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Die Einflüsterer im ARD – Lobbyismus und Korruption in der deutschen Politik

Die ARD zeigt heute Abend um 21:45 Uhr die Dokumentation Die Einflüsterer. Das Kamerateam bewegt sich im Schattenreich der Demokratie und beobachtet und kommentiert, wie Geld Politik beeinflussen kann. Die Doku soll klar machen, dass Lobbyismus und Korruption die deutsche Demokratie gefährden.

Korruption ist kein Phänomen, das nur in Ländern der zweiten oder dritten Welt alltäglich ist. Auch in Berlin lassen sich Politiker von der Wirtschaft gern umwerben. Um die Gunst der Volksvertreter zu verlangen, machen Lobbyisten Geschenke oder laden zu exklusiven Veranstaltungen ein. Nicht ohne Gegenleistung. 5.000 Lobbyisten sollen in Berlin sitzen – und zwar an einem langen Hebel. Das soll die Reportage "Die Einflüsterer" zeigen. Interessen werden im 21. Jahrhundert nicht im Diskurs und mit Argumenten, sondern mit Geld vermittelt. Das gefährdet die Demokratie, meinen viele Experten und Politiker. Der Film von Achim Pollmeier und Mathew D. Rose zeigt, wie diese Gefahr toleriert wird und jede Forderung nach mehr Transparenz ins Leere laufen.

Unternehmen und Parteien schweigen

Wenn ein Konzern mit einer kleinen Zuwendung um die Gunst der Abgeordneten buhlt, sei das alles transparent. Doch unbequeme Fragen nach dem Wer, Wofür und Wieviel der Reporter werden nicht beantwortet. Die vom Europarat geforderte Korruptionsbekämpfung und Transparenz findet bei den Repräsentanten kein Gehört, Bestechlichkeit wird noch immer nicht wirksam unter Strafe gestellt. Das Kamerateam, das Die Einflüsterer drehte, dokumentiert, wie es im zweiten Zuhause der Lobbyisten, dem Bundestag, zugeht. Die Reportage wird am heutigen Montag, dem 10. September, um 21:45 im ersten Programm ausgestrahlt.
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