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Gewitter, Angst, Freiheit

Meermusik und die Seesterne singen gemeinsam
Hagenburg: Sankt Nicolai Kirche | Unter diesem Motto wurde am 26.10.2017 in der Hagenburger St.-Nikolai-Kirche eine Zeitreise 500 Jahre zurück in das Mittelalter unternommen. Luthers Gewittererfahrung und die Angst sowie der Ablasshandel der Kirche zum Seelenfreikauf waren die zentralen Themen.

Mats Wiborg und Jonas Grützner ließen mit Hilfe von ausgemusterten Ortseingangsschildern einen Donnerhall ertönen. Die Seesterne (Grundschulchor Steinhude) summten und sangen dann unter der Lauten-Begleitung von Mats und Anette Wiborg „Gott sei mir gnädig“, in das der Chor MEERMUSIK nach einführenden Worten von Axel Sandrock mit einstimmte. Angst war damals das zentrale Machtinstrument der katholischen Kirche. Aber auch in der heutigen Zeit gibt es Menschen, die Macht und Gewalt über andere Menschen ausüben wollen. Das Lied „Gabriellas Song“ aus dem Film „Wie im Himmel“ – gesungen von MEERMUSIK – erfüllte die Kirche mit einem wundervollen Klang. Laute, mächtige Orgelmusik (gespielt von Jonas Grützner) brachte den Übergang zum Gewitter-Rap der Seesterne. Zwischen den musikalischen Darbietungen führte Axel Sandrock mit überleitenden Worten durch die Veranstaltung. Ein kleines Rollenspiel, in dem Ablassprediger Tetzel (M. Wiborg) einen Ablassbrief an einen Reichen (gespielt von B. Lehmann) verkaufte, damit dieser von seinen Sünden freikam, der Arme (gespielt von K. Berndt) aber wegen seiner Armut mit seinen kleinen Sünden allein gelassen wurde, sollte die Verhältnisse vor 500 Jahren klar erkennen lassen – auch das folgende Gespräch zwischen M. Luther (A. Sandrock) und Tetzel (M. Wiborg).
Mit neuzeitlichen Musikstücken wurde der Übergang in die heutige Zeit geschaffen. J. Grützner spielte auf der Orgel „Money, money, money“. Der Singspruch Maranatha wurde von den Seesternen und MEERMUSIK gemeinsam im Wechsel interpretiert. Mats Wiborg sang den Beatles-Titel „All you need is love“ und wurde dabei gesanglich im Hintergrund von MEERMUSIK und instrumental von J. Grützner und A. Wiborg begleitet. Es folgten „Amazing Grace“ –MEERMUSIK mit Unterstützung der Seesterne.
Zum Abschluss sang MEERMUSIK den Udo-Jügens-Song „Ich glaube“ und - nach Verlesung der Rede von Martin Luther King „I have a dream“ durch Tanja Steinberg - das Lied von Marius Müller-Westernhagen „Freiheit“. Dabei gingen die Sängerinnen und Sänger Hand in Hand gemeinsam mit den Kindern in Richtung Publikum. Mit einem riesigen Applaus forderten die Zuhörer eine Zugabe, sie bekamen „Freiheit“.
Für den Chor MEERMUSIK war diese Veranstaltung die erste Möglichkeit, den neu eingeübten Song „Ich glaube“ zu präsentieren. Trotz einiger krankheits- und urlaubsbedingter Ausfälle war es ein klangvoller Auftritt.
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