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Seminar: Besucherbetreuung im Internationalen Haus Sonnenberg

Qualität in der Besucherbetreuung: Wie werden Besucherführungen lebendig gestaltet? Dieser Frage gehen 21 Vertreter aus acht europäischen Ländern im Internationalen Haus Sonnenberg nach

 
Sankt Andreasberg (ein/kip). Im Rahmen des EU-Projektes "HeriQ – Quality in Heritage Interpretation" wird im Internationalen Haus Sonnenberg ein einwöchiger Zertifizierungskurs für Natur-, Museums- und Stadtführer entwickelt. Grundlage ist das Konzept der Natur- und Kulturinterpretation, das in den Nationalparken der USA entstanden ist und nach dem heute weltweit auch in vielen Museen, Zoos und Botanischen Gärten gearbeitet wird.
 
Das Arbeitstreffen wurde am Montag im Senckenberg-Naturmuseum in Frankfurt eröffnet. Als Vertreter des Dachverbandes Interpret Europe erklärte dort Michael Glen in seiner Begrüßungsansprache, die Bewahrung des europäischen Natur- und Kulturerbes setze voraus, dass die Menschen spüren, in welcher Form dieses Erbe Teil ihrer Identität ist. Von dort ausgehend müsse man sich fragen, wie eine gemeinsame Zukunft nachhaltig gestaltet werden kann. Das Projekt HeriQ leiste hierzu einen wichtigen Beitrag.
 
Dass das Internationale Haus Sonnenberg im Nationalpark Harz als Veranstaltungsort gewählt wurde, kommt nicht von ungefähr. Vor mehr als zehn Jahren war von dort aus bereits das EU-Projekt "TOPAS – Training of Protected Area Staff" geleitet worden. Die Qualitäten, die heute europaweit diskutiert werden, wurden im Internationalen Haus Sonnenberg erstmals gefasst. Veranstaltungsleiter Thorsten Ludwig erklärte dazu: „Hinter vielen Natur- und Kulturgegenständen verbergen sich Geschichten, die diese Gegenstände für den Einzelnen bedeutsam machen, und die es spannend zu enthüllen gilt. Der unmittelbaren Begegnung mit den Dingen, mit den Menschen, die für diese Dinge stehen und mitden Orten, an denen diese Dinge aus erster Hand erfahrbar werden, kommt gerade im Zeitalter der elektronischen Medien eine herausragende Bedeutung zu.“
 
Die vielfältig zusammengesetzte Projektgruppe, die aus Bürgermeistern und Mitarbeitern von Nationalparken, Universitätsdozenten und Naturführern besteht, erprobt im Rahmen ihres einwöchigen Aufenthalts zunächst selbst einfache Übungen für Naturführer, im nächsten Schritt wird an Kursinhalten zur Durchführung entsprechender Fortbildungen gearbeitet und schließlich werden Projekte in Angriff genommen, die die Verankerung dieser Ansätze in unterschiedlichen europäischen Regionen zum Ziel haben. In diesem Zusammenhang stand auch ein Besuch des Weltkulturerbes Goslar auf dem Plan, wo sich die Teilnehmer am Donnerstag mit Stadtführern trafen.
 
Weitere Untersuchungen werden an Einrichtungen in Frankreich, Griechenland und Bulgarien durchgeführt, bevor die Ergebnisse im Oktober bei einem Arbeitstreffen in Rom ausgewertet werden. Der einwöchige Kurs für Natur-, Museums- und Stadtführer soll dann 2015 in mehreren europäischen Ländern erprobt werden.
 
Foto Die Arbeitsgruppe vor dem Internationalen Haus Sonnenberg mit Nationalparkverteter Dr. Friedhart Knolle. Foto: Internationales Haus Sonnenberg.

NPH200 Sonnenberg

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