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Siedlergemeinschaft "Grüne Tanne" hatte zum Neujahrsempfang eingeladen

Bad Grund: Schützenhaus im Teufelstal | Siedlerfreundinnen und Siedlerfreunde der Siedlergemeinschaft "Grüne Tanne" trafen sich mit ihren Gästen im Schützenhaus in Bad Grund. Vorsitzender Winfried Kippenberg fand die nachstehenden Begrüßungsworte:

Liebe Siedlerfreundinnen, liebe Siedler, meine Damen und Herren, liebe Gäste!
Herzlich darf ich Sie und Euch zum Neujahrsempfang unserer Siedlergemeinschaft willkommen heißen. Besonders kann ich heute unser Ehrenmitglied Wolfgang Wittenberg und unser Mitglied und Bürgermeister Manfred von Daak begrüßen. Dir, lieber Wolfgang, rufe ich zu: Ich freue mich, dass Du mit Deinem Kommen Deiner Siedlergemeinschaft weiterhin die Treue hältst. Mein Stellvertreter Jürgen Knackstädt lässt herzlich grüßen. Er wünscht für 2013 alles Gute und hofft, alsbald wieder dabei sein zu können.
Ebenso herzlich begrüße ich die Vorsitzende vom Sozialverband Bad Grund Inge Vollmer. Mit dem Sozialverband Bad Grund arbeiten wir eng zusammen. Gerd Hintze vom Knappenverein Bad Grund lässt herzlich grüßen. Er muss heute arbeiten und kann daher nicht kommen.
Zu Beginn des neuen Jahres möchte Ihnen und Euch gute Wünsche zurufen. Ich wünsche Ihnen und Euch für 2013 zwei Dinge :
ALLES und NICHTS.
Alles was Sie und Euch glücklich macht und
nichts was Euch unglücklich macht.
Und da diese Aussage etwas dürftig ist, sage ich weiter:
Für 2013 wünsche ich Ihnen und Euch:
12 Monate Gesundheit, 52 Wochen Glück,
365 Tage ohne Stress, 8.784 Stunden Liebe,
527.040 Minuten Frieden
und 31.622.400 Sekunden Freude!
„Das Neujahr und seine Feier ist so was wie eine Theaterpause - man geht ans Buffet auf ein Gläschen und kommt auf seinen Platz zurück. Die Optimisten hoffen dabei, dass der nächste Akt besser sein wird als die vorigen. Auch ich habe diese Hoffnung: dass der nächste Akt - sprich: das neue Jahr - besser sein wird als der vorige. Erheben wir darauf unsere Gläser!“
Gabriel Laub (1928-98), poln.-dt. Schriftsteller, Satiriker u. Essayist


Heute möchte ich aber zugleich die Gelegenheit nutzen und einigen Mitgliedern meinen Dank aussprechen. Dazu zählen alle ehrenamtlichen Helferinnen und Helfern, alle Mitglieder des Vorstandes für eine gute Zusammenarbeit und unsere Zeitungsausträger, die bei Wind und Wetter Mittler zwischen Bundes- und Landesverband sowie Vorstand sind. Ihnen allen ein herzliches Danke.
Ein Verein und der Vorstand leben für die Mitglieder und alle Mitglieder leben für den Verein. Nur so ist eine gute Vereinsarbeit möglich. Dieses gute Miteinander pflegen wir.
Liebe Mitglieder, Veranstaltungen können wir nur durchführen, wenn unsere Mitglieder sich beteiligen. Deshalb danke ich für euer Kommen. Andererseits benötigen wir vom Vorstand wiederum die Unterstützung der Mitglieder bei der Vorbereitung und Durchführung von Veranstaltungen. Danke, dass sich immer wieder Mitglieder finden und uns vom Vorstand bei der Vorbereitung und Durchführung von größeren Veranstaltungen unterstützen.
