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Ostersamtag werden mit Einbruch der Dunkelheit die Osterfeuer angezündet

Ostersamtag werden mit Einbruch der Dunkelheit die Osterfeuer angezündet

Bad Grund (kip) Die Osterfeuer haben eine alte Tradition. So ist in der Literatur nachzulesen, dass die Ägypter große Scheiterhaufen auftürmten und diese in der Osternacht anzündeten. Damit sollte die Sonne hervorgelockt werden. Diesen Brauch haben die Christen übernommen und fortgeführt, so wurde in der Osternacht ein kleines Feuer in Anwesenheit der Gemeinde entfacht und der Geistliche zündete an diesem Feuer eine Kerze an, die Osterkerze. Diese Osterkerze wurde in das Gotteshaus getragen, um Licht in die dunkle Kirche zu bringen. Die Osterkerze symbolisierte zugleich Christus als Licht der Welt.
Dieses Ritual hat sich bei uns in den Harzer Bergen als Osterbrauch erhalten. Am Ostersamstag werden auf den Bergen die Osterfeuer bei Eintritt der Dunkelheit angezündet. Damit soll der Winter vertrieben und der Weg für den Frühling geebnet werden.
Zuvor hatten Männer und Jugendliche bei Wind und Wetter aus dem Wald -teilweise vom Schnee verdeckt - Fichtenzweige geholt und dies auf dem Osterfeuerplatz zwischengelagert. Erst kurz vor Ostern werden diese herbeigeschafften Fichtenzweige um eine aufgestellte Fichte sorgsam aufgeschichtet.
Werden in einer Gemeinde mehrere Osterfeuer aufgebaut, läuft ein Wettbewerb "Wer hat das schönste Osterfeuer mit der größten Fichte".
Früher war es üblich, dass nur aus Fichtenholz geschaffene Fackeln zum Schwingen im Schein des Osterfeuers verwendet werden. Die aus frischen Fichtenholz gefertigten Fackeln wurden beim Bäcker Wochen vor getrocknet. Heute werden häufig Pechfackeln verwendet.
Erfreulich ist, dass dieser Brauch des Abbrennens des Osterfeuers noch gepflegt wird und dass hier und da sich noch Einwohner finden, die aus Fichtenholz Fackeln fertigen. Erfreut können wir sein, dass die Jugend diesen Brauch noch pflegt und beispielsweise Frederik Uhde in Gittelde noch Osterfackeln aus Fichte macht Er tritt damit in die Fußstapfen seines Großvaters, der bis ins hohe Alter Osterfackeln zur Freude der Kinder "baute".
In jeder Ortschaft der neuen Gemeinde Bad Grund werden Vorbereitungen zum Bau eines Osterfeuers getroffen.
In der Bergstadt Bad Grund werden Osterfeuer auf der "Grünen Tanne", am Ende der Straße "Am Georg-Stollen" und in der Siedlung Taubenborn am Röstenberg errichtet.
In den Ortschaften Badenhausen, Eisdorf, Flecken Gittelde und Windhausen werden nach altem Brauch ebenfalls Osterfeuer aufgeschichtet. Die jeweiligen örtlichen Freiwilligen Feuerwehren stellen den Brandschutz sichert und unterstützen mit ihrer Präsens dieses Brauchtum.

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