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Mein 2011

Dieses Jahr fing – man lese und staune – bei mir mit dem 1. Januar an.

Über’s Jahr verteilt haben meine Frau und ich viele Wanderungen, Radtouren und Besichtigungen durchgeführt – die kriege ich jetzt nicht mehr alle zusammen. Unter anderem haben wir uns die Essener Synagoge angesehen, sind rund ums Schloss Lerbach gewandert, beim Essener Kattenturm gewesen, haben uns durch das Adenauer-Haus in Bonn führen lassen (sehr empfehlenswert) und haben mit einer unserer Enkelinnen den Aquazoo in Düsseldorf besucht.

Im Februar war der alljährliche Inspektionstermin für unser Auto fällig. Wie erwartet, war nichts dran, Verschleißteile mussten auch nicht ausgetauscht werden – es stellte sich mal wieder heraus, dass es in der Kleinwagenklasse zumindest für mich kein besseres und zuverlässigeres Auto gibt.

Im März gab es an drei bestimmten Tagen noch mehr Jecke als sonst. Da wir aber mit diesen sogenannten tollen Tagen nichts am Hut haben, sind wir lieber gewandert. Einmal eine Wanderung in der Nähe des Essener Baldeneysees, einmal an der Dhünn in Leverkusen entlang und einmal nach Remscheid.

Dann gab es im März noch einen Tag, an dem der Autor dieses Beitrags 56 Jahre alt wurde. In der Geburtswoche haben wir bei bestem Wetter einen sehr schönen Wanderurlaub in der Eifel auf den Traumpfaden verbracht. Dann haben wir uns noch in Düsseldorf das sogenannte blaue Band angesehen, das ist eine Blütenpracht direkt am Rheinufer, die jedes Jahr aus hunderten von Krokussen besteht.

Im April waren wir auf einer Tagestour in Brüssel, hat mir aber nicht so gut gefallen. Lag einerseits an der Stadt, andererseits wohl daran, dass wir die Tour mit einem Busreiseveranstalter gemacht haben. So mit mehreren Leuten unterwegs und sich nach deren Bedürfnissen zu richten, ist nicht so unser Ding. Da erkunden wir eine Stadt lieber auf eigene Faust.

Spätestens im Mai fängt für uns die Radelsaison an. Die Einführungstour führt uns meistens rund um den Baldeneysee, wo es mir immer gut gefällt.

Für eines meiner Enkelkinder fand die erste Heilige Kommunion statt, wo ich natürlich auch zugegen war.

Kennen Sie Bad Münstereifel? Falls nicht, sollten Sie da mal hinfahren – ist sehr schön dort. Einmal bis zweimal im Jahr bin ich dort und hab‘ auch eine Empfehlung, falls Sie eine Kleinigkeit essen möchten: das Café T.

Unser Computer wollte nicht mehr so, wie wir wollten, da war guter Rat teuer. Ein Technik-Freak bin ich nicht gerade, für mich ist wichtig, dass etwas funktioniert, nicht wie. Also ließ ich einen Fachmann kommen. Das Ende vom Lied: ein neuer PC war fällig, weil der alte zu schwach geworden war. So geht das Geld weg.

Es hatte so schön werden sollen. Eine Woche Radelurlaub in Ostfriesland (in und um Greetsiel herum) sollte es werden. Eine Woche Urlaub wurde es auch, aber das Wetter spielte uns einen gewaltigen Streich. Regen, Regen, nichts als Regen, da war mit Radeln nichts. Und am einzigen Tag, an dem es etwas schöner war, gab das Mietfahrrad nach fünf Kilometern den Geist auf. Kaum waren wir weg, hatten die dort das schönste Wetter.

Am 22. Juni hatte ich dann Grund, zu feiern, denn an diesem Tag war ich 19 Jahre und vier Monate mit meiner Frau und sechs Jahre mit dem Korea-Blitz zusammen.

