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Agnam-Verein startet Hilfsprojekt mit der französischen Partnerstadt Hérouville St. Clair zur Bekämpfung der Corona-Pandemie in der Gemeinde Agnam in Senegal

Omar Faye, Schuldirektor und Projektbeauftragter der Gemeinde Agnam/ Senegal
 
Schuldirektor Omar Faye aus Agnam/ Senegal besucht eine Schulklasse in der Partnerstadt Hérouville St.Clair



Der Vorstand des Vereins "Wasser für Agnam e.V. - Ein kommunales Entwicklungsprojekt in Senegal" hat mit seinem Vorsitzenden Walter Häfele ein Hilfsprojekt als Notmaßnahme für die von der Corona-Pandemie betroffenen Gemeinde Agnam beschlossen. Die französische Partnerstadt der Stadt Garbsen und der Gemeinde Agnam, Hérouville St. Clair, leitet dieses Projekt und prüft die Verwendung der Gelder. So wird gewährleistet, dass die Mittel auch tatsächlich bei den Bedürftigen ankommen.
Aus der Vereinskasse werden 3.000 € für das Hilfsprojekt bereitgestellt. Eingehende Spenden von Vereinsmitgliedern und aus der Bevölkerung werden zusätzlich weitergeleitet.
Nach Mitteilung des Projektbeauftragten und Schuldirektors Omar Faye ist die Pandemie-Situation in der Region Matam noch unter Kontrolle. Es wurden bereits Fälle der Krankheit COVID 19 festgestellt. Die Dunkelziffer ist vermutlich sehr hoch. Der Schulleiter berichtet, dass in Senegal seit dem 23. März 2020 der Ausnahmezustand erklärt wurde, um Maßnahmen zum Schutz gegen das Corona-Virus effektiv durchsetzen zu können.
Zu den ergriffenen Maßnahmen zählen u.a. das Verbot von Versammlungen und Zusammenkünften in öffentlichen und privaten Plätzen und Gebäuden. Von 20 Uhr abends bis 5 Uhr morgens gilt eine landesweite Ausgangssperre. Der Schulbetrieb wurde bis auf Weiteres eingestellt.
Der Personenverkehr zwischen den Regionen wurde grundsätzlich untersagt. Privatwagen dürfen nicht mehr als drei Personen transportieren. Die Landesgrenzen sind geschlossen. Ausnahmen sind für den Warenverkehr und medizinische Zwecke zugelassen.

Die Senegalesen kaufen vor allem auf den Märkten ein. Die Regierung steht vor einem Dilemma: An den Märkten herrscht ein großes Ansteckungsrisiko, ein Mindestabstand lässt sich kaum einhalten. Aber wie soll die Nahrungsmittelversorgung der Bevölkerung ohne Märkte sichergestellt werden?
Die meisten Senegalesen können auch keine Vorräte anlegen. Sie leben von der Hand in den Mund. Die Märkte werden nicht mehr wie gewohnt versorgt. Die großen Wochen-märkte sind ausgesetzt. Besonders bei den enormen Temperaturen von durchschnittlich 43 ° C pro Tag sind die Belastungen für die Einwohner sehr hoch. Die Folgen der Pande-mie sind jedoch auf lokaler Ebene schwerwiegend, da die Preise für Grundbedürfnisse des täglichen Lebens exorbitant gestiegen sind.
In der gesamten Gemeinde Agnam tragen die Menschen Masken, auch wenn diese nicht immer den Standards entsprechen.

Der Staat gewährt bedürftigen Familien pro Quartal einen Zuschuss in Höhe von 39 Euro. Es gibt keine Arbeitslosenversicherung. Die gesundheitliche Behandlung in kontaminierten Gebieten ist zwar kostenlos, aber das staatliche Gesundheitssystem ist kaum auf die Pandemie vorbereitet.
Schuldirektor Omar Faye hat einen Hilferuf zur französischen Partnerstadt Hérouville gesandt, die wiederum unseren Verein über den Bedarf informiert und um Unterstützung gebeten hat.

Die Spenden sollen insbesondere wie folgt verwendet werden:
Hygieneartikel (Antiseptische Gele, Seifen, Bleichmittel, Masken, Fieberthermometer, Handschuhe)
Herstellung von Internetverbindungen für Schulen, um sie auf die Nutzung von Fernlernplattformen vorzubereiten. Die Lehrer nutzen das Internet der Schule, um die Inhalte zu senden. Die Schüler haben über Telefone Zugriff auf die Inhalte.
Kauf von Lebensmitteln (Reis, Öl, Milch, Zucker, Fisch, Hülsenfrüchte, Fleisch) zur Versorgung der Schulkantinen, da es sicher sei, dass die Eltern bei der Wie-deraufnahme des Schulunterrichts nicht in der Lage seien, die Beiträge der Schüler für eine warme Mahlzeit zu leisten.

Spendenkonto des Vereins:
Bankverbindung: Wasser für Agnam Stichwort: Corona-Pandemie in Agnam
Hannoversche Volksbank
IBAN: DE 75 2519 0001 6155 5550 00

Wasser für Agnam e.V. - Ein kommunales Entwicklungsprojekt in Senegal

Kontakt und Informationen:
Geschäftsführung:
c/o Reinhard Körber
E-Mail: info@wasserfueragnam.de 
www.wasserfueragnam.de

Vorsitzender:
Walter Häfele
Erster Stadtrat und Stadtkämmerer der
Stadt Garbsen
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