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Krankenversicherung ade - dafür kommt die Mauer

Diesmal saß das Stammtisch-Trio bereits nachmittags bei Charly in der Kneipe vor dem großen Bildschirm. Die Amtseinführung von Donald Trump wollten sie gemeinsam bis zur Parade verfolgen.

"Ich kann es nicht verstehen, dass fünfzig Prozent der amerikanischen Wähler für ihn gestimmt haben", sagte Karl. "Der wirkt doch wie John Wayne, der republikanische Westernheld mit seiner rechten Wertvorstellung!"

"Die Amis haben eben eine andere Mentalität!", antwortete Ralf. "Da gibt es diese Bewunderung für Menschen mit hoher Risikobereitschaft, die es vom Millionär zum Milliardär geschafft haben!"

'America First!' - Krankenversicherung ade.

"Ja, und davon hat er ja jetzt einige in seine Regierung geholt", bestätigte Walter.
"Wenn die Wirtschaft mal nicht mehr so läuft, können die ja mit ihrem Vermögen gegensteuern. Alles unter dem Motto: 'America First'!"

Karl lachte. "Das glaubst aber nur du! Jetzt muss jeder wieder für sich selbst sorgen!
Zwanzig Millionen Menschen, die unter Obama eine Krankenversicherung bekamen, werden bald keine mehr haben!"

"Ja, Obama! - Mir wurde ganz schlecht, als er vorzeitig ergraut, nachdenklich und trotzdem tapfer lächelnd in den Hubschrauber stieg!" , ergänzte Walter. "Millionen von Amerikanern werden ihm noch hinterherweinen!"

"Aber dafür werden andere Millionen den neuen Präsidenten bewundern, weil er neue Arbeitsplätze schafft!", war Ralf überzeugt. "Die heimische Autoindustrie wird wieder aufblühen, wenn er den Importzoll von 35 Prozent einführt. Und vor allem die Bauindustrie! Hunderte von Baufirmen, darunter viele Neugründungen, werden noch an den 3.200 Kilometer-Grenzen zu Mexiko mit der Mauer beschäftigt sein, wenn er als Präsident längst Geschichte ist!"

"Das glaube ich nicht!" widersprach Karl. "Ab morgen gibt es bereits große Demonstrationen. - Ich gebe ihm höchstens zwei Jahre!"
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Ruediger Aboreas aus Bad Grund (Harz) | 22.01.2017 | 11:25  
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