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Glückwunsch aus Bremen zum Friedensnobelpreis an ICAN

Herzlichen Glückwunsch an ICAN.
Bremen: Mitte |

Die "International Campaign to Abolish Nuclear Weapons" (ICAN) erhält den diesjährigen Friedensnobelpreis. Die Entscheidung des Nobelpreiskomitees in Oslo findet die volle Unterstützung des Bremer Friedensforums.



http://www.bremerfriedensforum.de/909/mitteilungen/Glueckwunsch-aus-Bremen-zum-Friedensnobelpreis-an-ICAN/

"Wir empfinden die Entscheidung als eine Ermutigung für die Friedensbewegung im Kampf für die Ächtung der Atomwaffen. Hoffentlich verstärkt die Öffentlichkeit um den Preis unser aller Bemühen, die Bundesregierung zur Unterzeichnung des Atomwaffenverbotsvertrages zu bewegen", heißt es in dem Glückwunsch aus Bremen.

Der im Juli bei den Vereinten Nationen beschlossene Vertrag über ein weltweites Atomwaffenverbot, der seit dem 20. September zur Unterzeichnung ausliegt, wäre ohne das Engagement von ICAN nicht zustande gekommen. Der Vertrag verbietet Herstellung, Besitz, Einsatz und Lagerung von Atomwaffen und kam gegen den Widerstand der Atommächte und den mit ihnen verbündeten Staaten, darunter leider auch Deutschland, zustande.

Die zukünftige Bundesregierung sollte mit Blick auf die Vergabe des Friedensnobelpreises ihre Blockadehaltung aufgeben. Bis heute nimmt die Bundesrepublik durch die so genannte 'Nukleare Teilhabe' an der Atomwaffenpolitik der NATO teil. Bis heute ist der mögliche Einsatz von Atomwaffen Teil der NATO-Doktrin. Jetzt sollte die neue Bundesregierung Farbe bekennen, dem Vertrag beitreten und den Abzug der Atomwaffen aus Deutschland auf den Weg bringen.

In Deutschland sind US-amerikanische Atomwaffen in Büchel stationiert.

Denn noch immer sind etwa 20 Atombomben vom Typ B61 in Büchel bei Cochem an der Mosel gelagert. Trägersysteme sind deutsche Bundeswehr-Tornados. Derzeit laufen die Vorbereitungen für eine "Modernisierung" dieser Atomwaffen. All dies widerspricht explizit dem Verbotsvertrag. Die Kampagne ICAN fordert den Abzug der US-Atomwaffen aus Deutschland und deren Vernichtung.

Aber auch die lokalen politisch Verantwortlichen können etwas tun: Zahlreiche Bürgermeister*innen in Deutschland gehören der Initiative „Mayors for Peace“ (Bürgermeister für den Frieden) an und sollten unter anderem im Rahmen des bundesweiten Flaggentags am 8. Juli 2018 ein sichtbares Zeichen für eine friedliche Welt ohne Atomwaffen setzen.

> Weitere Informationen:

https://www.icanw.de/action/friedensnobelpreis-wie-geht-es-weiter/

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Andreas aus Niedersachsen aus Laatzen | 09.10.2017 | 23:03  
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