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Abriss von Sozialwohnungen, nennt sich Wohnungsmarktstabilisierung ?

Hochhaus Hamburger Allee 148 Komplettabriss
Schwerin: Hochhaus | Ruinen schaffen ohne Waffen! Ein Stadtteil wird platt gemacht !   

Derzeit werden auch in der kalten Jahreszeit wieder Sozialwohnungen in mehreren Schweriner Stadtteilen systematisch vernichtet. Verstehen kann man dies nicht, zumal in anderen Stadtteilen ein regelrechter Bauboom eingesetzt hat. Es ist nicht nachvollziehbar warum bei stetigem Zuzug von Flüchtlingen und dem zu erwarteten Familienzuzug ganze Wohnblöcke und Hochhäuser dem Abriss zum Opfer fallen. Bemerkenswert ist in diesem Zusammenhang, die Tatsache, dass dieser Abrisswahnsinn, noch von Bundregierung gefördert wird. Eine Anfrage bei zuständigen Ministerium ergab, dass für den Abriss für einen Plattenbauwohnblock in der Nils-Bohr-Str. satte 198 000 € an die SWG gezahlt wurden. Auch das Hochhaus in der Hamburger Allee 148 neben Kaufland, das jetzt einem Komplettabriss zum Opfer fällt, gehört der SWG und wir laut der Bauinformationstafel auch vom Bund gefördert. Bemerkenswert ist die Tatsache das besagtes Schild schon in der Nils-Bohr-Str. stand und scheinbar, nur die Tafel weitergetragen wird und das Förderobjekt ausgetauscht wird.
Auch das Hochhaus im Schweriner Stadtteil Lankow in der Plöner Str. wird laut Bautafel mit Fördermitteln abgerissen. Gerade die Hochhäuser bieten den Schwerinern, deren Bewohner immer älter werden, eine kleine Wohnung, die eigentlich dringend auf dem Wohnungsmarkt benötigt werden. Fast alle altersgerechten Plätze sind schon für Monate im Voraus vergeben, selbst die neue Pflegeeinrichtung die noch im Bau ist, ist total „ausgebucht“
Weiter Hochhäuser sollen am Berliner Platz und in Lankow abgerissen werden, derweil verkommt vor allem der Schweriner Stadtteil Mueßer Holz immer mehr. Hier sind nicht nur Tendenzen zur Ghettobildung zu erkennen, sondern dieser Stadtteil ist ein Problemstadtteil. Erste Anzeigen für eine Ghettoisierung, ist die zunehmende Vermüllung. Mittendrin ein mehr als fragwürdiger Plattenpark, der im eigentlichen Sinne von der Stadt abgelehnt wurde, aber über Umwege, widerbelebt wurde um möglichweise Fördermittel abzuschöpfen.
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Andreas aus Niedersachsen aus Laatzen | 28.02.2018 | 22:43  
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