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Der Heidkrug

Der Heidkrug ist ein altes historisches Gebäude, und liegt an der B 214 in der Gemeinde Ededemissen, OT Wipshausen. In "alten Zeiten" war der Heidkrug eine Raststätte für Pferd und Kutscher, die die alte Frachtfuhrstraße zwischen Braunschweig und Celle befuhren. Die Bewirtung ist bis heute erhalten geblieben, aber die Wagen werden von ganz anderen Pferdestärken gezogen. Vor etwa 50 Jahren, an einem warmen Maitag, war ich mit meinem Schwager das erstemal im Heidkrug. Damals war "Mutter Welge" oder "Tante Emmi", wie die Gäste sie liebevoll nannten, die Wirtin vom Heidkrug. Wenn man den Gastraum betrat, hatte man eher den Eindruck in eine gute Stube zu kommen als in eine Gaststätte. Gleich hinter der Tür stand noch der alte Stiefelknecht, und links an der Wand stand das alte Sofa wo Vater Welge immer sein Nickerchen machte. Die Zeit ging hier anders, denn die alte Uhr an der Wand ging links herum. Den kleinen Tresen hatte Mutter Welge voll mit Bier gestellt, obwohl niemand im Gastraum war. Auf meine Frage "wofür", sagte sie lächelnd und deutete mit den Kopf zum Fenser: "Junge denn kiek mol no butten". Ja, und nun sah ich durch das geöffnete Fenster, all die vielen Gäste unter den alten Akazienbäumen an den Tischen sitzen, die alle sehnsüchtig auf ihr Bier warteten. Mutter Welge war auch weit über die Kreisgrenzen hinweg für ihr selbstgemachtes Sauerfleisch und ihre einmaligen Bratkartoffeln bekannt. Da gab es 2 Portionen. Eine kleine für den "Gesunden", und eine große für den "Kranken". Auf meine Frage warum denn die Portion für den "Kranken" größer sei meinte sie schmunzelnd:" De schall doch wer g`sund weern". Das der Heidkrug später unter der Führung von Tochter Erika, die den Krug in dieser Tadition weiterführte, auch für ein gutes "Spargelessen" mit "Wipshäuser Spargel" weit bekannt war, muß ich wohl nicht erst erwähnen. Das der Heidkrug noch so gut erhalten und ein Juwel der Gemeide Edemissen ist, ist nur der Familie Blickwede, der Tochter und Schwiegersohn von "Mutter Welge" durch ihren unermüdlichen Einsatz zu verdanken. Ich verdanke dem Heidkrug viele gesellige Stunden, die schöne Feier meiner Silberhochzeit und meines 60. Geburtstages. Und wenn ich heute mit dem Fahrrad daran vorbei fahre, wie an diesem herrlichen Herbsttag, dann muß man einfach anhalten und schauen.

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peinefoto

2 Kommentare

Ein toller Bericht. Weiter so !!!!!

Lang, lang ist´s her. Als Kind war ich auch Gast hier.
Schön, daß es den Heidkrug noch gibt. Wenn ich wieder einen Heimatbesuch mache werd ich dort mal einkehren.
Manche Dinge verändern sich doch nicht und das ist auch gut so.

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