Was war im Juli? Außer zahlreichen Radtouren fand die jährliche Eigentümerversammlung, von mir auch gerne Narrensitzung genannt, statt. Dort bestätigte sich wieder einmal, dass ich mir nie wieder eine Eigentumswohnung kaufen würde, denn es ärgert mich jedes Mal, dass ich für Dinge zahlen muss, die ich überhaupt nicht möchte. Diesmal haben die lieben Miteigentümer im Objekt beschlossen, dass der TV-Kabelanschluss gekündigt wird und ab 1. Januar 2012 der Fernsehempfang über eine digitale Kopfstation erfolgen sollte. Da ist aber bis jetzt erfreulicherweise nichts draus geworden, denn zwei Eigentümer haben gegen diese Entscheidung geklagt und das Gericht hat bis jetzt noch keine Entscheidung gefällt. So musste der bereits von der Hausverwaltung gekündigte Kabelvertrag um ein weiteres Jahr verlängert werden. Gut so, und bei der nächsten Versammlung werde ich beantragen, dass dieses Thema endgültig gestrichen wird.

Wie ich direkt Anfang August feststellen musste, ist das Leben eines Strohwitwers eines der härtesten, denn für einen ganzen Tag schwirrte meine Angetraute mit anderen Frauen in der Gegend herum (es war der alljährliche Frauenausflug).

Ja, und was soll ich Ihnen, meine lieben Leserinnen und Leser, sagen? Am nächsten Tag habe ich eine Frau kennengelernt, die, wäre ich nicht glücklich verheiratet, bei mir große Chancen hätte. Die Inhaberin des Friseurladens, zu dem ich regelmäßig gehe, hatte eine neue Kraft eingestellt – und die ist richtig nett. Nicht nur vom Aussehen her gefällt die mir, sondern auch sonst ist sie mein Fall. Bisher war es mir egal, wer mir die Haare geschnitten hat, aber seitdem lege ich meine Friseurtermine so, dass ich immer von ihr bedient werde.

Einen Ausflugstipp möchte ich noch loswerden, der auf meinem alljährlichen Programm steht: Hoge Veluwe in den Niederlanden. Fahren Sie mal hin, dort kann man prima wandern oder radeln.

Was macht man mit einer Heizung, die nie benutzt wird, bei der aber trotzdem vom Heizkostenzähler Verbrauchswerte angezeigt werden? Richtig, man lässt sie abbauen. Haben wir gemacht, für die zahlen wir in Zukunft nichts mehr.

Ende September war mal wieder ein Kurzurlaub angesagt. Diesmal ging es in die Nähe von Idar-Oberstein, und bei diesem Urlaub stimmte einfach alles: schöne Gegend, tolles Wanderrevier, schönes und sonniges Wetter. Das war sozusagen ein Traumurlaub.

Im Oktober und November standen zwanzig Wanderungen auf dem Programm und im letzten Monat des Jahres 2011 wanderten wir ebenfalls durch die Gegend.

So ein- bis zweimal im Jahr fahren wir auch nach Venlo, das erledigten wir diesmal Mitte Dezember. Seit Jahren gehen wir dort in ein chinesisches Lokal, um leckere Mahlzeiten zu uns zu nehmen. Besonders die asiatischen Nudeln kriegt kein anderer Chinese so hin wie der Koch in diesem Restaurant. Doch diesmal die große Enttäuschung: diese Futterkrippe gibt es nicht mehr. Aus, zu, dicht! Damit ist die Motivation, nach Venlo zu fahren, weg. Gezielt fahr‘ ich da wohl nicht mehr hin, höchstens, wenn mich mal eine Wanderung oder Radtour in die Nähe führt.

Am zweiten Weihnachtstag hatten wir dann die Bude voll. Meine Mutter, die lieben Töchter mit ihren ebenso lieben Männern und zwei reizende Enkelkinder waren bei uns.

Ja, und heute, am letzten Tag des Jahres 2011, läuft es ab wie immer. Wir machen es uns gemütlich, laben uns am Fondue und schauen um Mitternacht zu, wie unsere Nachbarn ihr Geld in die Luft ballern.

Zum Schluss noch mein persönlicher Mensch des Jahres 2011: meine Frau. Bewundernswert, wie sie das Tag für Tag mit mir aushält, und das schon seit fast zwanzig Jahren.

Das war’s, jetzt bleibt mir nur noch, Ihnen, meinen Leserinnen und Lesern, einen guten Rutsch zu wünschen – was ich hiermit mache. Wir lesen uns 2012 wieder.
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