiten: Mittwoch bis Sonntag von 10 bis 22 Uhr) ausgeliehen werden. Auch können die Audiodateien im Internet heruntergeladen werden: www.hermann-loens-park-hoeren.de. Selbstverständlich werden auch Führungen für große und kleine BesucherInnen angeboten. Ab 15.45 Uhr können Interessierte die Flora und Fauna des Parks mit den Fachleuten des Werkhofs erkunden.

Ebenfalls zum Parkjubiläum fertiggestellt wurde die Parkbeschilderung. Angepasst an das neue Gesamtkonzept für alle Grünanlagen und Flächen des Fachbereichs Umwelt und Stadtgrün der LHH erleichtert die neue und einheitliche Beschilderung die Orientierung in den Gärten und bietet ausführliche Informationen über die Gärten, Wälder und Landschaftsräume.
Hintergrundinformationen

Der Hermann-Löns-Park wurde zwischen 1936 und 1939 als Parklandschaft von der hannoverschen Gartenverwaltung und dem Architekten Hans Klüppelberg konzipiert. Das Gelände wurde vorher als Wiese und Obstplantage genutzt. Auch baute eine städtische Ziegelei seit dem 17. Jahrhundert dort Ton ab. Nach Stilllegung der Ziegelei wurde die Tongrube zum Annateich. Auf einer Fläche von 86 Hektar entstand damals eine Auenlandschaft mit weiträumigen Wiesen, gebuchteten Wasserflächen, locker verteilten Gehölzgruppen und Sichtschutzpflanzungen. Komplettiert wurde das künstliche, vorindustrielle Idyll durch die historischen Gebäude: das Hallenhaus von 1720, den Kornspeicher von 1637 und die Bockwindmühle von 1701. Der Entwurf knüpfte an die Landschaftsideale der Heimatschutzbewegung an. Im Sinne der Volkspark-Idee wurden darüber hinaus Liegewiesen, ein Freibad, Sportplätze und eine Kleingartenkolonie integriert. In seiner Grundstruktur ist der Hermann-Löns-Park bis heute unverändert geblieben. Dieser besticht durch seine besondere Eigenart und ist eines der bedeutendsten Gartendenkmäler in Hannover. Der Park, dessen Anlage ein wichtiger Lebensraum für seltene Pflanzen und Tiere ist, wird von einem engagierten Team gepflegt. Es setzt Wege instand, erhält Bänke und Spielgeräte, säubert den Park und führt die Wiesenmahd, Gehölzschnitte oder Nachpflanzungen durch.

Der Hermann-Löns-Park ist auf den Fahrradrouten der Gartenregion eine interessante Station und wurde auch in die neueste niedersächsische Mühlenroute aufgenommen. Die über 300 Jahre alte Bockwindmühle musste aufgrund von Schädlingsbefall 2008 abgebaut werden. Dank verschiedener Sponsoren (Bingo-Umweltstiftung, Niedersächsisches Landesamt für Denkmalpflege, Restaurant Alte Mühle - Ehepaar Bursch sowie den Bürgervereinen Kleefeld e.V. und Kirchrode e.V.) wurde diese 2012 restauriert.
(Pressemitteilung, 12.08.2014)

Mehr Infos zum Bürgerverein Kleefeld und dem vielfältigen Kulturangebot unter www.30625bvk.de

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