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Heute auf Papier, morgen im Web

Sehr oft stelle ich mir die Frage, warum ich überhaupt noch die Zeitung bestelle. Entweder finde ich die aktuellen Themen im Internet einen Tag vorher oder die Leitartikel bzw. Feuilleton und Dossier zwei bis drei Tage später auf der Internetseite der Zeitung.

Wichtig ist für mich die Zeitung deshalb, weil sie mir eine Abwechslung zum Bildschirm bietet. Gerade in diesem Augenblick, zu dem ich diesen Artikel schreibe, hoffe ich insgeheim auf ein Medium, welches mir weniger Kopfschmerzen bereitet und die Augen verkrampfen lässt. Und dann fange ich an Wörter im Internet nachzuschlagen und ertappe mich dabei, wie ich andere journalistische Texte online abrufe.
Mir wird klar: Ich bin es, der Konsument, der die Verlage in die globale Internetwelt drängt. Die Verleger argumentieren damit, dass ihnen Werbemaßnahmen im Internet mehr bringen. Und was wäre der Spiegelverlag erst ohne "SpiegelOnline" und dem "SpiegelTV"? Es stellt sich mir auch die Frage, ob nicht die große Macht der Medien selber zum Sklaven der Leser und selbsternannten Redakteure des Internets geworden sind.

Der mündige Leser

Jeder ist sein eigener Redakteur, denn die Zusammenstellung der Informationen eines Lesers, liegt bei ihm selber. Es ist gewiss nichts schlechtes dabei, wenn nicht die Qualität durch die Quantität der Nachrichten abgelöst würde. Haben die Zeitungsverlage nicht gerade ihre Legitimation nach "Objektivität" durch den einstigen Erfolg als gedrucktes Medium?
Wenn man nach Objektivität fragt, so lässt sich gleich die Erörterung nach der "Wahrheit" im Journalismus einbringen. Der Konsument der journalistischen Arbeit ist stark fixiert auf die Masse an Medien. Gerade diese Fülle ermöglicht es ihm die Wahrheiten der Journalisten zu überprüfen. Das Ergebnis ist nicht zufriedenstellend. Das was dem Informationsverbraucher dabei hilft, ist der Blog am Ende eines Artikels. Man ermöglicht ihm eine eigene Stellungnahme abzugeben. Diese ist fast unzensiert (sofern von rechten Äußerungen abgesehen) und sofort möglich. Eine klare Abspaltung zur selektierten Aufnahme von Leserbriefen einen Tag oder eine Woche später. Doch wer liest das alles?

Anregung zum Artikel von Cordt Schnibben auf: Das Zeitungsdrama

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