Mein Dank gilt aber auch unserem Mitglied Ralf Räkel. Danke, dass wir, lieber Ralf, zu Dir kommen können und danke, dass Du unsere Feiern so vorzüglich vorbereitest. Mit unserem Kommen wollen wir Deine Arbeit und die der Schützengesellschaft Bad Grund als älteste Vereinigung in unserer über 480-jährigen Bergstadt ausdrücklich anerkennen und würdigen.
„Das Jahresende ist kein Ende und kein Anfang, sondern ein Weiterleben mit der Weisheit, die uns die Erfahrung gelehrt hat.“
Was hat uns das zurückliegende Jahr 2012 gebracht. Vor einem Jahr hatte ich gesagt: "In diesem Jahr haben wir ein Schaltjahr und einen glücklichen Tag mehr. Schaltjahre sollen Jubeljahre sein. Dieses Schaltjahr dürfte – sowie es begonnen hat – ein Jubeljahr mit Trauerflor sein."
Die EURO-Krise ist bislang nicht gemeistert; von Stabilität und Verlässigkeit kann keine Rede sein; der EURO-Rettungsschirm wurde weiter ausgedehnt; und die Opposition zieht mit an einem Strang statt den Finger in die Wunde zu legen. Insoweit hat uns das Jahr 2012 nicht enttäuscht. Es ist leider so eingetreten wie ich es anlässlich unseres Neujahrsempfangs aufgezeigt habe.
Die erst 40 Jahre junge Samtgemeinde Bad Grund haucht am 28. Februar 2013 ihr Leben aus. Wie an der Schwelle eines Jahres fragen wir uns:
"Wird's besser? Wird's schlimmer?"/ fragt man alljährlich./ Seien wir ehrlich:/ Leben ist immer/ lebensgefährlich.“
Erich Kästner (1899-1974), dt. Schriftsteller, 1957 Georg-Büchner-Preis
Die neue Gemeinde wird Gemeinde Bad Grund heißen. Die Bezeichnung „Bergstadt“ geht unter. Nein, der Ortsteil darf noch Bergstadt heißen.
Weiter sprach ich auf unserem Neujahrsempfang 2012 über die Kreisfusion, die uns ins Haus steht. Ohne eine vorherige Wahlaussage und ohne Bürgervotum befinden die Parteien und Kreistagsabgeordneten über unsere Zukunft. Vor einem Jahr habe ich ausgeführt: "Die Diskussion wurde vom bisherigen Landrat des Landkreises OHA ohne Not entfacht. Wir sollten uns von Anfang an in die Diskussion einbringen, denn es geht um die Frage, ob wir mit rund 80.000 Einwohnern (LK OHA) mit den Landkreisen Göttingen und Northeim mit knapp 380.000 Einwohnern mit Sitz in Göttingen zusammengehen wollen oder ob wir mit dem rund 140.000 Einwohner großen Landkreis Goslar zusammengehen wollen." Am 12. Januar 2012 haben in diesen Räumen Bürgerinnen und Bürger sich im Rahmen einer Informationsveranstaltung für eine Kreisfusion mit Goslar ausgesprochen. In einem Bürgerentscheid am 2. Dezember 2012 haben sich die Bürgerinnen und Bürger im Kreis Osterode mit überwältigender Mehrheit für eine Fusion mit dem Landkreis Goslar ausgesprochen. Welche Fazit zieht die Rot-Grüne-Mehrheit des Kreistages Osterode daraus: Keine. Sie handeln über die Köpfe und gegen den eindeutigen Willen der Bevölkerung. Ist das noch Bürgernähe? Ist das noch Achtung vor dem Wähler? Ich sage Nein! Mein Vertrauen ist dahin!
