fluter

fluter heißt ein kostenfreies Jugendmagazin, das von der Bundeszentrale für politische Bildung (www.bpb.de), Adenauerallee 86, 53113 Bonn, herausgegeben wird. Das Magazin gibt es seit Dezember 2001 als Print- und Online-Ausgabe. Die Printausgabe erscheint vierteljährlich als gedrucktes Heft und mit zehn monatlichen Themenschwerpunkten im Internet. Die Dummy Media GbR in Berlin betreut die gedruckte Ausgabe, die Agentur Redaktion und Alltag die elektronische Ausgabe.

Im Internet erscheinen regelmäßig zusätzlich Artikel in den Rubriken Lesen und Film, in denen wöchentlich alle aktuellen, bundesweiten Kinostarts, sowie neu erschienene Bücher und Klassiker besprochen werden.

Erfahrungsberichte von zum Beispiel Teilnehmern des Europäischen Freiwilligendienstes und Berufsvorstellungen gehören auch zum Spektrum.
Zielgruppe sind Jugendliche im Alter von 16 bis 22 Jahren, insbesondere Erstwähler.

In jedem Heft wird ein Themenschwerpunkt behandelt. In der Vergangenheit ging es beispielsweise um Themen wie „Moral”, „Familie”, „Wirtschaft”, „Gewalt”, „Wasser”, „Megacitys” oder „Deutschland”, die aus unterschiedlichen Perspektiven beleuchtet werden, etwa aus den Blickwinkeln Wirtschaft, der Politik, der Philosophie und der Religion.

In jeder Ausgabe gibt es außerdem ein Gewinnspiel, wobei die zweite Hälfte der Fragen auf der Webseite steht. Zu gewinnen gibt es Bücher, CDs und Filme, die entweder besprochen wurden oder Themenbezug haben.

Die Nummer 43 ist im Sommer 2012 erschienen. „Was weiß ich denn“ heißt ihr Thema. Auf gut Deutsch: Es geht um Bildung. Das Heft ist 52 Seiten dick. Auf der Titelseite sieht man einen Turmspringer, wie er Kopfüber in ein Schwimmbecken springt. Er ist von mathematischen Formeln umgeben. Hier wird in moderner und jugendlichengerechter Form über Bildung berichtet – neben den traditionellen Formen wie Text und Foto kommen hier beispielsweise auch Comics zum Einsatz. In dem Buch geht es um die Schule, Universität, Nachhilfe und vieles andere. Es wird auch über die Ausbildung an einem College in den USA berichtet. Ein Bereich fehlt hier völlig, nämlich der Bereich der Berufsausbildung. Ihre Bedeutung wird hier leider nicht hervorgehoben. Die Berichte sind so aufbereitet, daß sie von Jugendlichen und jungen Erwachsenen gut verstanden werden können. Ob die Themen, die hier angesprochen werden, wirken irgendeinen Nutzen für Jugendliche haben, sei einmal dahingestellt. Derjenige Jugendliche, der keinen Sinn darin sieht, irgendeinen formalen Abschluß zu erlangen, und nicht den Ehrgeiz aufweist, es im Leben zu etwas bringen zu wollen, wird durch ein solches Heft auch nicht dazu animiert.

Die Nummer 44 vom Herbst 2012 beschäftigt sich mit dem Thema Sex. „Wie geil ist das denn“ lautet hier die Überschrift. Das Titelbild zeigt eine Gruppe männlicher Jugendlicher mit eingeseiftem nacktem Oberkörper. Keine Angst: Hier gibt es keine Aufklärung, keine Schweinereien und schon gar nicht eine Anleitung für Jugendliche, die wissen wollen, wie Sex funktioniert. Homosexualität in der Öffentlichkeit (bei uns und im Ausland) sowie die gesellschaftliche und politische Bedeutung von Sexualität – hier geht es beispielsweise um AIDS, Prostitution und Kindesmißbrauch. Wer Informationen über die gesundheitlichen und körperlichen Aspekte von Sexualität sucht, wird zu der Literatur der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung greifen müssen; dort ist dann Fachliteratur enthalten.

Was ist von diesen Heften zu halten? Der Ansatz ist sicherlich richtig. Jugendliche sollen an ein Thema herangeführt werden, die für sie wichtig sind. Man muß als Leser allerdings schon ein gewisses intellektuelles Niveau vorweisen, um sich überhaupt für fluter zu interessieren.

Bürgerreporter:in:

Andreas Rüdig aus Duisburg

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