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Akseli Gallen-Kallela stellt in Düsseldorf aus

Düsseldorf: Museum Kunst Palast | Akseli Gallen-Kallela ist ein finnischer Künstler, der mir bis heute völlig unbekannt war. Erst als ich zu einer Pressekonferenz in das museum kunstpalast gegangen bin, habe ich bemerkt, was ich da verpaßt habe. Die Ausstellung ist vom 2. Juni bis zum 9. September zu sehen, also noch bis zum kommenden Sonntag. Gallen-Kallela zeigt Motive aus seiner finnischen nordischen Heimat, wie wir sie aus jener Zeit auch aus der deutschen Malerei kennen, also beispielsweise "Schinken", die Szenen aus dem bäuerlichen Leben zeigen. Die Ausstellung gefällt mir persönlich sehr. Es sind farbenfrohe, großformatige Bilder, die den Betrachter direkt ansprechen und zum verweilen und betrachten einladen.

Museum Kunstpalast (Hrsg.): Überirdisch Nordisch Akseli Gallen-Kallela Finns im Geist der Moderne; Hatje Catz Verlag Ostfildern 2012; 203 Seiten; ISBN: 978-3-7757-3231-4

Akseli Gallen-Kallela (1865 - 1931) gehört seit den 1880er Jahren zu den bedeutendsten Malern der frühen Moderne Skandinaviens. Der Inhaltsangabe zufolge gehört er zu den bedeutendsten Künstlern Finnlands; sein Gesamtwerks umfaßt Malerei, Literatur, Grafik, Design und Architektur. Vom finnischen Nationalepos Kalevala fasziniert, setzte er Landschaft, Kultur und Menschen seiner Herkunft auf eine Weise ins Bild, die über heimatliche Verbundenheit hinausreicht und einen überzeugten Kosmopoliten sichtbar macht. Das Studium in Paris hatte Gallen-Kallela enge Kontakte zur europäischen Künstlerszene eröffnet, er nahm dort 1890 an der Weltausstellung teil, wurde Mitglied der Künstlergruppe Brücke und stellte 1914 auf der Biennale in Venedig aus.

Hier liegt ein Ausstellungskatalog vor. Die dazugehörige Ausstellung ist vom 2. Juni bis zum 9. September 2012 im museum kunstpalast in der nordrhein-westfälischen Landeshauptstadt Düsseldorf zu sehen.

Formal und inhaltlich liegt hier ein ganz gewöhnlicher Ausstellungskatalog vor. Einige wenige Texte führen in den kunstwissenschaftlichen Teil des Buches ein. Der Bildteil überwiegt allerdings. Die vielen Farbbilder stellen die Ausstellung visuell vor.

Skandinavische Kunst ist bei uns ja nicht sehr bekannt. Zu Recht? Das Buch zeigt gute und sehenswerte Kunst. Wer also nicht die Gelegenheit gehabt hat, sich die Ausstellung selbst anzuschauen, sollte sich schon diesen Ausstellungskatalog zulegen. Er lernt so eine so bei uns unbekannte Kunst kennen, die es durchaus wert ist, kennenzulernen. Da spielt es dann auch keine große Rolle, daß der Katalog unter optischen Gesichtspunkten eher durchschnittlich geraten ist.
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