Stattdessen wird die Sache weiter vernebelt. Vor Ort wird vom Bürgermeister Manfred von Daak und weiteren Ratsmitgliedern ein eindeutiger Antrag an den Samtgemeinderat gestellt. Mit welchem Ergebnis? Mit einem Alibi-Beschluss. Die im erfreulich eindeutigen Antrag formulierte Forderung wurde in nichtöffentlicher Sitzung gekippt. Wenn ich den Presseveröffentlichungen in der Northeimer Zeitung (hna) folge, dann begründet Samtgemeindebürgermeister Harald Dietzmann dies mit den Hinweisen, dass der Samtgemeinderat nicht zuständig ist, dass vermutlich die Oberschule Badenhausen geschlossen wird und mit einer fehlenden Interkommunalen Zusammenarbeit. Erinnern wir uns: Er hatte vor Jahren Gespräche mit der Samtgemeinde Oberharz, Landkreis Goslar, aufgenommen! Warum soll eine interkommunale Zusammenarbeit in einem Kreis Westharz (Goslar) nicht möglich sein? Warum soll dann die Oberschule Badenhausen geschlossen werden?
Es wäre aufrichtiger gewesen, der Samtgemeindebürgermeister hätte im Vorfeld seinen Einspruch gegen den Antrag wegen Nicht-Zuständigkeit ausgesprochen. Mir drängt der Verdacht auf, dass Herr Dietzmann aus welchen Gründen auch immer gegen den Bürgerwillen die Interessen eines Großkreises vertritt und dies leider nicht offen. Er will ja am 20. Januar 2013 gewählt werden. Deshalb werte ich die Samtgemeinderats-Sitzung am 10. Januar 2013 nur als eine Wahlveranstaltung -als Wahlkampfgetöse- und ich muss leider -und das sage ich auch in deiner Anwesenheit, lieber Manfred, sagen, dass der Antrag - so sehe ich es und fühle mich aufgrund des Beschlusses bestätigt- nur vor dem Hintergrund der Kommunalwahl gestellt wurde. Schade!
Hätte ich seinerzeit als Samtgemeindedirektor immer auf Zuständigkeiten geachtet, dann hätte es beispielsweise keine Diakonie-Sozialstation Bad Grund gegeben, es hätte keine so frühzeitigen Baubeginn des Baugebietes Mönchesumpf gegeben, die Frankfurter Straße wäre nicht so frühzeitig ausgebaut und möglicherweise gäbe es auch kein Kurzentrum. Seinerzeit habe ich -teils zum Beispiel mit Hilfe der örtlichen Schützengesellschaft- jede Gelegenheit genutzt, um mit Ministern (Egon Franke, Sozialminister Arend, Siegmar Gabriel, Sozialminister Schnipkoweit, Gerhard Schröder) oder der Ministerialbürokratie Gespräche zu führen. Ja, ich bin im Wahlkampf mit Wirtschaftsminister Walter Hirche (FDP) allein durch Bad Grund gegangen, weil wir seine Hilfe als Wirtschaftsminister benötigten. Hätte ich auf Zuständigkeiten oder auf den Dienstweg geachtet, dann wäre manches nicht verwirklicht. Ich will keinen Stab brechen, aber in dieser zukunftsweisenden Frage hätte ich mehr Einsatz für unseren Raum erwartet. Jetzt wird auf den Zeitfaktor verwiesen und leider zu spät werden die Politiker vor Ort feststellen, dass sie sich abgeschafft haben, denn die Bevölkerung des Kreises Osterode wird in einem Monsterkreis vielleicht noch mit 8 - 9 Kreistagsabgeordneten vertreten sein. Wird dies künftig ausreichen, um unsere immer drängendere Zukunftsfragen (-probleme) zu lösen? Ich sage nein.
-Und wo ist der Landtagsabgeordneter Karl-Heinz Hausmann. Seit etwa einem Vierteljahr hören wir nichts mehr von ihm. Ist sein Schweigen vor der Wahl damit begründet: Ja, kein einziges falsches Wort mehr zu sagen oder die Bürger (sprich Wähler könnten mich zur Kreisfusion befragen, die er einst mit der Landtagsabgeordneten Emmerich-Kopatsch in Richtung Goslar angeschoben haben soll.)
