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Lärmgutachten fehlerhaft

Kai Debus
Hamburg: Hamburg-Nord | Ein Jahr später beantragt die Behörde, die Änderungen im Gutachten sowie den Bebauungsplanentwurf erneut auszulegen.

Der geplante Busbetriebshof Gleisdreieck Alsterdorf hat in der Vergangenheit für viel Aufregung bei Bürgern und Politikern gesorgt. Dort, wo bis vor einem Jahr noch ein klimaschutzrelevantes Waldgebiet war, wo 2.800 Bäume auf einer Fläche von 70.000 Quadratmetern standen, soll bis 2019 ein überdimensionierter Busbetriebshof der Hamburger Hochbahn AG entstehen.

Erst wurde ein Grundstückstausch (Mesterkamp gegen Gleisdreieck) ohne Wertgutachten vollzogen (...), dann wurden 2.800 Bäume im Gleisdreieck, weitere 900 Bäume auf der Vorhaltefläche (für Baufahrzeuge!) und zuletzt noch 477 Bäume im Bereich der Güterumgehung gerodet. Und bis heute ist noch keine Ersatzpflanzung erfolgt, zumal - anders als von ROT-GRÜN, HOCHBAHN und Bezirksamt behauptet - keine ausreichenden Flächen hierfür zur Verfügung stehen.

Dann stellte sich heraus, dass die HOCHBAHN für den vermeintlich modernsten Busbetriebshof Europas in spe noch kein konkretes Konzept hat: Erst präferierte man wasserstoffbetriebene, später dann elektrobetriebene Linienbusse. Und auch die sogenannte Innovationslinie 109 brachte kaum nennenswerte Erkenntnisse. Doch statt Wasserstofftanks oder Batterie-Ladevorrichtungen fand sich im Bebauungsplan lediglich eine Dieseltankstelle.

Jetzt bestätigte sich die Vermutung von Bürgern und Opposition, dass auch beim Lärmschutz nicht nur offensichtlich etwas zu sehr auf Kante genäht wurde, sondern dass wesentliche Zahlenwerte im Lärmgutachten deutlich variieren! Für die Sitzung am 23.02. wurde daher der Stadtentwicklungsausschuss gebeten, die Änderungen sowie die erneute Auslegung des Bebauungsplanentwurfs Alsterdorf 22/ Winterhude 22 zur Kenntnis zu nehmen.

Vom modernsten Busbetriebshof Europas ist der geplante Busbetriebshof Gleisdreieck Alsterdorf schon jetzt meilenweit entfernt.
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Erwin Zimmermann aus Bad Kösen | 24.02.2017 | 17:57  
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