myheimat.de setzt auf dieser Seite ggf. Cookies, um Ihren Besuch noch angenehmer zu gestalten. Mit der Nutzung der AMP-Seite stimmen Sie der Verwendung von notwendigen und funktionalen Cookies gemäß unserer Richtlinie zu. Sie befinden sich auf einer sogenannten AMP-Seite von myheimat.de, die für Mobilgeräte optimiert ist und möglicherweise nicht von unseren Servern, sondern direkt aus dem Zwischenspeicher von Drittanbietern, wie z.B. Google ausgeliefert wird. Bei Aufrufen aus dem Zwischenspeicher von Drittanbietern haben wir keinen Einfluss auf die Datenverarbeitung durch diese.

Weitere Informationen

Armut: unter 60 Prozent von …?

Armut – das vorsätzlich unlösbare Problem?

Armut wird definiert als „ein Einkommen von weniger als 60 Prozent von …“ – ja eben, wovon eigentlich?
Diese Definition spricht bereits vom „Einkommen“; es geht also um eine Armut, genauer: einen Mangel, an Geld, und zwar von Geld als Einkommen. Es wäre ja auch von dem Mangel, der Armut, vom Geld als Vermögen denkbar, das ergäbe ganz andere Armutszahlen. Es wäre ja auch die Armut an körperlichen Eigenschaften denkbar, zum Beispiel, der Fähigkeit, zu singen; könnte ich es, könnte ich als Schlagerstar Millionen verdienen und wäre sicher nicht an Einkommen arm. Und wie ist es mit der Armut an geistigen Fähigkeiten? Oder der Armut an Willenskraft? Aber nein, es muss unbedingt Geld sein, und zwar das Geld als Einkommen.
Die Definition spricht von „unter 60 Prozent“. Solche fixen Zahlen reizen mich immer: also wer nur 59,999.999.999.999.999 Prozent hat, leidet an Armut, und wer mit 60,000.000.000.000.000 gesegnet ist, der lebt nach dieser Definition im Wohlstand!
Und nun, Prozent von was? Die einen sagen vom „Durchschnitt“, kürzlich hörte ich: vom „Mittelwert“ - Mittelwert, welchem Mittelwert? Die Statistiker kennen deren eine ganze Reihe. Aber egal, Mittelwert ist Mittelwert: ein Wert, unter und über dem jeweils ein Teil aus der Gesamtzahl der Elemente liegen; und wenn es um die so definierte Armut geht, dann liegen eben einige unter dem die Gesamtzahl teilenden Mittelwert.
Wer den Begriff der Armut auf diese Weise definiert, kann aber nie sagen, er wolle mit irgendeiner Maßnahme diese Armut bekämpfen. Er kann zwar die Elemente anders gruppieren, aber es werden immer einige Elemente unterhalb der wie auch gewählten Schnittlinie, dem „Mittelwert“, liegen.
Soweit die definitionsbedingte Unmöglichkeit.
Ich bestreite gar nicht, dass einigen der „Armen“ mit ein paar Geldscheinen dauerhaft aus der Armut geholfen werden kann. Aber es gibt auch viele Arme, die geben diese paar Geldscheine schnell aus und sind danach genauso arm wie zuvor, denen wird also mit ein paar Geldscheinen eben nicht dauerhaft aus der Armut geholfen.
Es gibt Personen, und diese gehören vornehmlich zur Gruppe der Armen, die können einfach nicht mit Geld umgehen. Was ist Ursache, was ist Folge? Ist jemand arm, weil er nicht mit Geld umgehen kann; oder kann jemand nicht mit Geld umgehen, weil er arm ist?
Ich will es wissen, ich biete an, ihm zu zeigen, wie man mit Geld umgehen muss, um nicht arm zu sein oder zu werden oder arm zu bleiben. Den Kassenzettel mit nehmen und sich genauer ansehen: nee, wozu? Geld ist sowieso weg. Einen Finanzplan aufstellen, um die Ausgaben der nächsten Monate zu übersehen? Nee, wozu, stimmt sowieso nicht; mach ich nicht, keine Lust; gib mir lieber ein paar Hunderte. - Nun mein Lieber, dir ist nicht zu helfen, weil du dir nicht helfen lassen willst. Schlimm.
Viel schlimmer! Er hat mit seinem Verhalten sogar recht! Denn was wäre denn, ließe er sich helfen und würde er lernen? Er würde plötzlich anfangen zu sparen, zum Beispiel ein- oder zweihundert im Monat, ergibt im Jahr 2.400 Euro; wo würde das gesparte Geld liegen? Selbstverständlich auf der Bank, auf seinem Konto!
Und dieses Konto wird von den Sozialkassen immer wieder, gelegentlich, öfter kontrolliert. Hier wird ein Geldvermögen gefunden, ein Geldvermögen, das nicht angemeldet ist, das doch für den Lebensunterhalt eingesetzt werden könnte, sollte, müsste. Folge: Sperre der bisherigen Bezüge, Strafverfahren wegen Betrug. Es mag ja sein, dass irgendwann nach Monaten ein kluger Richter erkennt, dass hier ein Fehler der Verwaltung vorliegt. - Nur kommt das zu spät, wem das einmal passiert ist, der passt sich diesem System an: Denn, wer einmal Stütze bezieht, steht ewig unter Aufsicht. Merke: du hast ein Bankkonto, weil du ein Konto haben musst, aber auf diesem deinem Konto darfst du niemals ein Guthaben haben!
Übrigens: In Deutschland gibt es und gab es niemals ein Bankgeheimnis! Der Staat, unsere Geheimdienste, die Polizei, die Finanzverwaltung, die Sozialkassen, und so weiter haben Zugang und Zugriff auf dein Bankkonto; und das mindestens für die vergangenen zehn Jahre rückwärts, denn so lange muss die Bank die Daten nach Handelsrecht aufbewahren. Also, dein Bankkonto ist, wie ich sage, vergiftet; überlege dir also genau, welche Spuren du auf deinem Bankkonto hinterlassen willst.
Wir haben ein System, dass vorgibt, die Armut zu bekämpfen, und dass mit seinen Instrumenten genau eben diese Armut als Dauerzustand produziert!
06.08.2022
Hermann Müller
Bentierode
Bentieröder Bruch 8
D-37574 Einbeck

Weitere Beiträge zu den Themen

ArmutFinanzplanEinkommenVermögenHaushaltsplan

Kommentare

Beteiligen Sie sich!

Es gibt noch keine Kommentare. Um zu kommentieren, öffnen Sie den Artikel auf unserer Webseite.

Zur Webseite