Mir drängt sich der Eindruck auf, die örtlichen Kreispolitiker wollen die beiden Landkreise Goslar und Osterode untergehen lassen. Damit sind dann die Sprachrohre für den Harz weg. -Und dies geht zu Lasten der Fläche und zugunsten der großen Städte Göttingen und Braunschweig.
Vor einem Jahr hatte ich ausgeführt: "Die hochverschuldete Bergstadt Clausthal-Zellerfeld hat die Straßenausbaubeitrags-Satzung aufgehoben. Wir hoffen, dass auch die Bergstadt Bad Grund diesem erfreulichen Beispiel folgt." Leider ist dieser Wunsch nicht in Erfüllung gegangen. Viele andere Kommunen sind inzwischen diesen nicht leichten Weg gegangen. Es ist aber machbar und möglich. Die Kosten für den Straßenbau wären dann auf mehrere Schultern verteilt worden, denn auch die Mieter könnten bei einer höheren Grundsteuer mitbeteiligt (belastet) werden. D.h. der Grundstückseigentümer, der unter Entbehrungen sich eine Wohnhaus geschaffen hat, wird weiter belastet. Ich frage: Ist dies noch gerecht?
Auf das Thema erneuerbarer Energie und die damit für uns verbundenen Kosten will ich nicht eingehen. Wohl aber auf den Hick-Hack zwischen Bund und den SPD im Bundesrat geführten Ländern wegen der Förderung der Hauseigentümer für Energiesparmaßnahmen. Diese Förderung wird uns Häuslebauer leider verweigert. Gleichzeitig werden wir durch Energieausweis und weitergehende Vorschriften zu kostenintensiven Aufwendungen gezwungen. Und dies bei sinkenden Immobilienpreisen in unserer Region!
Ich möchte aber auch erfreuliche Aspekte ansprechen. Der in den 80er Jahren im Entwurf geplante Straßenausbau "Abgunst - Hilfe Gottes - Schlesier Straße" ist nahezu abgeschlossen. Die anliegenden Grundstückseigentümer mussten kräftige Zahlungen an die Kommune leisten. Auch das darf nicht vergessen werden.
Wir feiern in diesem Jahr mit mehreren Veranstaltungen unser 75-jähriges Bestehen als Siedlergemeinschaft "Grüne Tanne". Viel Grund zur Freude.
Der Knappenverein Bad Grund hat uns zu seinem Bergdankfest am 27. Januar eingeladen. Mit unserer Teilnahme sollten wir dieses Traditionsfest unterstützen und wenn wir an diesem Fest nicht teilnehmen können, dann sollten wir vom Straßenrand den Umzugs-Festteilnehmern zujubeln.
Dank für die gute Zusammenarbeit mit dem örtlichen Sozialverband und mit den Johannitern.
Heute wollen wir mit Zuversicht in die Zukunft schauen und einige ungetrübte Stunden in geselliger Runde verleben.
Wir sprechen zu Beginn eines Jahres von Glück. Was ist Glück?
(= Ein Zusammentreffen von guter Vorbereitung und günstiger Gelegenheit. (Ich versichere, dass ich mich gut vorbereitet habe, und gestehe, dass ich die Gelegenheit für günstig halte. Was also sollte dem Glück noch im Wege stehen?!)“
unbekannt
oder anders ausgedrückt:
„Das Pech, was wir nicht haben, ist unser Glück.
Mit diesen erfreulichen Aussichten möchte ich nochmals das Glas erheben und gemeinsam wollen wir auf ein glückliches Jahr anstoßen. Zugleich darf ich zum Imbiss einladen. Das Buffett ist eröffnet. Die Kosten für den Imbiss und für den Sekt übernimmt unsere Siedlergemeinschaft.
Für ihre/eure Aufmerksamkeit danke ich Ihnen und Euch mit einem HARZlichen Glückauf. Winfried Kippenberg
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