Kundgebung zum Antikriegstag am 1. September in Bremen

Aufruf zum Antikriegstag in Bremen am 1. September 2022
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Das Bremer Friedensforum hat einen Aufruf zum diesjährigen Antikriegstag veröffentlicht, den zwölf weitere Organisationen unterzeichnet haben. Am Donnerstag, 1. September, 83 Jahre nach Beginn des Zweiten Weltkrieges, findet um 17 Uhr auf dem Bremer Marktplatz eine Kundgebung statt.

Dort sprechen der Bundestagsabgeordnete Andrej Hunko aus Aachen (Die Linke), die ehemalige zweite Bevollmächtigte der IG Metall Waiblingen, Anne Rieger aus Graz (Bundesausschuss Friedensratschlag), und Ariane Müller, freigestellte Betriebsrätin im Klinikum Bremen-Mitte. Moderation: Barbara Heller (Bremer Friedensforum).

Bremer Aufruf zum Antikriegstag am 1. September 2022

Die Waffen nieder!
Stoppt den Krieg in der Ukraine!

Am 1. September 1939 begann der Zweite Weltkrieg mit dem deutschen Überfall auf Polen. Der deutsche Vernichtungskrieg hat Millionen Menschenleben gekostet.

Nach 1945 kämpften viele Menschen gegen eine Remilitarisierung. Doch nur elf Jahre nach dem Schwur: „Nie wieder Krieg!“ wurden die Bundeswehr und die Wehrpflicht eingeführt.

Wir gehen an diesem Antikriegstag auf die Straße, weil wir nicht länger zusehen wollen, dass damals wie heute deutsche Waffen weltweit töten. Deutschland ist viertgrößter Rüstungsexporteur der Welt. Kriege beginnen seit Langem hier - auch in Bremen.

Deutschland muss sofort mit der Lieferung schwerer Waffen an die Ukraine aufhören. Die Ausbildung ukrainischer Soldaten im Westen und die Bereitstellung westlicher Geheimdienstinformationen für das ukrainische Militär machen den Krieg immer mehr zu einem Waffengang zwischen Russland und der NATO.

Die Sanktionen schaden nicht nur Russland, sie bringen materielle und persönliche Not in unser Land. Inflation, Steigerung der Lebenshaltungskosten, unerschwingliche Energiepreise für die Mehrheit der Bevölkerung. Sie schaden auch dem Klima: Neben Fracking-Gas-Gewinnung – so sieht es aus - werden Atom– und Kohlekraftwerke wieder in Betrieb genommen oder weitergeführt.

Der Krieg, aber auch die Spekulation mit Lebensmitteln führen zu Hungersnot. Im Sudan haben sich die Nahrungsmittelpreise in kurzer Zeit fast verdoppelt, im Libanon sind sie um 70 Prozent gestiegen.

Zudem droht ein neuer globaler Rüstungswettlauf.

Wir Normalverbraucherinnen und -verbraucher "profitieren" nicht von dem kürzlich beschlossenen „100-Milliarden-Euro-Sondervermögen“ für die Bundeswehr, das zu den ohnehin schon erhöhten Rüstungsausgaben hinzukommt.

Deutschland steht bereits an siebter Stelle weltweit mit seinen Rüstungsausgaben. Diese Gelder fehlen in wichtigen Bereichen und werden dringend zur Lösung der vielfältigen Zukunftsaufgaben benötigt.

100 Milliarden Euro für Zukunftsinvestitionen statt für die Hochrüstung wären sinnvoller. Den Kampf um den Frieden und gegen den Klimawandel werden wir verlieren, wenn wir nicht massenhaft gegen Kriege und Hochrüstung aufstehen und protestieren.

Für diese Ziele treten wir ein:
Ø Sofortige Waffenstillstandsverhandlungen aller am Krieg Beteiligten,
Ø Stopp jeglicher Waffenlieferungen in Kriegsgebiete,
Ø Umschichtung der deutschen Rüstungsmilliarden für soziale und ökologische Aufgaben,
Ø Die Bundesregierung muss die Erreichung des Friedens zu ihrem obersten Ziel erklären
.

> Links:

https://www.friedenskooperative.de/antikriegstag2022/aufrufe/bremen

https://www.bremerfriedensforum.de/1485/aktuelles/Kundgebung-zum-Antikriegstag-in-Bremen/

Bürgerreporter:in:

Ekkehard Lentz aus Bremen

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